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Warhammer 40k: Dawn of War - Soulstorm

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Genre: Unbekannt
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Warhammer 40k: Dawn of War - Soulstorm Spielebericht


Warhammer 40k: Dawn of War - Soulstorm

Warhammer 40k: Dawn of War - Soulstorm

Im September 2004 wurde das Echtzeit-Strategiespiel Dawn of War von Relic Entertainment und THQ veröffentlicht. Mit seinem actionreichen und schnellen Spielprinzip konnte der Titel schnell gefallen und fand dank der Warhammer 40K-Lizenz zahlreiche Anhänger. Der Multiplayer-Modus des Spiels wurde sogar zu einer Disziplin der World Cyber Games, dem weltweit größten E-Sport-Event, das jährlich die Besten der Besten kürt. Mit Soulstorm flattert das mittlerweile dritte Addon in unsere Redaktion – was sich im Vergleich zum Hauptspiel getan hat, erfahrt ihr in diesem Test.

Von Weltraumpiraten und fanatischen Ordensschwestern

Während ihr in der Singleplayer-Kampagne von Dawn of War: Dark Crusade noch auf einem großen Planeten mit zahlreichen Ländereien gegen die anderen Völker gekämpft habt, ist es in Soulstorm eure Aufgabe, eine ganze Reihe von Planeten zu befreien, die im Durschnitt in 7-8 Regionen aufgeteilt sind. Wie im zweiten Addon könnt ihr nur angrenzende Gebiete angreifen und erobert so nach und nach die 4 Planeten und 3 Monde. Dabei müsst ihr jedoch stets eure Versorgungslinien aufrechterhalten, sonst werden Gebiete von eurem Reich abgeschnitten und sie bringen keine Punkte mehr aufs Konto. Außerdem könnt ihr eurem Helden eine Leibgarde zuteilen und ihn wieder mit zahlreichen Rüstungsteilen und Waffen versehen, die ihr euch während eures Eroberungszuges verdient.

Die Story wird vor der eigentlichen Kampagne in einem kurzen Intro zusammengefasst. Ein Warp-Sturm ist am äußeren Rand des Kaurava-Systems aufgetaucht. Dieser zieht die Aufmerksamkeit aller Völker auf sich, die sich nun nach und nach im Planetensystem breit machen und sich bekriegen. Zu den Space Marines, Chaos Space Marines, Orks, Eldar, Necrons, den Tau und der Imperialen Armee gesellen sich nun zwei weitere Völker. Die Dark Eldar, welche mit Hilfe uralter Portale Zugang zu jedem Planeten haben, sind wie Weltraumpiraten und greifen auch dementsprechend an – schnell rein, Schaden anrichten und schnell wieder verschwinden. Nebenbei sammeln sie die Seelen gefallener Krieger auf und werden dadurch mächtiger. Der Adeptus Sororitas ist die Streitmacht, die dem Imperatur am nähesten steht und wird somit noch mehr verehrt, als die Space Marines. Dieser religiöse Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Sonnensystem Kaurava zu reinigen, was ihm mit Hilfe seines fanatischen Glaubens auch gut gelingt.

Planetare Eroberungszüge

Neben den neuen Rassen führen die Entwickler auch einen neuen Einheitentyp ein – Flugeinheiten. Diese verleihen dem Spiel völlig neue Möglichkeiten zur Bekämpfung oder Aufklärung, da die Fluggeräte unpassierbares Gelände überfliegen können und somit weitaus schneller von einem Punkt zum anderen kommen können, als die Bodeneinheiten. Wer jetzt denkt, dass dadurch das Balancing von Dawn of War ruiniert wird, irrt. Die Bomber fügen sich schön in den Rest des Spiels ein und können auch nur bestimmte Einheiten oder Gebäude angreifen, während sie selber auch nur von einigen Bodeneinheiten angegriffen werden können.

Die Kampagne könnt ihr mit jeder der neun Völker bestreiten. Dabei besitzt ihr zunächst nur eine Region – euer Hauptquartier sozusagen. Von dort aus erobert Zug für Zug die umliegenden Gebiete. Eure Ziele variieren dabei zwischen der Eleminierung der Gegner und dem Erobern und Halten von stragischen Punkten. Der Eroberungsfeldzug ist dabei im Grunde genommen nur eine Anreihung von Skirmish-Matches. Seid ihr bei der Hauptstadt eines Gegners angelangt, müsst ihr in einer Storymission z.B. die Produktion von schwerem Kriegsgerät unterbinden, bevor ihr die Hauptbasis angreift. Diese Storymissionen sind im Grunde genommen ganz nett, tauchen aber leider viel zu selten auf.

Multiplayer-Gefechte mit veralteter Grafik

Da Dawn of War: Soulstorm nur ein Addon ist, hat sich die Grafik im Vergleich zum Hauptspiel wenig verändert – noch immer wird die Grafikengine von 2004 benutzt. Die beiden neuen Rassen sehen sehr cool aus und sind absolut glaubwürdig inszeniert. Auch die Flugeinheiten sehen in Ordnung aus. Zwar hat man einige Grafikeffekte aufgewertet und neue hinzugefügt, doch aufgrund der relativ alten Engine kann das Spiel grafisch einfach nicht mit aktuellen Titeln mithalten. Doch das macht nichts, denn Soulstorm macht, wie das Hauptspiel und die beiden Addons, einfach süchtig. Dank der tollen Soundeffekte und unterhaltsamen Antworten eurer Truppen, bietet der Titel auch etwas für die Ohren. Ratternde Kettensäge, fanatische Schlachtrufe, futuristische Waffensounds – wirklich jedes Soundfile passt perfekt zum Szenario und kann sich hören lassen.

Neben der ziemlich langwierigen Einzelspielerkampagne gibt es natürlich auch in Soulstorm die Skirmish-Matches sowie den Multiplayermodus. Bei beiden steht euch ein gigantisches Repertoire an Maps zur Verfügung. Zu den 85 bisherigen Dawn of War-Karten gesellen sich 29 neue Schlachtfelder hinzu, womit ihr nun aus 114 Karten wählen könnt. Besitzer des Hauptspiels und der beiden Addons haben die Möglichkeit, mit allen 9 Rassen zu spielen. Wer Soulstorm als Standalone laufen lässt, kann leider nur als Dark Eldar oder als Sororitas in den Krieg ziehen. Beeindruckend ist dabei, dass das Balancing zwischen den 9 Völkern ausgezeichnet ist. Keine Rasse ist wirklich dominant und jeder hat ungefähr die gleichen Chancen. Die Multiplayermatches mit bis zu 8 Spielern sind fetzig und machen viel Spaß. Als besonderen Anreiz wurden die Medaillen eingebaut, mit denen ihr protzen könnt. So gibt es Auszeichnungen, wenn ihr 5000 Einheiten tötet, 10 Automatch-Spiele gewinnt oder eine Siegesrate von 5:1 habt.



Dawn of War: Soulstorm ist ein wirklich gelungenes Addon! Mit einigen netten Neuerungen und zusätzlichen Karten, kann sich die dritte Erweiterung durchaus sehen lassen. Zusammen mit dem Hauptspiel und den anderen Addons wird die Dawn of War-Reihe mit ihren 9 Völkern zu einem gigantischen Echtzeitstrategie-Paket, das kein Taktik-Fan missen sollte.
2 neue Völker, die sich gut integrieren
Flugeinheiten
Gutes Balancing trotz 9 verschiedenen Rassen
Erweiterte Singleplayer-Kampagne
bietet auch als Standalone eine Menge Inhalt
Medaillen-System
Einzelspielerkampagne etwas zu monoton
Veraltete Grafik
Spielspaß gut Auszeichnungen
Gameplay sehr gut
Grafik gut
Sound gut
Umfang sehr gut
Multiplayer sehr gut

Gesamt


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