Infos zum SpielYs - The Ark of Napishtim
Wertung
Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Positiv
negativ
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Ys - The Ark of Napishtim SpieleberichtYs - The Ark of NapishtimYs - The Ark of Napishtim
Ich, als Kenner der PS2-Version (das Spiel besitze ich immer noch), habe mich gleich zu Anfang gewundert, ob es nur ein billiges PSP-Port werden würde oder doch mehr bietet als die 2005‘er-Version der PS2. Aber als ich den beigelegten Pressetext von Konami laß, wusste ich, was auf mich zukommen würde. Dasselbe Spiel, dieselbe Grafik, kurz gesagt: Ein 1:1 Port mit 0 Neuerungen. Daher fällt mir dieser Test auch deutlich leichter, dennoch wünsche ich viel Spaß beim Lesen!Ihr erlebt die Story von Adol Christin, einem jungen Mann (auch wenn der Nachname auf einen weiblichen Charakter schließen läßt, es ist nachweislich ein Mann), der von seinen Freunden durch einen schweren Sturm auf eine fremde Insel gestrandet wurde. Auf der Insel gilt es sich mit den Inselbewohnern zu befreunden und diesen etwas zu helfen. Danach geht es auf die Reise, in der ihr eure Freunde sucht und einen Weg nach Hause finden wollt. Hört sich nicht spannend an, ist es auch nicht. Ys dürfte nur für diejenigen unter euch einen Blick wert sein, die die PS2-Version noch nicht gespielt haben. Auch wenn die Story nicht wirklich der Bringer ist, so hat das Gameplay durchaus mehr zu bieten. Leicht, leichter, Ys? Für Einsteiger in das Rollenspiel-Genre kann es eigentlich kein besseres Spiel als Ys – The Ark of Napishtim geben, denn der Einstieg wird ziemlich leicht gemacht. Die „alten“ Menüs, welche sehr übersichtlich und dennoch irgendwie leer wirken, erleichtern Neulingen im Genre so einiges, da man sich sehr schnell zurechtfinden wird. Hinzu kommt das extrem vereinfachte Kampfsystem, welches – unüblich eigentlich – komplett in Echtzeit abläuft und eben keine Zufallskämpfe bietet, was für japanische RPGs eigentlich normal ist. Habt ihr dann genügend Gegner besiegt, steigt ihr einen Level auf, aber leider sieht man hier eigentlich auch schon, dass das Spiel aus dem Jahre 2005 ist, denn den Levelaufstieg könnt ihr nicht wirklich irgendwie beeinflussen. Euch werden automatisch mehr Lebensenergie, Stärke etc. gutgeschrieben; Eine Individualisierung (zum Beispiel neue Fertigkeiten) könnt ihr leider nicht verteilen. Aber auch die Kämpfe verlaufen strikt nach demselben Schema ab: Ihr rennt auf den Gegner zu und smashed förmlich auf den Angriffsbutton, um die zahlreichen Tiere und Monster zu killen. Nahezu jeder besiegter Gegner wirft ein Item ab, welches ihr auch einsammeln solltet, vor allem die blauen Kristalle, weil ihr dadurch euer Schwert verbessern und Magiesprüche lernen könnt. Sofern ihr euch gut levelt – dauert ein wenig – werdet ihr mit eigentlich keinem Gegner im Spiel ein Problem haben, es wird schlichtweg zu leicht. Auch Endbosse sind bisweilen kein größeres Problem, allerdings gibt es noch so genannte „Götterprüfungen“, die es dann wirklich in sich haben und die einzige Herausforderung darstellen. Gewinnt ihr, regnet es Erfahrungspunkte, Items und so weiter und sofort. Liebevoll gestaltet, aber zu wenig Spielumfang! Schon auf der PS2 damals hätte ich als Kritikpunkt angeführt, dass der Spielumfang eindeutig zu gering ausgefallen ist. Das fängt schon bei den Dungeons und den extrem linearen Gebieten an, denn man kann sich praktisch nicht verirren. Zwar gibt es hier und da zwei Wege, aber am Ende des einen werdet ihr auf eine Sackgasse stoßen und müsst zurück. Daraus schließt man, dass der andere Weg richtig ist, danach heißt es wieder „Immer der Nase nach“ – strikt geradeaus, leider. Unbelebte Natur und noch viel unbelebtere Dungeons hinterlassen einen etwas faden Beigeschmack. Ist es dann noch verwunderlich, dass die Anzahl an Ausrüstung sich auf ungefähr 6 Rüstungen und lasche 3 Schwerter beschränkt ist? Irgendwie wohl nicht... Dass das extrem schade ist zeigt sich am wunderschönen Leveldesign, denn hier haben die Entwickler wirklich Talent beweisen. Alles ist sehr bunt, sieht einfach nur schön aus und macht durchaus eine gute Figur. Auch das Charakterdesign mit dem Hauch von Anime hat mich schon damals auf der PS2 erfreut und kann es auch auf der PSP. Schon aus diesen Gründen muss ich sagen, dass man hier wirklich sehr viel Potential verschenkt hat. Technische Mängel vorhanden An sich ist die Grafik ganz nett, was man an meiner Beschreibung einen Abschnitt über dem hier lesen kann. Aber auf der anderen Seite ist das gesamte Ergebnis höllisch unspektakulär, auch wenn die netten Effekte einiges hermachen. Was aber wirklich stört und heutzutage nicht mehr aktuell sein darf, sind die üblen Ladezeit während (!!) der Kämpfe. Teilweise friert das Bild während des Kampfes ein, damit das Spiel die nächsten Aktionen laden kann. Des Weiteren kommt es stellenweise zu Framerateeinbrüchen, die nun ganz und gar nicht verständlich sind. Für PSP-Verhältnisse sieht Ys also auch noch etwas zu schwach aus, da gibt es Besseres (Tales of Eternia oder Astonishia Story). Beim Sound hat man prinzipiell nichts falsch gemacht, aber leider gibt es auch hier keine Synchronisation. Nun gut, ein großer Kritikpunkt ist das nicht, aber man muss stellenweise doch etwas viel lesen. Aber die schönen Hintergrundmelodien verwöhnen den Japan-RPG-Fan immer wieder, was alles wieder gutmacht.
Kommentar (AS) : Ich als Kenner des PS2-Originals bin selbstverständlich ein wenig enttäuscht, da ich absolut nichts Neues zu sehen bekommen habe. Auf der anderen Seite bin ich ziemlich erfreut darüber, dass ich Ys nun auch auf einige Fahrten mitnehmen kann. Technisch hat das Spiel so seine Mängel, aber wer auf typische Japan-RPGs steht, der wird sich mit dem Titel aus dem Hause Konami doch recht wohl fühlen – vor allem diejenigen, die das PS2-Original noch nicht gespielt haben. Empfehlung? Für diejenigen, die sich mit den Contras abfinden können, ja, alle anderen sollten es vielleicht ausprobieren.
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