Infos zum Spiel


NBA Live 08

Entwickler: ElectronicArts
Publisher: ElectronicArts
Erscheinungsdatum:
Genre: Sport
Plattformen: PC XBox

NBA Live 08 Spielebericht


NBA Live 08

NBA Live 08

Die NBA – National Basketball Association – ist die wohl bekannteste und beste Basketball-Liga auf der Welt und wird seit 1994 von Electronic Arts auch als Spielserie produziert und vermarktet. Neben NBA Live, gibt es auch noch den Basketball-Konkurrenten 2K, der meist durch sein beliebtes Spielprinzip und die ebenfalls komplette Lizenzreihe, so wie durch neue Ideen, die Fans in den Bann zieht. Electronic Arts ruht sich derzeit auf den guten Verkaufszahlen aus und bietet den Spielern dieses Jahr in ihren Serien nur sehr wenige Neuerung; so auch in NBA Live 08.

Der fehlende Funke

Ich bin kein begeisterter Basketball-Fan, was vielleicht auch daran liegt, dass in Deutschland der Basketballsport unter der Fussball- und Tenniseuphorie untergeht. Wenn jedoch ein Spiel im Fernsehen übertragen wird, sitzt man gefesselt vor dem Fernseher, erwartet ein spannendes Spiel und genießt den taktisch geprägten Basketball, der einem geboten wird. Dieses Gefühl kriegt man bei NBA Live 08 leider trotz der verbesserten Grafik und den tobenden Zuschauern nicht. Wie immer sind die meisten Polygone bei den Spielern auf dem Feld zu finden. Zwar sind die Zuschauer auch besser als beim letzten Teil, jedoch merkt man, dass auf die Zuschauer einfach nicht viel wert gelegt wird und es in den hinteren Reihen schon wieder sehr düster aussieht, was die Details und Struktur angeht. Auf dem Feld hingegen, wird man mit einer durchaus guten Präsentation verwöhnt, die sich durch schöne Licht- und Glanzeffekte, detaillierte Charaktere und realistische Netzbewegungen auszeichnet.

Apropos Netz. Die Freiwürfe können in der Playstation 3-Fassung von NBA Live 08 durch zwei Varianten absolviert werden. Entweder ihr benutzt euren Six-Axis, den ihr zu eurem Körper neigt und dann im richtigen Moment nach vorne stoßt oder ihr benutzt das neue Wurfsystem mit dem Analogstick. Zuerst muss man sagen, dass man eine gewisse Eingewöhnungsphase braucht, um mit der Six-Axis-Funktion wirklich erfolgreich Freiwürfe zu versenken. Zudem ist die Bewegung, die man mit dem Controller vollzieht, sehr unrealistisch, allerdings aber wahrscheinlich auch nicht besser darzustellen. Um mit dem Six-Axis den Freiwurf zu werfen, muss man einfach in Kombination die linken oder rechten Schultertasten drücken. Beim normalen Wurfsystem, hat sich EA ein Beispiel an 2K genommen und auch die Variante des Analogwurfs herangezogen, was soviel bedeutet wie, dass ihr den Stick nach hinten zieht und im richtigen Moment wieder nach vorne drücken müsst. Einfach und realistisch.

Realismus oder doch Arcade?

Was mich persönlich wundert, dass EA bei allen Spielen, die sie in letzter Zeit auf den Markt gebracht haben – sei es nun Tiger Woods, Fight Night Round etc. – eigentlich immer auf den realistische Analogsteuerung gesetzt hat und bei NBA Live in dieser Richtung wohl Abstriche gemacht haben, da es wahrscheinlich sonst heißen würde, dass man die Idee von 2K geklaut hat. An dieser Stelle sei gesagt, dass es EA wohl keiner übel genommen hätte, wenn sie auch hier die Analogsteuerung bevorzugt hätten. Wer nah an den Realismus heranreichen will, der kann dies in den Einstellungen weitestgehend so einrichten, dass es wirklich verdammt schwer wird sich auf dem Spielfeld zu entfalten. Man hat in den Optionen die Möglichkeit einzustellen, wie hoch die Geschwindigkeit im Spiel sein soll und wie oft Offensiv- und Blockfouls passieren. Selbstverständlich hat man auch die Möglichkeit die Schwierigkeit sehr hochzuschrauben, was glaube ich – ich bin nicht gerade ein NBA-Profi – selbst für die absoluten Cracks eine Herausforderung darstellen dürfte. Ansonsten hat man noch die Möglichkeit die Häufigkeit der Shooting- und Reach-In-Fouls einzustellen. Man könnt hier noch einige Dinge aufzählen, wenn man es wirklich realistisch und knüppelhart möchte, dann stellt man einfach jede Optionen auf voll ein und erlebt die ultimative Herausforderung – was für mich persönlich nichts wäre.

Realistisch ist auch die Atmosphäre im Stadion, die wirklich eine sehr positive Energie ausstrahlt, da die Fans wirklich ordentlich Stimmung verbreiten und jeder Zug oder jede besondere Aktion bejubelt wird. Ansonsten hat sich EA im Menü hauptsächlich auf Hip-Hop-Tracks beschränkt, aus denen der Song Timbaland feat. Justin Timberlake – The Way I Are besonders heraussticht. Von den Spielmodi her, kriegt man das übliche geboten, was aber eigentlich schon ausreichend ist, denn bekanntermaßen verderben zu viele Köche den Brei und deswegen begrenzt sich EA ausschließlich auf den Dynasty-Mode, in dem man die Möglichkeit hat, mit einer beliebigen Mannschaft eine Saison zu bestreiben, den Szenarien-Modus, in dem man in verschiedene Situationen gesteckt wird und versuchen muss diese zu lösen – beispielsweise ein Spiel noch zu drehen oder ein Ergebnis zu verteidigen – und dann wäre da noch die FIBA-Weltmeisterschaft, was EA natürlich als Ass im Ärmel sieht und auch als neuen Modus integriert hat.

Das Spielgeschehen auf dem Spielfeld gestaltet sich dann doch realistisch. Spieler machen ihre typischen Bewegungen, wie Dirk Nowitzki zum Beispiel mit seinem berühmten Rücksprungwurf oder Terry mit seinen konstanten Dreierkörben. Mit L1 hat man die Möglichkeit sich anzeigen zu lassen, in welchem Gebiet die Werfer am besten einen Korb erzielen können, was allerdings nicht bedeutet, dass ihr von dort sicher trefft aber die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist. Bei schlechten Werfern kriegt man meistens dann auch bloß eine blaue Zone angezeigt, was so viel bedeutet wie, dass man den Ball wohl lieber abspielen möge und mit diesem Spieler eher den Dunk suchen sollte. Zum Beispiel bei Dirk Nowitzki wird die rechte Seite – rund um den Kreis – als starke Zone angezeigt. Wenn man den rechten Analogstick nach unten drückt, begibt man sich in die Defensivhaltung und kann mit der Vierecktaste versuchen den Ball zu stehlen. Drückt man den Analogstick nach oben oder drück Dreieck, kann man den Gegenspieler daran hindern hohe Bälle zu spielen oder zu werfen, was meistens auch gelingt und authentisch aussieht. Wer in NBA Live gerne einige Tricks aus der Schublade holen möchte, der muss sich im Angriff einfach des rechten Analogsticks bedienen und kann den ein oder anderen Gegenspieler im Zweikampf mal stehen lassen.

So testen wir!


NBA Live 08 ist im Gegensatz zum Vorgänger ein durchaus gelungenes Spiel mit wenig Neuerungen, aber auch einigen Verbesserungen, die sich hauptsächlich im präsentativen Bereich bemerkbar machen. An sich hätte EA ruhig die analoge Steuerung komplett intergrieren können, da das ganze Geschehen so um einiges realistischer wirkt. An sich stört es mich nicht, dass es kaum Neuerungen gibt, da mir persönlich ein Season-Mode und die Weltmeisterschaft durchaus ausreichen. Ein Trainingsmodus wäre allerdings - genau wie bei FIFA - wünschenswert gewesen. An sich kann man von NBA 2K8 aber wieder einiges mehr erwarten und deswegen sollte man sich bis zum Release des 2K-Titels gedulden und dann entscheiden, was einem besser gefällt. An sich ist NBA Live 08 aber ein solides und gutes Basketballspiel.
verbesserte Grafikengine bei Zuschauern
Freiwurf von NBA 2K
klasse Atmosphäre
FIBA Weltmeisterschaft
das Spiel  kann realistisch gestaltet werden
typische Bewegungen der Spieler
kaum Neues
gewöhnungsbedürftiges Freiwürfsystem mit dem Six-Axis-Controller
ab und an Einbrüche der Framerate
keine Integrierung eines kompletten Analog-Steuerungs-Systems


Spielspaß gut Auszeichnungen
Gameplay gut
Grafik gut
Sound gut
Umfang gut
Multiplayer gut

Gesamt


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