Infos zum SpielWar Front: Turning Point
Wertung
Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Mehrspieler:
Positiv
negativ
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War Front: Turning Point SpieleberichtWar Front: Turning PointWar Front: Turning Point
Wenn ein Strategiespieler oder generell ein Spieler das Wort „Zweiter Weltkrieg“ hört, klingeln meistens die Alarmglocken, es kommen Sprüche „Kennt man doch alles schon“ oder „Nicht schon wieder“. Das waren auch die ersten Worte bei uns in der Redaktion, als wir den Titel vor gut 1 ½ Wochen erhalten haben. Warum sich das Blatt aber bis hin zum Award gewendet hat, lest ihr im Test – viel Spaß!Stopp! Bei War Front handelt es sich ja gar nicht um ein WWII-RTS, sondern um ein Post-WWII-Szenario, wenn ich diese Wortneuschöpfung so nennen kann, denn Hitler ist schon länger nicht mehr und London gehört seit über 1000 Jahren den Deutschen, die aber nach wie vor von rechten Kräften geleitet werden. Darüber hinaus sind deren Einheiten durchaus sehr futuristisch angehaucht und die Amerikaner mussten eine bittere Niederlage im Kampf mit den deutschen einstecken. Nun soll aber die Vernichtung der Nazis beginnen, damit die Welt wieder heile wird. Das Szenario ist neu, die Ideen wirken aber weniger frisch, wie man auf den ersten Blick vermuten mag. Dennoch haben wir es hier mit einem durchaus gelungenen Titel zu tun, der viele Parallelen zu Command & Conquer: Generals aufweist. Schnelle Action – typische Kampagne Die Kampagne ist zweigeteilt und läßt sich einerseits auf Seiten der Amis durchforsten oder ihr schlagt euch als deutscher Held durch die einzelnen Missionen. Im Mehrspieler kann man noch zusätzlich die Russen spielen, die in der Einzelspielerkampagne hier und da auch noch vorkommen, aber selbst nicht gespielt werden können. Die Missionen sind aber nie wirklich spannend oder bieten großartige Wendungen. Auch die Missionsziele sind immer dieselben: Bewegt euch von Punkt A zu B, baut dort eine Basis auf, verteidigt diese und macht nebenbei noch den Gegner fertig. Mehr ist es meistens nicht, aber so wirklich störend wirkt sich das – auch wenn es monoton auf die Dauer werden kann – aufs Spielprinzip nicht aus. Das kommt daher, weil man es ständig mit angreifenden Gegnern zu tun hat. Der Anfang funktioniert genau wie im oben genannten Vorbild von War Front: Ihr habt ein Baufahrzeug mit dem ihr euch zunächst einige Kasernen und Waffenfabriken erschafft (bei den Deutschen müsst ihr zusätzlich noch Kraftwerke bauen, die Amis brauchen das nicht) und lasst nebenbei die Transporter das Geld aus nahe gelegenen Reservoirs holen. Mit dem erwirtschafteten Geld könnt ihr euch Einheiten im Akkord bauen, wofür es sowohl bei der Infanterie als auch bei den Panzern eine „immer bauen“-Funktion gibt – schöne Automatisierung, durch die man eine Sorge weniger hat. Die Bauschleife hört erst dann auf, wenn ihr das Truppenlimit (können 80 Einheiten oder auch mal über 100 sein) erreicht ist. In der Kaserne könnt ihr zusätzlich noch ein Upgrade für eure Soldaten erforschen, wodurch sie Bohrstationen einnehmen können (feindliche Gebäude selbstverständlich auch), wofür ihr zusätzliches Geld erhaltet. Kommen wir langsam zu den guten wie auch schlechten Sachen an War Front: Richtig gut ist die gegnerische KI sowie das sehr ausbalancierte Spielsystem, welches das berühmte und auch perfekte Schere-Stein-Papier-Prinzip benutzt. So sind die deutschen Panzer die stärksten, die US-Luftwaffe hingegen macht mit allen anderen Einheiten kurzen Prozess, während die Russen im Mehrspieler eher auf ihre Infanterie setzen. Panzer sind generell leichter mit Bazooka-Infanteristen zu besiegen, wobei die deutschen Panzer wirklich ein dickes Fell haben und sich auch mit denen nicht allzu leicht besiegen lassen. Darüber hinaus hat jede Nation eins bis maximal drei Helden zur Verfügung, die über jeweils verschiedene Fähigkeiten verfügen. So kann Lynch, der Hauptheld der Amis zum Beispiel seinen Granatenwerfer effektiv gegen die Gegner nutzen. Das Rangsystem der Einheiten muss nicht erklärt werden, da es identisch mit dem aus C&C: Generals funktioniert. Die Gegner-KI ist stark und greift euch permanent mit allem an, was ihnen zur Verfügung steht. Es reicht also nicht aus sich nur ganz billig zu verbarrikadieren, hier bedarf es deutlich mehr Einheiten. Die Leerlaufphasen wie in vielen anderen RTS sind nicht gegeben, weil man es hier mit permanenter Action zu tun hat, die vor allem im Mehrspieler so richtig gut zur Geltung kommt. Apropos KI, die eigenen Einheiten sind leider etwas dumm, finden sie immer wieder mehr als nur einen gemeinsamen Weg zum Ziel, weswegen man sich nicht wundern sollte, wenn die Hälfte der Einheiten auf dem Weg kurzerhand aufgerieben wird. Darüber hinaus finde ich die Egoshooter-Sicht der einzelnen Kanonen vollkommen überflüssig, auch wenn es vielleicht als nettes Gimmick gemeint gewesen ist. Im Kampfe wird sich das aber als eher weniger nützlich erweisen. Ansonsten bliebe noch die etwas schwache Missionsvielfalt als Contra im ansonsten sehr guten Strategie-Hit zu erwähnen. Technisch fast makellos Grafisch kann man am Titel eigentlich fast nichts aussetzen. Lediglich die teilweise sehr unbelebten Städte sowie matschige Texturen aus der Nähe hinterlassen einen etwas trüben Eindruck. Der Rest allerdings, vor allem die Explosionen, sind einfach eine Wucht. Es gibt so viele verschiedene Explosionsarten, die immer von der jeweiligen Einheit abhängen. Darüber hinaus sehen viele Effeke, wie zum Beispiel die Explosion der Atombombe, sehr gut aus und machen so einiges her. Durch sehr schick in Szene gesetzte Zwischensequenzen wird die Story weitererzählt und außerdem wird den handelnden Charakteren zusätzlich Leben eingehaucht. Die Synchronisation ist durchweg gut, auch wenn es manche Stellen gibt, an denen die Synchronisanten etwas mehr Leidenschaft hätten reinbringen können. Ansonsten aber kann man sich in diesem Punkt ebenso wenig beklagen, wie bei der Grafik. Die Hintergrundmusik geht über weite Teile vollkommen in Ordnung.
Kommentar (AS) : Hui! Ein erfrischendes Konzept, durchgehende Action und eine Prise Taktik – so hat es der schnelllebige RTS-Fan doch eigentlich gern! Zwar wird die Solokampagne auf Dauer etwas eintönig, hält den Spieler aber wegen der an sich starken KI immer bei Stange und läßt nicht allzu viele Fehler zu. Dafür passieren diese leider bei der eigenen KI, denn die Soldaten sind etwas dümmlich und finden einfach keinen gemeinsamen Weg. Wer aber trotzdem gerne RTS spielt und sich die Zeit mit guter, ausbalancierter und spaßiger Kriegskost füllen will, der wird mit „War Front: Turning Point“ sehr gut bedient werden!
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