Infos zum Spiel


Metal Gear Online

Entwickler: Konami
Publisher: Konami
Erscheinungsdatum:
Genre: Online-Shooter
Plattformen: Playstation

Metal Gear Online Spielebericht


Metal Gear Online

Metal Gear Online Vorschau

Mit Metal Gear Solid 3: Subsistence bot Entwickler Kojima Productions erstmals in der Metal Gear Solid-Geschichte einen Mehrspieler-Modus mit (Team-)Deathmatches an. In Metal Gear Solid 4: Guns oft he Patriots wird auch der reinrassige Online-Shooter Metal Gear Online enthalten sein, der sich nur auf eben genannte zwei Modi beschränkt und doch so viel Spaß macht. Warum klärt nun die Vorschau!

Gewohnte Kost

Okay, okay. Es bleibt nicht bei den Deathmatches und Team-DMs, sondern auch die Rettungs- und Eroberungsmissionen, wie wir sie aus Portable Ops kennen, werden auftauchen. Wer schon mal Subsistence oder PO gespielt hat, wird sich in MGO sofort zurechtfinden, weil man auch hier mit bis zu acht Spielern online mit- oder gegeneinander zocken kann. Lustiges Gimmick: Die Figuren Kerotan (ein Frosch) und GO-KA (gelbes Entchen) feiern ihr Comeback und wollen erobert bzw. beschützt werden. Ihr findet es albern, wenn schwer bewaffnete Männer um solche Figuren kämpfen? Na und? Das macht die Sache doch nur noch lustiger!

Geniale Ideen gepaart mit anderen Genialitäten

Um die Übersicht in den Kämpfen, den verwinkelten Gebieten und teilweise recht unübersichtlichen Orten zu behalten, entwarf Entwickler Kojima Productions das so genannte „SOP“-System. Hiermit vernetzen sich alle Spieler vor dem Kampf untereinander (nur im Team) und genießen dann einen nicht zu verachtenden Vorteil: Alle sich im Team befindlichen Charaktere werden durch Silhouetten gekennzeichnet und sind damit auch durch massive Wände hindurch jederzeit sichtbar. Darüber hinaus gibt euch diese Synchronisation Auskunft darüber, wie viel Lebensenergie sie noch haben und von wem sie eventuell gekillt worden sind. Des Weiteren erlaubt euch das System, Fähigkeiten zu tauschen. Die Synchronisation startet ihr mittels Dreieck vor dem Match.

Die größte Neuerung betrifft aber die Spielerfahrung selbst, weil ihr vor dem Match aus drei Skills wählt, die sich nach und nach verbessern. Schöner Nebeneffekt dabei ist, dass ihr die Skills mit anderen Mitspielern teilen könnt, sofern ihr vernetzt seid. Genial einfach, einfach genial. Nun, ihr wählt also zum Beispiel aus dem Marathon-Skill, mit dem ihr schneller laufen könnt oder wählt „Narc“, mit der ihr Feinde sofort entlarvt, die einen Schuss abgegeben haben. Sehr nützlich ist auch der Skill „Clairvoyance“, mit dem versteckte Fallen sofort aufgedeckt werden. Wer diesen Skill mit seinen Teamkameraden teilt, rettet unter Umständen viele Leben. Wollt ihr euch nur auf brachiale Gewalt festlegen, wählt ihr den Waffenmeister und verbessert nach und nach Shotgun oder MG.

Es geht aber noch weiter. Wer möchte, kann sich seinen Charakter auch selbst erstellen und wählt von Kopf bis Fuß aus zahlreichen Optionen, um einen Helden nach seinen Vorlieben zu kreieren. Außerdem lassen sich nicht nur die Skills aufleveln, wodurch ihr neue Fähigkeiten bekommt, sondern auch euer Charakter selbst, wodurch sich allgemeine Fähigkeiten aufbessern lassen. Zwar sind letztere Features keine Neuheit seid CoD4 und Rainbow Six Vegas 2, aber immerhin hebt sich Kojima Procutions somit wohltuend von der Masse ab – Spaß macht der Shooter ohnehin. Damit der Unterschied zu den beiden Konkurrenten aber so richtig deutlich wird, muss man bedenken, dass MGO die typischen Metal Gear-Gimmicks bietet. Ich meine: In welchen anderen Online-Shooter versteckt ihr euch unter Kartons oder legt Pornoheftchen hin, um feindliche Spieler zu irritieren (es hat mehrmals geklappt!)?

Die Spielmechanik an sich ist sehr gut und wurde im Gegensatz zu Subsistence leicht überarbeitet. Ihr könnt nun aus dem Liegen heraus (in Rückenlage) schießen und müsst euch leider mit einem leicht inkonsequenten CQC-System (Nahkampftechniken) auseinandersetzen. Zwar sind drei verschiedene Kameraperspektiven (3rd-Person, 1st-Person und erweiterter 3rd-Person-Ansicht) eine gute Sache, verwirren aber doch gut und gerne mal in der Hitze des Gefechts. Was uns noch sehr negativ aufgestoßen ist, ist die total schwache Shotgun, obwohl diese ja ein absolut tödliches Instrument der Nähe ist. Bei MGO könnt ihr fünf Ladungen Schrot auf den Gegner loslassen, der steht hernach immer noch. Daran muss Kojima Productions auf jeden Fall noch feilen. Woran die Entwickler auch noch was tun müssen, ist die Grafik, die bislang nur den Eindruck einer (zugegeben gut) hochskalierten PS2-Fassung aussieht. Das Hauptspiel zeigt da schon viel eher, wie ein richtiges Next Gen.-MGS auszusehen hat.


Starentwickler Hideo Kojima bewies schon bei MGS3: Subsistence ein glückliches Händchen und ließ das eigentliche Solo-Spiel MGS auch in die Gefilde der Mehrspieler-Partien wechseln. In MGO für die PlayStation 3 treibt es der gute Mann auf die Spitze und liefert ein astreines Spiel ab, das zwar noch so seine Schwächen hat, vor allem in der Deckung, weil das zu langsam von Statten geht, und in der Balance, aber wir können uns trotzdem auf einen richtig guten Online-Shooter auf der PS3 freuen, der Resistance, CoD4 und Rainbow Six Vegas 2 starke Konkurrenz machen wird.

Ersteindruck

  sehr gut  (Wertung zwischen 85 und 100% möglich)


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