Infos zum Spiel


Yakuza 2

Entwickler:
Publisher:
Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
Plattformen:

Wertung


Grafik: 87 %
Sound: 87 %
Gameplay: 74 %
Steuerung: 60 %
: 0 %

Positiv


  • + tolle PS2-Grafik
  • + viel Action
  • + nette Interaktionsmöglichkeiten
  • + schöner Sound
  • + 16 spielbare Kapitel

negativ


  • - leider zu linear
  • - keine deutschen Untertitel
  • - bescheidene Kameraführung

Yakuza 2 Spielebericht


Yakuza 2

Yakuza 2

Mit Yakuza 2 kam Mitte September der Nachfolger eines von vielen Spielern lang erwarteten Zocks bei uns auf den Markt. Wieder tauchen wir in die japanische Unterwelt ab und erleben eine packende Geschichte um Familien und Banden in der Mafia. Erstaunlich ist, dass es zwei Jahre gedauert hat, Yakuza 2 zu uns zu schiffen – die japanischen Fans hatten nämlich schon 2006 das Vergnügen. Ob der späte Release wirklich etwas bringt oder ob wir es mit technisch altersschwachem Schrott zu tun haben, lest ihr hier bei uns!

Die Geschichte um Kazuma Kiryu geht nun also endlich in die nächste Runde. Yakuza 2 spielt genau ein Jahr nach dem ersten Teil. Der Storyeinstieg ist allerdings nicht nur für Neulinge leicht erschwert: Sprunghafte Sequenzen, die grafisch leichte Vorfreude bereiten, bieten sehr wenig Aufschluss über das, was auf einen zukommen mag. Hat man es zum ersten Mal mit Yakuza zu tun, wird man hier schon bei den eigentlich bekannten Figuren stutzen und schnell den Überblick verlieren.
Nach Spielbeginn dauert es allerdings nicht lang, bis man die Gelegenheit hat, sich auf einem Friedhof noch mal an alle vorangegangenen Geschehnisse zu erinnern und somit fehlendes Basiswissen um den ersten Teil nachzuholen.
Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter auf die Geschichte eingehen – kleine Schnipsel der Geschichte oder der irgendwie leicht diffuse Einstieg in die Story bringen jetzt wohl keinen von uns weiter!

Yakuza 2 Screenshots

Fangen wir mal mit der Technik an

Deshalb komme ich am besten direkt auf die Grafik zu sprechen. Trotz der zweijährigen Verzögerung kann die sich nämlich sehen lassen. Grafisch ist Yakuza 2 auf sehr hohem PS2-Niveau. Wer von Next-Gen-Grafik verwöhnt ist, wird sicher trotz dem nicht in Jubel ausbrechen, doch werden hier alle Gegebenheiten der PS2 wunderbar genutzt. Die alte Kiste bringt eben nicht ganz so viel Leistung, wie ihr Tower von Bruder. Um jedoch nicht weiter abzuschweifen, können sowohl die zahlreichen Zwischensequenzen, als auch die normale Gamegrafik sich sehen lassen. Einziges großes Manko stellt die meist nicht freibewegliche Kamera dar, die uns beim Spielen gelegentlich beinahe Kopf und Kragen gekostet hätte. Daran sollte noch gearbeitet werden. Auch gelegentliches Kantenflimmern schmälert den insgesamt tollen Eindruck der grafischen Leistung.

Der Schritt von der Grafik in Richtung Sound ist im Grunde kein großer, deshalb mache ich es mir nun leicht und gehe darauf weiter ein. Auch hier haben die Macher bewiesen, dass sie ein Händchen für ihr Handwerk haben, denn der Sound steht der Grafik in nichts nach. Mal sanft, mal hart oder mal nur Hintergrundgeräusche auf einer lärmenden Straße – im Grunde wird alles mitgeliefert, was nötig ist. Hinzu kommt, dass auch noch alles am richtigen Platz ist und das Spielgeschehen super untermalt wird. Die Sprachausgabe ist komplett in Japanisch, teils auch in Koreanisch gehalten. Darüber lässt sich nun zwar streiten, ich jedenfalls bin der Meinung, dass auf diese Weise einiges zur tollen Atmosphäre beigetragen wird, zumal die Synchronsprecher fabelhafte Arbeit leisten. Beim Gedanken an lustlose deutsche Textüberlagerungen wird mir da eher schlecht. Da ja nun an der Synchro in weiteren Sprachen gespart wurde, sollte man meinen, wenigstens gescheite Untertitel vorgesetzt zu bekommen.



Das ist nicht so.
Natürlich sind sie gescheit, leider aber auf Englisch. Wer der Sprache nicht mächtig ist, kann quasi die Finger von Yakuza 2 lassen – dafür gibt es zu viele Sequenzen und Interaktionen.

Lineare Action

Zum Thema Interaktionen fällt mir ein, dass ich noch ein wenig zum Gameplay loswerden sollte...
Wer darauf gehofft hat, endlich ein Spiel zu bekommen, das einem Shenmue Paroli bieten kann, den muss ich enttäuschen. Sicherlich gibt es einige Möglichkeiten der Interaktion: Ihr könnt mit diversen Leuten in eurer Umgebung sprechen (nicht mit allen) und in verschiedenen Etablissements verkehren. Damit ist dann sowohl ein Golfclub, als auch eine Spielhalle oder zum Beispiel ein Hostessclub gemeint. „Nicht ganz so wie Shenmue“ heißt ja nicht, dass es nicht doch einiges zu tun gebe. Es werden viele Anreize gegeben, das Spiel länger zu gestalten und sich hier und da mit kleinen Minispielen aufzuhalten oder einfach nur etwas essen oder trinken zu gehen.
Allerdings ist der Spielaufbau in seiner Gesamtbetrachtung viel zu linear, um Shenmue wirklich Konkurrenz machen zu können. Dafür wird allerdings mehr Action geboten!
Nach einer Zwischensequenz wird zunächst herumgelaufen, bis das man sich genug ausgetobt hat und die nötigen Voraussetzungen für das Voranbringen der Story erfüllt sind. Danach werden massenhaft Gegner auseinander genommen... Genau so verläuft das ganze Spiel – immer und immer wieder der gleiche Ablauf.

Yakuza 2 Screenshots

Die Kämpfe gestalten sich dabei nicht allzu schwer, dafür aber umso Aktionsgeladener. Kombinationen aus Schlägen und Tritten werden Gegnerscharen entgegengeschleudert. Gesammelte Erfahrung kann in neue Fertigkeiten oder Erweiterungen investiert werden, um noch stärker zu werden. Bei voller Heatanzeige gibt es zudem noch sauber animierte finishing Moves, die es wirklich in sich haben. So kann man Kazuma dann schön dabei zusehen, wie er mit dem Kopf eines Widersachers eine Wand zu durchbrechen versucht oder ihn zum Beispiel die Auswirkung der Schwerkraft aus luftigen Höhen kennen lernen lässt. Nicht übel, dafür verdient Yakuza 2 sich allerdings wirklich die Altersfreigabe. Wer keine 18 ist, darf nämlich nicht mitspielen.



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