Infos zum SpielThe Chronicles of Spellborn
Wertung
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Gameplay:
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The Chronicles of Spellborn SpieleberichtThe Chronicles of SpellbornThe Chronicles of Spellborn
World of Warcraft: Wrath of the Lich King, Warhammer Online: Age of Reckoning, Age of Conan – der MMORPG-Markt ist derzeit dicht besiedelt und wird klar von Blizzard dominiert. Gerade kurz nachdem sie das zweite Addon zum unglaublich beliebten World of Warcraft veröffentlicht haben, taucht Frogster mit The Chronicles of Spellborn auf, das zwar immer irgendwie schon im Gespräch war, angesichts der großen Konkurrenz aber nie so wirklich ernst genommen wurde. Hat der Titel Potential zum Geheimtipp oder prallt er auch an den Toren Orgrimmars ab, so wie schon viele vor ihm?Postapokalypse als Online-Rollenspiel? Nein, um ein Fallout Online handelt es sich hier leider nicht, auch wenn ich dafür wahrscheinlich meine Seele verkauft hätte. Stattdessen bleibt es genretypisch mystisch und dämonisch. Vor dem Untergang der Welt war die Menschheit bereits eine versklavte Rasse, die den dämonischen Vhelgar diente. Überwacht wurden die Menschen von den Daevi, ein von den Vhelgar erschaffenes Dienervolk. Trotz höhergestellter Position erhielten die Daevie jedoch die selbe Behandlung wie die Menschen, weswegen diese schon bald ein geheimes Bündnis schlossen, um der Herrschaft der Vhelgar ein Ende zu setzen. Nach erbitterlichen Kämpfen und einer gewaltigen Schlacht gegen die Vhelgarkönigin Satanamura gelang es den ehemaligen Diener, ihre Meister zu stürzen und den Altar der Unsterblichen zu zerstören, um sich so aus ihrer Sklaverei zu befreien. Durch die Zerstörung des Altars besiegelten sie jedoch auch das Schicksal der Welt. Ein gewaltiger Magie-Sturm schloss alle Lebewesen in Eis ein und neben dem „Reich der Acht Dämonen“ auch die gesamte Welt verwüstete. Ein neuer Anfang Jahrhunderte später hat sich das Leben wieder erholt. Riesige Gesteinsbrocken schweben im sogenannten Deadspell umher und bieten einen Ort für neues Leben – einen Ort für die Spellborn. Eine tolle Geschichte, nicht wahr? Schade nur, dass ich den Großteil davon durch das Handbuch erfahren habe, eine einleitende Intro-Sequenz gibt es nicht. Wenigstens erfahrt ihr mehr Details zur eigentlichen Story im weiteren Spielverlauf. Doch wie jedes MMORPG beginnt auch Spellborn erstmal mit der Charaktererstellung. Auch hier gibt sich der Titel erstmal recht minimalistisch. Zwei Rassen, Menschen und Daevi, stehen zur Auswahl – spielerische Unterschiede gibt es nicht und ein muskulöser Daevi ist genauso stark wie eine schmächtige Menschendame. Ist die Wahl erstmal getroffen, müsst ihr euch für eine der drei Oberklassen, den Archetypen, entscheiden, die ab Level 5 dann nochmal jeweils drei verschiedene Spezialisierungen ermöglichen. So kann der Schurke zum Trickser werden oder sich der Magier auf die Runenmagie spezialisieren. Bevor es jedoch endlich losgeht, dürfen wir uns, mit etwas Überraschung, gehörig einkleiden. Dabei bleibt es jedoch nicht beim simplen Hemd und einer Dreiviertel-Hose – nein, Spellborn geht weiter und lässt uns Rüstungen, Helme, Beinschützer, ja sogar die Waffen bereits im Vorfeld aussuchen. Kleine Ernüchterung für Leute, die bereits andere MMORPGs gespielt haben: Keiner dieser Gegenstände hat Einfluss auf euren Charakter und es gibt auch keine Beschränkungen. Magier mit Plattenrüstungen und Zweihand-Äxten – etwas, das so nur in Spellborn möglich ist. Was mir als Magie-Fan jedoch sofort aufgefallen ist – es gibt keine Stäbe! Ganz ehrlich, für mich gehört zu einem Magier ein großer Stab, von mir aus noch mit irgendwelchen leuchteten Verzierungen, aber egal wie, ein Stab für Magier ist meiner Meinung nach Pflicht! Aber gut, nehm ich mir halt den zweischneidigen Schädelspalter, ist ja spielerisch sowieso egal. Glücksrad Es scheint als will Spellborn alles anders machen. Das fängt bei der Charaktererstellung an und geht beim Kampfsystem weiter, das uns zu Beginn des Spiels außerhalb der schönen Stadt Hawksmouth anhand von ein paar Trainingspuppen beigebracht wird – die „freiwilligen Rekruten“ sind nämlich leider nicht aufgetaucht. Man kennt es von World of Warcraft und Co. Eine breite Skill-Leiste mit verschiedenen Fähigkeiten, die einer bestimmten Ziffer auf der Tastatur zugeordnet sind. Auf Knopfdruck wird der jeweilige Spell gecastet oder der Angriff ausgeführt, sofern ein Ziel ausgewählt und in Reichweite ist. Spellborn bietet jedoch einen anderen Ansatz und präsentiert uns ein rundes Skill-Deck, das sich nach jeder ausgeführten Attacke einen Platz weiterbewegt. Anfangs mag das noch recht unwichtig sein, da euch noch nicht so viele Fähigkeiten zur Verfügung stehen, um dieses Skillrad vollständig auszunutzen. Später jedoch muss man sich genau überlegen, welche Kombinationen man an welcher Stelle des Rads platziert, sonst kommt man schnell ins Straucheln und bleibt auf den Cooldowns sitzen. Auch wichtig – und das macht das Kampfsystem sehr dynamisch – ist euer Zielvermögen. Schläge und Zauber treffen nämlich nur, wenn ihr ihr euren Gegner anschaut bzw. mit der Maus anvisiert. Während man im PvE nach einer Weile den Dreh raus und das Angriffsmuster der Gegner erkannt hat, geht es im PvP ordentlich zur Sache und ihr weicht aus, tänzelt um euren Gegner herum und versucht dabei auch noch, zu treffen. Ob dieses System gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden, denn während ich früher in World of Warcraft schön entspannt im Dauertakt „1“, „1,“, „1“, „1“, „1“ und so weiter drücken konnte, um meinen Frostbolt zu casten, muss ich hier ständig voll bei der Sache sein, um bestehen zu können. Habt ihr Level 5 erreicht, könnt ihr euch, wie vorhin schon erwähnt, für eine von drei Disziplinen entscheiden. Zudem kommen gleichzeitig sogenannte Körperfelder hinzu, die mit diversen Items gefüllt werden wollen, welche euren Charakter auf verschiedene Art und Weise für eine gewisse Zeit verbessern. Wer suchet, der findet Auch beim Quest-Design hebt sich Spellborn stark von der Konkurrenz ab. Während ihr in anderen MMORPGs oft nur einen Blick auf die Karte werfen müsst, ist hier besonders Lesen angesagt. Im Quest-Text wird euch nämlich oft nur per Richtungsangaben verraten, wo eurer Questziel ist. „Nördlich von hier“ mag zwar noch relativ klar sein, doch hin und wieder entpuppen sich simple „Finde Gegenstand X“-Quests als richtige Rätsel, in denen ihr euren Kopf einschalten müsst – oder im Chat nach der Lösung fragt. Mit Level 10 wartet dann die nächste große Entscheidung für euch. Hier dürft ihr euch nämlich für eines der fünf Hohen Häuser in Spellborn entscheiden, die als „Enklave der Fünf Opfer“ die Regierung darstellen. So eröffnen sich dann lange und auf das jeweilge Haus eingestimmte Questreihen, wodurch auch ein zweiter und dritter Charakter durchaus seinen Reiz hat. Hat man einmal den Maximal-Level 50 erreicht, dreht sich letztendlich alles nur noch um die Jagd nach Siegeln, die ihr in eure Ausrüstung stecken und diese somit mit diversen Boni aufwerten könnt. So werden Cooldowns heruntergesetzt oder der Schaden von diversen Attacken erhöht. Sehr eigener Look Grafisch stellt der Titel oft ein zweischneidiges Schwert dar, denn während die Städte und einige Landschaften wundervoll gestaltet sind und voller Details strotzen, gibt es auch viele Landstriche, die sehr karg und trostlos aussehen. Auch die Charaktere überwältigen nicht unbedingt mit ihrer Polygonanzahl und sehen insgesamt noch zu eckig aus. Das Design der jeweiligen Rassen... nun... es ist Geschmackssache. Wem eher unrealistische Proportionen, Schultern so breit wie ein Schwert und dicke Oberarme zusagen und die irgendwie zu großen Gliedmaßen nicht stören und wer sich mit den Daevi anfreunden kann, die besonders durch ihre eigenartigen Beine auffallen, wird hier sicher seinen Spaß haben – mit normalen Menschen, wie man sie aus WoW oder Age of Conan kennt, ist das aber weniger zu vergleichen. Dafür sehen besonders die Spells – und das gefällt mir als Magier wieder sehr gut – ziemlich hübsch aus und bieten ein schickes Effektfeuerwerk. Insgesamt kann man sagen, dass die Grafik „O.K.“ ist und die Entwickler noch viel aus der relativ alten Unreal 2.5 Engine rausgeholt haben. Soundtechnisch weiß der Titel vor allem durch die Hintergrundmusik zu gefallen, die von Jesper Kyd komponiert wurde. Wer das ist und was er sonst so gemacht hat? Hört euch mal die Soundtracks Kane & Lynch, Assassin’s Creed oder Hitman an. Weniger schön ist, dass viele Texte noch nicht übersetzt sind und besonders NPCs, die nur zur Zierde dastehen und keine weitere Bedeutung haben, anscheinend nur englisch sprechen. Hier haben die Entwickler von Spellborn International aber bereits Abhilfe versprochen – und auch schon teilweise geleistet. Viele Quest-Texte wurden bereits übersetzt und auch sonst arbeitet man stets unter Hochdruck daran, möglichst viele Fehler auszubessern. Worüber ich mich persönlich sehr freuen würde, ist ein Intro, dass die Story ein wenig erzählt und vor allem ein vernünftiges Tutorial zu Beginn des Spiels, denn im Moment ist der Einstieg noch recht kompliziert, was nicht zuletzt an den zahlreichen Innovationen liegt, die Spellborn zwar von gewöhnlichen MMORPGs abhebt, gleichzeitig aber auch unnatraktiv für unerfahrene oder ungeduldige Spieler machen. 0 KommentareDein Kommentar: |
