Infos zum Spiel


Naruto: the broken Bond

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Erscheinungsdatum: 20.11.2008
Genre: Action
Plattformen: XBox

Wertung


Grafik: 94 %
Sound: 80 %
Gameplay: 74 %
Steuerung: 87 %

Positiv


  • wunderschöner Cell-Shading-Look
  • einfache Steuerung
  • umfangreiche Story
  • actionreiche Kampfszenen
  • Serien-Flair

negativ


  • im Grunde immer gleiches Missionsdesign
  • keine deutsche Sprachausgabe
  • zum Teil sehr fordernde Kämpfe
  • Quests ähneln sich stark

Naruto: the broken Bond Spielebericht


Naruto: the broken Bond

Naruto: The Broken Bond

Naruto: The Broken Bond

Naruto gilt als eines der erfolgreichsten Anime-Serien, die es auch nach Deutschland geschafft haben. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass Ubisoft regelmäßig neue Spiele für die gängigen Konsolen entwickelt, damit auch Fans spielemäßig versorgt werden. Nachdem Kollege Drabeck schon die von Bandai entwickelte PS3-Version getestet hat, folgt nun die Antwort von Ubisoft auf 360.

Fremde Welten


Ich muss gestehen, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Animes bin und die typische Serienkultur in Deutschland auch nicht verfolge, da das Interesse kaum vorhanden und die Zeit durch meinen Beruf begrenzt ist. Dennoch darf ich behaupten, dass mich Ubisoft und Bandai mit ihren neuen Spielen zu Naruto, dank Trailer und Infos, neugierig gemacht haben. Darum habe ich mich ebenso auf das Testmuster gefreut, das mich in neue Welten ziehen sollte, denen ich bisher wenig Beachtung geschenkt habe. Selbstverständlich habe ich mir während der Testphase Zeit genommen, mir ein paar Folgen anzuschauen, damit ich einen Bezug und Vergleich zur Serie feststellen kann. Und an dieser Stelle kann ich gleich vorweg nehmen, dass The Broken Bond eine spielbare TV-Folge ist, die eine klare Richtung zur Serie einschlägt. Somit dürften vor allem Fans voll auf ihre Kosten kommen, zumal die Story gut in Szene gesetzt wurde und der Grafikstil im typischen Cell-Shading-Look daherkommt, welcher verdammt gut aussieht.

Doch der Reihe nach….

Blond-Schopf in Aktion

Im Mittelpunkt des Spiels steht natürlich der namensgebende Hauptprotagonist Naruto, der wieder einmal die Bewohner vor üblen Schergen befreien soll. Dabei wird die Geschichte dank der direkten Anlehnung an die Serie sehr gut in Szene gesetzt.

The Broken Bond ist aber kein Prügelspiel, das sich nur auf die gut gemachten Kampfszenen fokussiert. Nein, vielmehr serviert euch Ubisoft Montreal ein reinrassiges Action-Adventure, welches gezielt aufs Kämpfen ausgelegt ist, aber im Grunde eine offene und großzügige Welt bietet, in der ihr  ruhig einmal auf Entdeckungsreise gehen könnt. Überall stehen Dörfer, die von Wäldern umgeben sind, da fließt malerisch ein Fluss und am Ufer sind Häfen zu bestaunen. Auch Berge und Großstädte sind vertreten, die die magische Idylle der Serie einfangen.

Das alles gelingt aber besonders durch die Grafik, die hier das Entwicklerstudio hingezaubert hat. Wem Cel-Shading- und Comic-Look auf die Nerven gehen, der sollte vielleicht gar nicht weiterlesen. Doch diejenigen, die offen für dieses gewagte Grafikthema sind oder die von euch, die es sogar ins Herz geschlossen haben, soll gesagt sein, dass The Broken Bond visuell und technisch über jeden Zweifel erhaben ist. Der Look wirkt wie aus einem Guss, die Technik läuft sauber, die Animationen sind perfekt in Szene gesetzt und die Welt sieht bezaubernd aus.



Auch das Figuren-Design, ihre Gestik, Mimik und Animationen wurden perfekt in Szene gesetzt. Besonders bei der Darstellung kommt der Bezug zur Serie erst richtig zur Geltung. Somit hat mich der neueste Teil der Spielereihe in seinen Bann gezogen, obwohl ich mit den Anime-Themen nie etwas anfangen konnte. Und während wir schon einmal bei den technischen Details sind, kann ich im gleichen Atemzug behaupten, dass auch soundtechnisch keine Mankos vorhanden sind. Die englische Sprachausgabe ist professionell, die deutschen Untertitel wurden gut übersetzt und auch die Soundeffekte hören sich gut an. Bis hier hin hat mich das Spiel schon einmal für das Erste überzeugt, doch wie sieht es beim Gameplay aus?

Prügeln, entdecken, prügeln, entdecken

Als Action-Adventure muss man bekanntlich diverse Kriterien erfüllen. Dazu gehören zudem eine gewisse Mischung aus Action und Abenteuer-Flair, welche auch in Naruto gut verschmelzen. Dennoch geht die Gewichtung eher in die Richtung von klassischen Beat’em Ups, dass dank einfacher  Steuerung kompromisslose Action abliefert, die zwischendurch durch diverse Such- und Sammelaufgaben aufgelockert wird.

Das Prinzip dabei bleibt dennoch immer das Gleiche. Um die Story weiter voranzutreiben, werden euch immer und immer wieder neue Quests aufgetischt, die zunächst bewerkstelligt werden müssen, damit die Geschichte rund um den frechen, blonden Teenager angetrieben wird. So gilt es Blumen für eine holde Dame zu besorgen, mal müsst ihr diverse Gegenstände aufsuchen oder bestimmte Protagonisten mit einer Tracht Prügel überzeugen. Während eurer Suche nach unzähligen Items begegnen euch immer wieder kleine Gegnergruppen, die ihr durch eure Kampfkunst ins Jenseits schicken müsst. Während der Kämpfe könnt ihr sogar Special-Moves ausführen, um noch effektivere Kampfkombos einzuleiten. Neben Tritten, Schlägen und Sprungattacken müsst ihr aber auch auf eure Deckung achten.

Dank der sehr einfachen Steuerung, die nahezu zum direkten Vorgänger identisch ist, gestalten sich die zahlreichen Kämpfe als sehr unterhaltsam und weniger frustrierend. Zwischendurch solltet ihr dennoch darauf achten, eure Energie durch Drinks aufzufüllen, um keinen Nachteil in einer weiteren Prügelei hervorzurufen.

Neben der hohen  Prügelei-Rate und der Missionen, die erfüllt werden müssen, gesellen sich auch kleinere Rätsel hinzu, die ihr lösen müsst. So kann es passieren, dass ihr an einer Stelle nicht weiterkommt und ihr nur mit den diversen Special-Tricks der vereinzelten Charaktere euren Weg weiterebnen könnt. Denn neben Naruto spielt ihr noch viele andere Personen aus der Serie, die jeweils anderen Tricks beherrschen. Somit variieren die Rätsel sehr, je nachdem, mit welchen Freund ihr gerade unterwegs seid.

Auch hier kann mich The Broken Bond überzeugen, auch wenn das nicht mehr so ganz gut funktioniert, wie bei der Grafik. Denn nach wenigen Stunden Spielzeit macht sich eine gewisse Routine breit, da ihr im Grunde immer dieselben Dinge machen müsst. Kämpfen, entdecken, kämpfen, suchen, kämpfen, Rätsel lösen, kämpfen und wieder entdecken….

Das ist nicht unbedingt schlimm, dennoch hätte noch mehr Abwechslung das Spiel in der Wertungsskala weiter nach oben treiben können.



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