Infos zum Spiel


saints row 2

Entwickler:
Publisher:
Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
Plattformen:

Wertung


Grafik: 67 %
Sound: 87 %
Gameplay: 80 %
Steuerung: 80 %
Mehrspieler: 74 %

Positiv


  • gelungene Hauptstory
  • zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten
  • professionelle englische Sprachausgabe
  • spaßige Aktivitäten
  • viel Humor
  • gelungener Koop-Modus
  • viele Mehrspieler-Modi

negativ


  • häufiges Tearing
  • viele Grafik-Bugs
  • Stilwater wirkt etwas trist
  • Framerate-Einbrüche

saints row 2 Spielebericht


saints row 2

Saints Row 2

Saints Row 2

Die 3th Street Saints sind wieder zurück. Nahezu exakt zwei Jahre nach ihrem Debüt auf der Xbox 360, feiern die Saints ihre Wiederkehr in der fiktiven US Metropole Stilwater, um wieder ihre Gegner aus dem Weg zu räumen. Nach dem explosivem Ende des Erstlings muss die „Lila-Gang“ so schnell wie möglich wieder zusammen finden, damit der ganz große Coup gelingt. Doch diesmal seid ihr der Boss, ihr habt die komplette Verantwortung, ihr seid der denkende Kopf des Ganzen. Erstrahlt Stilwater im neuen Glanz?

Die gute alte Heimat


Es sind zahlreiche Monate vergangen, als euer Alter Ego langsam im Gefängniskrankenhaus zu sich kommt, nachdem ihr bei der fulminanten Sprengung im ersten Teil ins Koma gefallen seid und nur schwer erholen konntet. Bevor das Spiel allerdings in Fahrt kommt, dürft ihr euch euren eigenen virtuellen Gangster in einem sehr umfangreichen Editor erschaffen.


So bestimmt ihr über Geschlecht, Alter, Körperbau, Haarschnitt und Farbe, Gesichtstyp, Bartwuchs, Gangart, Stimme, Gestik und Mimik sowie unzählige Einstellungen.  Mit dem Editor könnt ihr euch demnach über Stunden hinweg beschäftigen, denn dieser ist mit Abstand der Umfangreichste, der je in einem Spiel eingebaut worden ist. Man kann so viele Einzelheiten bestimmten, das man schon fast erschlagen wird. Wem das alles zu stressig ist, der darf sein „virtuelles Ich“ auch per Zufallsprinzip erschaffen, was die wesentlich schnellere Methode ist.

Nachdem alles festgelegt worden ist, verhilft euch ein fremder Helfer zur Flucht aus dem Gefängnis, welche auch gleichzeitig als Tutorial genutzt werden kann. Nach einem actionreichen Einstieg in den zweiten Teil müsst ihr leider feststellen, dass die berühmte 3th Street Gang nicht mehr existiert und anderen Banden die Stadtviertel für sich beanspruchen. Somit ist eure Aufgabe klar. Baut die berühmte Gang wieder auf, zerstört eure Gegner, beansprucht die Stadt für euch und werdet zum größten Gangsterboss Stilwaters.

Genau wie im Vorgänger wird die Hauptstory in fünf unterschiedlichen Hauptsträngen unterteilt, die jeweils für eine der jeweiligen Gangs stehen. Auch hier ist es euch überlassen, welchen Storypart ihr spielen wollt. Doch das Hauptaugenmerk liegt wie immer auf den Respekt, den ihr euch durch die zahlreichen Aktivitäten, die in der Stadt verteilt sind, erarbeiten müsst. Erst dann könnt ihr weitere Missionen der Hauptstory beginnen.

Dabei gestaltet sich die Inszenierung der Geschichte rund um die Saints als sehr professionell und spannend. Es gibt hin und wieder überraschende Wendungen, die Kameraführung der Zwischensequenzen ist Kinoreif, die Animationen und Gestik sind super in Szene gesetzt und die englische Sprachausgabe ist über jeden Zweifel erhaben. Hier braucht sich das Spiel keineswegs vor der Konkurrenz aus dem Hause Rockstar zu verstecken.

Darüber hinaus bietet der zweite Teil auch wieder einen Mehrspielermodus, der die unterschiedlichsten Versus-Modi bereitstellt. Ihr könnt diverse Rennen austragen, oder mit bis zu 12 Spielern die Straßen mit allerlei Waffen unsicher machen. Hier knüpft das Spiel an den schon im Vorgänger guten Multiplayer-Part an. Neu hinzugekommen ist der Koop-Modus, indem ihr mit einem Freund die Metropole erkunden könnt.

Es gibt viel zu tun

Da Saints Row bekanntlich ein Sandbox-Spiel ist, welches sich besonders durch die offene Spielwelt bemerkbar macht, fallen selbstverständlich direkt haufenweise Parallelen zu Rockstars GTA-Reihe auf. Zwar versucht Entwickler Volition, sich von Niko Bellics aktuellem Abenteuer abzugrenzen, aber dennoch werden unfreiwillig Vergleiche gezogen. Doch widmen wir uns erst einmal den Aktivitäten in Stilwater, die mal wieder einiges zu bieten haben.

Schon im ersten Teil konnten die verstreuten Nebenaufgaben die Spieler für einige Zeit unterhalten. Demnach wurde dieses Spielprinzip auch in den zweiten Teil gepackt. So dürft ihr wieder an diversen Autorennen teilnehmen, Gebäude mit Gülle bespritzen, Arbeitskräfte von Zuhältern abwerben, Drogen schmuggeln, oder diverse Auto knacken.

 



Die jeweiligen Aktivitäten werden in sechs Level unterteilt, die bei jeder Steigerung an Schwierigkeit zunimmt. Als netten Nebeneffekt bekommt ihr Respektpunkte gutgeschrieben und schaltet zum Beispiel neue Fertigkeiten frei, die euch im späteren Verlauf des Spiels nützlich sein können. Wer nicht mehr weiß, was er mit seinem verdienten Geld anfangen soll, der kann selbstverständlich in Immobilien investierten und diese zu seinen persönlichen Domizilen hinzufügen, die wiederum individualisiert werden können. So könnt ihr die Räume der gekauften Häuser mit neuem Mobiliar ausstatten, um so dem Ganzen seinen persönlichen Touch zu verleihen. Wer keine Lust hat, sich weiter dem Spiel zu widmen, der kann sich virtuell vor dem heimischen TV setzten, alle Zwischensequenzen noch einmal anschauen oder auch im Videospiel, Videospiele spielen. Genial!

Konnte man im ersten Teil nur mit Autos und LKWs die Stadt erkunden, darf man auch nun mit Motorrädern, Booten und Jet Skis fahren, oder die Stadt auch per Helikopter erkunden.

Doch das ist noch längst nicht alles. Ihr könnt euch neu einkleiden, euch tätowieren lassen, Schmuck anlegen, neue Fahrzeuge erwerben, den Friseur besuchen oder euer kompletten Aussehen wieder umkrempeln. Wer dem Entdeckerdrang verfallen ist, der darf, wie im Vorgänger wieder die versteckten CDs suchen und Graffitis an bestimmten Stellen sprühen. Auch geklaute Autos können in der eigenen Garage geparkt und im späteren Verlauf des Spiels komplett getunt werden. Hier dürft ihr das komplette Aussehen bestimmen und eure Gangmitglieder durch die Straßen der Stadt fahren lassen. In der Tat bietet Saints Row 2 unendliche Möglichkeiten, die genutzt werden können, um sich so die Zeit zu vertreiben. Hierbei musste ich sogar erstaunlich feststellen, dass Saints Row 2 abseits der Hauptstory mehr Spaß bereiten kann, als GTA, was wirklich eine kleine Sensation ist. Das liegt aber auch daran, dass das Abenteuer in Stilwater bei weitem nicht so ernst bleibt, wie Grand Theft Auto in Liberty City und so teilweise durch seine Albernheit punktet.

Schön ist anders

Trotz aller spielerischer Freiheiten und Spaßbringer muss sich Entwickler Volition eingestehen, dass die Kulisse keineswegs mit aktuellen Titeln, ganz Geschweige denn mit Grand Theft Auto 4, mithalten kann. Stilwater wirkt einfach zu grob, zu steril, zu detailarm. Auch der Alltag in der Stadt kommt keineswegs an das virtuelle Leben in GTA ran, denn der Rockstar Titel wirkt sehr realistisch und lebendig, was hier nicht der Fall ist. Zwar gehen die Passanten auch in der fiktiven Stadt ihren eigenen Weg, holen die Regenschirme raus, wenn es regnet, sitzen auf Parkbanken oder verteilen Flyer, aber irgendwie fehlt die Tiefgründigkeit, welche beim Rockstar-Spiel vermittelt wird.

Neben der eher tristen Stadt, hat Saints Row 2 auch mit heftigem Tearing, Clipping und Framerate-Einbrüchen zu kämpfen, die zwar nicht unbedingt den Spielspaß mindern, aber sehr unschön wirken. Neben der schwachen Grafik gesellen sich auch die unterschiedlichsten Bugs dazu. So kann es passieren, dass Autos teilweise in den Boden versinken oder Menschen zur Hälfte in den Wänden und Mauern stehen.

Dafür kann der Titel soundtechnisch überzeugen. Die englische Synchronisation, sowie der abwechslungsreiche Soundtrack sind wunderbar und geben dem Spiel einen gewissen Flair von Professionalität. Besonders die Radiosender haben Einiges zu bieten. So könnt ihr zwischen Rock, Oldies, Klassik oder Hip Hop wählen. Die Radiosender kommen mit ihren Moderatoren zwar nicht an die der Konkurrenz heran, sind aber dennoch wirklich gut.

 


0 Kommentare


Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Dein Kommentar: