Infos zum Spiel


The Chronicles of Spellborn

Entwickler: Khaeon Games
Publisher: Frogster Interactive
Erscheinungsdatum: 1. Quartal 2008
Genre: Online-Rollenspiel
Plattformen: PC

The Chronicles of Spellborn Spielebericht


The Chronicles of Spellborn

The Chronicles of Spellborn - GC-Preview

MMORPGs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und auch Spellborn ist da keine Ausnahme, bringt aber eigene Ideen ins Genre, die ziemlich auffrischend und auf den ersten Eindruck ziemlich cool wirken.

Fangen wir erstmal ein wenig trocken an. Die erste Levelgrenze wird bei Level 50 sein, danach müsst ihr auf neue Updates oder sogar AddOns warten, wobei mir die Entwickler hier noch keine endgültige Aussage machen konnten, ob man die Levelgrenze durch Updates oder AddOns erhöhen wird. Vor jedem Spiel wird man seinen Charakter erstellen können, wobei man hier eine riesige Auswahl an Parameter hat, um seinen Charakter absolut individuell darstellen lassen zu können. Sei es eine dicke, weibliche Person oder dasselbe in dünn. Darüber hinaus könnt ihr euch für eine von acht Stimmen sowie für coole Tatoos oder andere Bemalungen entscheiden. Des Weiteren könnt ihr euren Charakter schon vorab mit ordentlich aussehender Ausrüstung ausrüsten. Weiterhin könnt ihr aus drei Klassen, den Mages, Rogues und Warriors wählen, dessen Fähigkeiten, von denen ihr am Anfang nur zwei haben werdet, ihr im Laufe des Spiels immer weiter ausbauen und verbessern könnt. Derzeit zählt das MMORPG schon mehr als 1000 Quests, wobei ich hier auch sagen muss: Eine Hauptquest kann sich in satte 40 Einzeleile aufteilen, die ihr nacheinander absolvieren müsst, um die Story voranzutreiben.

Prinzip ähnlich WoW

Wenn man allen MMORPGs, die nach WoW erschienen sind, einen Vorwurf machen kann, dann ist es der, dass sich keines mehr was neues getraut hat und alle nur eine Blindkopie von WoW waren und noch immer sind. Der Erfolg dieser Spiele war meistens gar nicht vorhanden, es verschwand schon kurz nach Release von der Bildfläche. Auf den ersten Blick gehört Spellborn auch zu dieser Gattung Spiel, die nur zur Eintagsfliege taugen, weil man oben rechts eine Minimap mit etwaigen Zielen sieht, links oben befindet sich eure Statusleiste, unten links steht der Chat sowie das Kampflogbuch und unten rechts findet ihr Hotkeys für eure Skills. Das Interface stimmt also in so ziemlich jedem Punkt mit WoW überein, aber sobald man schon ein Blick auf die Items und dann einen weiteren Blick auf das Skillsystem wirft, sieht man die deutlichen Unterschiede.

Eure Ausrüstung wird keinerlei Statuswerte haben, die Kleidung wird einen rein kosmetischen Zweck haben, der nur darin besteht, sich von anderen Spielern zu unterscheiden. Die Gegenstände an sich haben aber ihre Levelgrenzen. Level 1 Spieler werden ganz sicher nicht die Ausrüstung tragen, die ein Level 50-Spieler tragen wird. Ob diese höhere Levelgrenze für die Ausrüstung einen Unterschied macht? Ja und nein, denn an sich ist es egal, was man trägt, es kommt nur auf den Skill an. Und damit kommen wir auch direkt zu den Skills. Zunächst gibt es hier ein so genanntes Skillbook, wo alle eure Fähigkeiten aufgelistet werden. Auf der anderen Seite gibt es ein Skilldeck, welches aus Rädern besteht und in jeder Reihe eines solchen Rads bzw. Würfels befinden sich sechs freie Slots, die ihr mit den Fähigkeiten aus dem Skillbook füllen könnt. Dies passiert ganz einfach durch Drag & drop. Ihr klickt eine Fähigkeit an, haltet die Maustaste gedrückt und zieht sie auf die Stelle im Rad/Würfel. Von diesen Würfeln gibt es noch einige mehr, nicht nur einen und das führt uns automatisch zum Kampfsystem, denn auch das ist ein wenig anders als in handelsüblichen MMORPGs.

Ihr habt nämlich ein Fadenkreuz, das bei grauer Umrandung kein Ziel hat und wenn es sich rot verfärbt, habt ihr einen Feind im Visier. Es ist wichtig, dass ihr den Gegner immer im Fadenkreuz habt, denn wenn ihr das nicht gewährleisten könnt, kann es passieren, dass ein Angriff einfach so ins Leere geht. Ihr wählt im Kampf einen Skill aus und es werden die Würfel geworfen, denn dann entscheidet sich, welchen Angriff ihr wirklich ausführen werdet. Schien ganz gut zu funktionieren, aber wirklich viel wurde uns vom Kampf an sich leider nicht gezeigt. Für die Gefechte nicht ganz unwichtig werden ganz sicher die Runen sein, die man nach 10 Levels bekommt und dann auf seine Waffe montieren kann. Wechselt ihr die Waffe gegen eine andere aus, könnt ihr die Runen der alten Waffe herausnehmen und in der neuen problemlos einsetzen.

Apropos Waffen. The Chronicles of Spellborn hat ein noch cooleres Feature auf Lager. Sollte eure Waffe mal kaputt sein, weil sie sich abgenutzt hat, dann könnt ihr in einen bestimmen Shop gehen und euch dort ein Rezept geben lassen, wie ihr eben diese Waffe mit Rohstoffen zurückerlangen könnt. Durch diese Art Schmiedekunst kann man auch ganz andere Waffen erstellen, hierbei ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Und noch eine kleine Info am Ende: Es wird PvP geben, aber nur an bestimmten Orten im Spiel, zum Beispiel in Arenen.

Grafisch auf dem MMORPG-Thron

Es ist kein Wunder, dass die Grafik von Spellborn momentan zur Spitze gehört, denn die Engine ist die Unreal Engine 2.5, also eine aufgebohrte Unreal 2-Engine, die vom Egoshooter- auf das Rollenspielgenre übertragen worden ist. Die Bodentexturen wirken durch die Bank solide, die Effekte sind nett anzuschauen und auch die verschiedenen NPCs sehen gut aus. Außerdem gefiel mir der Stil des Spiels sehr, denn die Engine wurde ein wenig in den Zeichenstil übertragen, wodurch der Look des Spiels auf jeden Fall einzigartig ist und man auf den ersten Blick nicht die Unreal 2-Engine vermutet.


Eines muss man den Entwicklern lassen: The Chronicles of Spellborn ist ein erfrischender Wind im angeschlagenen MMORPG-Genre, denn das Skillrad im Kampf und bei der Verteilung der Skills sowie die anderen beschriebenen einzigartigen Features machen Spellborn zu keinem billigen WoW-Abklatsch, sondern zu einem ambitionierten, anscheinend richtig guten Spiel. Wollen wir hoffen, dass die Qualität des Spiels weiterhin so hoch ist wie sie es in der Präsentation gewesen ist. Sofern dann noch genug Spieler in den großen Städten unterwegs sind, dürfte Spellborn zu einem ernsten Konkurrent zum Genrekönig World of Warcraft werden!

Ersteindruck

  gut  (Wertung zwischen 70 und 84% möglich)

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