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Warhammer 40.000: Squad Command

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Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
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Warhammer 40.000: Squad Command Spielebericht


Warhammer 40.000: Squad Command

Warhammer 40.000: Squad Command

Die Warhammer-Serie ist eine der Reihen, die mittlerweile mindestens so viele Nachfolger haben, wie Dragon Ball Z. Welches der beiden Spiele die Rangliste anführt, wollten wir besser nicht herausfinden. Und dennoch: Mit Squad Command liefert THQ einen knallharten Strategietitel für die PSP ab, bei dem selbst Profistrategen ordentlich was zu tun haben werden.

Die Story ist für solch einen Titel mal wieder zu vernachlässigen, denn sie handelt von dem Kampf der Menschen gegen die dämonisch beeinflussten Bears des Chaos. Es herrscht Krieg und da müssen nunmal Menschen bzw. Dämonen fallen. Spannend? Iwo. Mittel zum Zweck? Genau so siehts aus.

Knallharte rundenbasierte Action

Während die meisten Spiele, die diesen Namen tragen ganz normale RTS waren, so ist Squad Command eher rundenbasierte Action, wobei die Strategieelemente natürlich die Oberhand haben, denn man hat nur eine bestimmte Anzahl an AP (Aktionspunkte), welche wiederum durch Bewegungen und Aktionen verbraucht werden. Mit seinen rund fünf bis sechs Mann wird man gegen eine ganze Horde von Gegnern kämpfen müssen, die eure Fähigkeiten und Nerven des Öfteren hart auf die Probe stellen werden.

In den 15 Missionen der Kampagne wird man nicht wirklich viel Abwechslung geboten bekommen, denn im Grunde wird man immer nur dasselbe machen und ein Ziel ist immer: „Schalten Sie den Kommandanten aus.“. Allerdings wird fadenscheinig behauptet, es gäbe irgendwelche Depots, Waffenlager oder ähnliches zu zerstören. Zwar gibt es schon einen Reiz eben jene Lager zu vernichten, allerdings ist man viel mehr damit beschäftigt, mit den Feinden klarzukommen. Und sofern man die Kampagne in einem Schwung durchspielt, benötigt man ca. sechs Spielstunden, da aber der Schwierigkeitsgrad verdammt hoch angesetzt ist, wird man locker mehr als zwölf brauchen (unsere Spieldauer betrug 17 ½ Spielstunden). Zusätzlich gibt es noch einen netten Mehrspielermodus, welcher neun Maps beinhaltet. Außerdem wird Gamesharing unterstützt, wodurch euer Kollege keine UMD braucht und man so gegeneinander bzw. miteinander spielen kann – praktisch.

Die Steuerung des Spiels ist denkbar einfach: Mit dem Steuerkreuz könnt ihr die Marschroute euer Mannen (oder alle gleichzeitig, wobei das leider nicht immer so ganz den Wünschen gemäß funktioniert) bestimmen oder auf einen Feind zielen. Dann ändert sich das Interface und ihr seht den Pointer sowie die Reichweite. Ist die Pointerreichweite rot, dann solltet ihr möglichst viele AP benutzen, um überhaupt zu treffen. Bei grünem Licht, wofür man aber fast Handschüttel-Kontakt haben muss, reichen auch die 4 AP Mindesteinsatz für die normale MG. Je weiter ihr im Spiel voran kommt, desto stärkere Waffen werdet ihr auch bekommen. Dennoch muss Vorsicht gewaltet werden, denn je stärker die Wumme, desto mehr AP wird sie für eine Aktion verbrauchen. So eine Plasmakanone verbraucht 8AP, fügt jedoch über 200 Schaden zu. Alle Einheiten besitzen neben den AP auch noch Lebenspunkte, auf die man achten muss, denn es ist Unsinn Männer vorzuschicken, die wenig Leben haben, denn die Feinde, sofern sie am Zug sind, treffen verdammt gut und da können schon locker bis zu 200 Schadenspunkte zusammenkommen (und wenn man bedenkt, dass die meisten im Schnitt 235 LP haben, dann wird das kritisch). Sehr schön ist jedoch, dass alle Waffen unterschiedliche Radien haben, in denen sie wirklich wirkungsvoll sind. Dadurch wird man immer abwägen müssen, welche Waffe und welcher Soldat nun wirklich Sinn macht.

Ist ein Zug beendet, greifen die Feinde an und das wird nicht zu knapp aussehen, denn sie haben so einiges auf dem Kasten. Wenn ihr Select drückt, wird die strategische Karte eingeblendet, auf der alle Bewegungen eurerseits und der der Feinde dargestellt werden. Damit kann auch schön geplant werden, weil alle Feinde im Sichtradius der Einheiten gesehen werden. Das Ziel wird mit einem roten Kreis umrandet. Vor einer Mission sollte jedoch eine gute Auswahl getroffen werden, welche Sekundärwaffe mitgeschleppt wird. Anfangs kann man nur zwischen einer oder zwei wählen. Auch die Einheitentypen sind anfangs auf Scout und Space Marine beschränkt. Hernach kommen viel mehr dazu, die es wirklich in sich haben.

Das Leveldesign wirkt stimmig und kann mit relativ abwechslungsreichen Orten überzeugen. Schade ist nur, dass man spätestens nach dem sechsten Level alles gesehen haben wird, was es zu sehen gibt. Dann wiederholt sich alles irgendwie und Ernüchterung macht sich breit. Als Entschädigung dafür können alle Gegenstände im Spiel zerstört werden – einfach schießen und abwarten, was passiert. Dadurch können vermeintliche Deckungen ganz schnell zur üblen Falle werden. Meine liebste Strategie war es:  Space-Marine vorschicken, eine dicke Wand einreißen und mit dem Scout zwei Mal draufhalten – der Gegner war erledigt.

Technisch ganz okay

Während die Grafik des Spiels auf einem durchaus passablen Niveau ist, kann die Sprachausgabe ja so gar nicht überzeugen. Im Grunde ist es ja löblich, dass alles deutsch synchronisiert wurde, aber die Sprecher sind so miserabel gewählt, dass ich wirklich Schreikrämpfe bekomme. Auch die Hintergrundmusik will mich einfach nicht fesseln, weswegen eine halbwegs gute Atmosphäre gar nicht erst entsteht. Bei der Grafik sieht das wie gesagt ganz anders aus, denn hier sehen die Texturen ganz fein aus und die Explosionen machen schon was her. Nur die Charaktere wirken etwas kantig.

So testen wir!



Warhammer 40.000: Squad Command ist ein durchaus solides Strategiespiel für die PSP, das zwar nicht wirklich berauschend, aber immer gut für eine Stunde ist, sofern die Nerven mitspielen, denn der Frustfaktor ist ziemlich hoch angesetzt. Trail & Error sind hier völlig normal, weswegen ein Gelingen der Mission erst ab dem dritten oder gar vierten Versuch möglich ist. Wen das nicht stört, der wird ganz bestimmt seinen Spaß haben.
15 Missionen & 9 MP-Aufgaben
Gamesharing
Zahlreiche Waffen und Skins
Gut funktionierende Steuerung
Zerstörbare Objekte
Dual-Screens werden gut genutzt (DS)
Viel zu schwer
Im Prinzip ein sehr kurzes Spiel
Spielprinzip ist im Grunde sehr monoton
Schwache Story


Spielspaß gut Auszeichnungen
Gameplay gut keine
Grafik gut
Sound befriedigend
Umfang sehr gut
Multiplayer gut

Gesamt (PSP/NDS)



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