Infos zum SpielSacred 2: Fallen Angel
Wertung
Grafik:
Sound:
Gameplay:
Steuerung:
Mehrspieler:
Positiv
negativ
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Sacred 2: Fallen Angel SpieleberichtSacred 2: Fallen AngelSacred 2: Fallen Angel
Viereinhalb Jahre nach Sacred könnt ihr euch jetzt wieder in ein großes Action-Adventure von Ascaron stürzen. Zwei Warnungen vorweg, Securom und die vielen nervigen und teils massive Bugs sind mit von der Partie, Sacred 2 folgt also voll dem aktuellen Trend auf dem Spielemarkt. Warum es trotzdem ein super Spiel ist, lest ihr jetzt hier in meinem Testbericht.
Die Qual der Wahl Bevor die Monsterhatz beginnt müsst ihr euch erst mal für eine Klasse entscheiden. Ihr habt die Wahl zwischen 6 Charakterklassen (Dryade, Seraphim, Hochelfe, Inquisitor, Schattenkrieger und Tempelwächter) und zwei Kampagnen (der guten und der bösen), wobei sich letztere kaum voneinander unterscheiden. Die Klassen hingegen spielen sich sehr abwechslungsreich und jede Klasse hat ihre eigenen Reize, was den Wiederspielwert des an sich schon langen Spiels deutlich erhöht. Leider setzt man erstmal etwas Frust an, wenn man das Spiel erst mit dem Inquisitor und dann mit einer anderen Klasse bestreitet. Dann merkt ihr nämlich ganz schnell, dass diese Klasse absolut die stärkste ist - vor allem dank des Machtsog-Zaubers, mit dem der Inquisitor ganze Gegnerhorden einfach ummäht. Wenn man sich nun also entschieden hat, mit wem man welche Kampagne bestreiten möchte, fehlt nur noch der Name und schon kann es losgehen. Lange Charakteranpassung mit tausend Schiebern und Reglern wie Nasenlänge und Haarfarbe gibt’s bei Sacred 2 nicht, die Figuren sind vorgegeben. Eine kleine Sequenz leitet euch ins Spiel ein und die solltet ihr auch aufmerksam verfolgen, denn im weiteren Spielverlauf bekommt man die Story leider nur durch wenig spektakuläre Monologe, die aber immerhin schön vertont sind, erzählt. Neben den Hauptquests, die euch recht zügig durch die riesige Welt von Ancaria ziehen, gibt es Unmengen an kleinen Nebenaufträgen. Der Vorteil ist die Masse der Aufträge, so das Spielernaturen wie ich, die gerne alles erforschen und jede Aufgabe lösen, wirklich lange Spaß haben. Leider bringen die meisten der Quests nur Erfahrungspunkte und unnütze Gegenstände, wiederholen sich aufgrund ihrer Zahl im Laufe des Spiels und sorgen dafür, dass man teilweise so lange in Gebieten verweilt und Aufträge löst, bis man weniger als 10 Erfahrungspunkte für die Gegner bekommt. Hoch zu Ross In Sacred 2 könnt ihr schon recht früh im Spiel ein Pferd erwerben, was auch bitter nötig ist. Denn auf dem Pferd schlagt ihr nicht nur etwas kräftiger zu und habt erhöhte Verteidigungswerte, ihr seid vor allem schneller. Und das ist unerlässlich um die oft sehr langen Laufwege zu bestreiten. Insbesondere wer viele Nebenaufträge erfüllt, wird sein Pferd nicht mehr missen wollen. Praktisch dabei ist, dass man den Klepper per Tastendruck immer herbeipfeifen kann, außer in Dungeons. Leider ist diese Funktion auch ein Parade-Beispiel für die Bugs in Sacred 2. Manchmal erscheint das Pferd auch nach mehrmaligem Pfeifen einfach gar nicht und manchmal spawnt es auch in Gebäuden, selbst auf schmalsten Treppen - das ist unlogisch und stört die Atmosphäre. Wenn man das ganze allerdings nicht so eng sieht, ist es allerdings auch wieder lustig und passt zum Gesamtbild von Sacred 2. Ascaron nimmt sich hier nämlich selber nicht so ernst, so das ihr im Spiel sehr, sehr viele Anspielungen, Witzeleien und eine Menge schwarzen Humor finden könnt. So haben zum Beispiel alle Grabsteine interessante Einprägungen von mehr oder weniger lustigen Sprüchen wie „Auf Wiedersehen, Wanderer – Auch du wirst hierher wiederkommen“ bis zu Knallern wie „The Cake is a lie“. Der Hochpunkt für mich war erreicht, als mir ein Skelett in einem bitteren Zweikampf gegen mich ein „Hey, ich habe keine Heiltränke auf Space liegen, so wie du!“ entgegen warf. Dieser Humor im Spiel ist super und spiegelt sich in allen Dialogen, sowie im ganzen Spielaufbau wieder. So sind auch viele der Quests sehr lustig bis hin zum Quest-Höhepunkt, dem Blind-Guardian-Konzert, das man sich durch einige versteckte Nebenquests freispielen kann. Nach dem Konzert dürft ihr sogar die Instrumente der Band behalten und als Waffen verwenden.
Von Sammelsucht und Skill-Bäumen Die wichtigen Elemente eines Action-Adventures erfüllt Sacred 2 zur Gänze. Die Fertigkeiten der einzelnen Klassen sind wirklich abwechslungsreich und allesamt nützlich. So hat jede Klasse drei verschiedene Fertigkeitenbereiche in denen man sie ausbilden kann und natürlich, Sacred-typisch, die Möglichkeit, Combos aus mehreren Fertigkeiten zu erstellen. Des Weiteren könnt ihr mit jeder Klasse eine Gottheit wählen, die euch dann als Super-Fertigkeit zur Verfügung steht. So könnt ihr euch z.B. von Energiekugeln umgeben lassen, die Gegner verletzen und euch heilen oder einen großen Dämonen herbeirufen, der an eurer Seite kämpft (und sich nach einiger Zeit gegen euch wendet). Die Fertigkeiten sind dabei auch alle schön in Szene gesetzt und auch sonst ist Sacred 2 eine Augenweide. Dynamisches Gras, feine Schatten der Blätter in den Bäumen, knallbunte Effekte, saubere Texturen und sehr schöne Waffen und Rüstungen. Hier hat Ascaron wirklich viel Liebe ins Detail gesteckt. Die frei dreh- und zoombare Kamera ist hier zwar nützlich zum Betrachten der schönen Landschaft, leider aber oft umständlich und etwas fummelig zu bedienen. Die Grafikpracht ist leider auch der Grund dafür, dass ihr kein Test-Video zu Sacred 2 bekommt, da mein Rechner es einfach nicht hinbekommen hat, flüssige Bilder von diesem Effektfeuerwerk zu machen. Doch ihr werdet sicher nicht all eure Zeit in Sacred damit zubringen, euch die schöne Grafik anzusehen. Denn schon nach wenigen Minuten in Ancaria hat euch die Sammelsucht gepackt. Die Items sind super, es gibt sehr viele verschiedene Waffen und Rüstungen mit sinnvollen Attributen und die Drop-Rate ist gut gewählt, so dass sich die Sucht-Spirale direkt entfaltet und man ihr nur schwer entkommen kann. Nehmt euch also eure Zeit für Sacred. Erst das Spiel einmal durchspielen, dann nochmal mit allen Nebenquests, dann nochmal mit einer anderen Charakter und dann noch etwas die schöne Welt bestaunen, der Musik und den Gesprächen lauschen und schon ist Weihnachten.Hört, hört Der Sound von Sacred 2 muss sich auch nicht verstecken. Auch wenn nur die wichtigen Dialoge (wobei ich besser Monologe schreiben sollte, denn der Held sagt außer einigen zynischen Kommentaren beim Kämpfen nichts) vertont sind, und die Bewohner von Ancaria sich zwischendurch unterhalten und nett grüßen, baut sich schnell eine gute Atmosphäre auf. Die Musikuntermalung ist sehr gut gelungen und passt sich dem Geschehen an. Leider passt die Musik aber nicht immer und hakt manchmal - einer der vielen Bugs des Spiels. Mit dem Multiplayer kann Sacred 2 diesmal deutlich besser punkten als Sacred. Denn da könnt ihr deutlich bugfreier als noch im ersten Spiel auf die Monsterhatz gehen. Dabei gibt es die Möglichkeit mit Freunden die Kampagne im Koop durchzuspielen. Leider ist das etwas zu einfach, da die Gegner nicht wirklich merkbar stärker werden. Aber vor allem gegen Ende des Spiels ist es mit Freunden deutlich lustiger, da dann der kleine Motivationsmangel fehlt, der auftritt, wenn man alleine spielt und sich allmählich alles wiederholt. Mit mehreren Leuten ist es deutlich weniger monoton. Monoton sind auch die Gegner. Es gibt zwar wirklich viele verschiedene Gegnertypen, die sich auch spielerisch voneinander unterscheiden, aber für eine so große Welt wie Ancaria ist es immer noch nicht genug. So sind viele Gebiete mit denselben Gegnern bestückt und ihr lauft oft lange gegen dieselben Feinde an. Gestorben? Laufen! Sacred 2 nutzt ein Speichersystem mit Speicherpunkten. Es gibt in der ganzen Welt sogenannte Seelensteine. Die könnt ihr aktivieren und dann erscheint ihr nach dem Laden beim zuletzt aktivierten Stein. Eine Quick-Save-Funktion gibt es zwar auch, und die bringt euch beim Laden auch an die Position an der ihr gespeichert habt, wenn ihr aber z.B. in einem Bosskampf sterbt, müsst ihr vom letzten Seelenstein zurück laufen. Das kann schon mal dauern, hier hätte Ascaron leicht Abhilfe durch mehr Seelensteine schaffen sollen. Schade ist auch, dass ihr, wenn ihr normal speichern wollt, das nur mit Speichern und Beenden machen könnt. Ein Speichern ohne Beenden ist nicht möglich (außer eben besagter Quicksave-Funktion). Noch dazu fehlt ein Options-Menu im Spiel, sprich wen ihr etwas verstellen wollt, müsst ihr ins Hauptmenu wechseln, das ist unnötig und sehr störend. Bugs, teils nutzlose Nebenaufträge und zu starker Inquisitor hin oder her, Sacred 2 ist ein sehr gutes Spiel. Falls ihr Sacred mochtet oder einfach Genre-Fans seid, ist Sacred 2 für euch ein Muss, und wer mal in das Genre reinschnuppern möchte, ist auch gut bedient. Vor allem dank des riesen Umfangs und dem Spielwitz kann Sacred punkten. Das, zusammen mit den guten Klassen, den schönen Skills und tollen Items - super.
Als letzter Hinweis noch einmal was zu Securom. Sacred 2 verwendet den Securom-Kopierschutz. Der ist in letzter Zeit sehr in Mode gekommen und verlangt einerseits die Online-Aktivierung eures Spiels und überwacht, dass ihr das Spiel nur auf zwei PCs gleichzeitig installiert habt. Beim Deinstallieren bzw. Deaktivieren des Spiels wird online wieder eine Freischaltung aktiviert und ihr könnt es woanders installieren. Dafür müsst ihr das Überwachungsprogramm Securom installieren, was quasi ein Trojaner ist. Viele Spieler boykottieren Securom, weswegen ich euch hier ausdrücklich warnen möchte. Allerdings muss auch gesagt werden, dass ihr das Spiel kostenlos 24 Stunden anzocken dürft, ganz legal. Wer dann Lust auf mehr hat, kann sich das Spiel kaufen. 0 KommentareDein Kommentar: |
