Infos zum SpielMaelstrom
Wertung
Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Positiv
negativ
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Maelstrom SpieleberichtMaelstromMaelstrom
In Maelstrom hat man es als Spieler mit einer fast vollkommen zerstörten Erde zu tun, die von anfänglich zwei Völkern erobert bzw. befreit werden will. Im weiteren Verlauf kommen noch die Aliens hinzu, um sich gegen die Kosmitron und „Die Aufrechten“ – in etwa mit den Amis zu vergleichen - zu behaupten. Wie macht sich der durchaus innovative Titel im Test und warum gibt es keinen Award? Das und viel mehr erfahrt ihr im Review – viel Spaß!Gespielt wird im Jahre 2050, nachdem eine weltweite ökologische Katastrophe die Welt verwüstet hat. Die Kampagne führt euch durch die verschiedensten Orte, die ihr zunächst mit den Aufrechten durchspielt und hernach mit den Kosmitron, die in ständiger Konkurrenz zueinander stehen. Hernach kommen noch die Aliens, die einen weiteren Planeten assimilieren wollen, sodass dieser wie ihr eigener wird. Vorangetrieben wird die Story durch Briefings vor der Mission, Dialogen während einer Mission und kleineren Zwischensequenzen. Abwechslungsreiche Missionen Das Setting ist durchaus neu und wirkt zudem sehr frisch, weswegen ich den Entwicklern schon sehr dankbar gewesen bin. Darüber hinaus werden sich Solisten über eine ziemlich gelungene Kampagne freuen können, die sehr abwechslungsreich gestaltet ist und nicht immer nach demselben Schema „Basis bauen, Feind killen“ abläuft. Nein, hier gilt es zunächst kleinere Aufgaben, wie die Befreiung von Gefangenen oder Eskorten zu absolvieren, bevor man sich dann mit aller Mühe eine Basis erbaut und langsam die Einheiten rekrutiert, um dem Gegner hernach den Gar auszumachen. Die Kampagne ist mit seinen rund neun bis zwölf Spielstunden recht großzügig angelegt und kann sich somit sehen lassen. Gelungener Basenbau und gutes Gameplay Beim Basenbau hat man aber nicht allzu viel zu tun, lediglich eine Zentrale (oder auch Kommandokern für die Kosmitron), eine Forschungsanlage („Arsenal“ bei den Aufrechten) und eine Waffenfabrik für motorisierte Einheiten. Darüber hinaus brauchen alle Völker Wasserpumpen, um dadurch an das stark limitierte Wasser zu kommen, das immer – eines der Negativpunkte am Spiel – viel zu knapp ist und jegliche Bauvorhaben zurücksetzt, weil man schlichtweg warten muss. Selbst mit der Weiterentwicklung dauert der Abbau von Wasser viel zu lange, weswegen auch stärkere Einheiten und Forschungen, die alle auf Wasser basieren, sehr spät in einer Partie vorhanden sein werden. Die Kosmitron haben darüber hinaus die coole Eigenschaft, ihre Gebäude sowie Einheiten zu transformieren, dazu aber gleich mehr. Im späteren Spielverlauf oder in Gefechten gibt es eine weitere Besonderheit am Spiel, die im RTS-Genre bislang einzigartig ist: Ihr könnt Terraforming machen, wodurch sich ganz neue Möglichkeiten im Spiel ergeben. Durch das Terraforming könnt ihr Berge erschaffen, die zum Schutz dienen oder tiefe Schluchten kreieren, um die nur Flugzeuge herum kommen. Wer sich vor solche Probleme gestellt sieht, kann ein Gebiet auch wieder plätten, sprich flach machen, sodass alle Einheiten ohne große Umwege wieder ihren normalen Weg gehen können. Als Schmankerl obendrauf kann man den Gegner sprichwörtlich fluten, indem man ganz einfach einen dicken Wall baut, wodurch sich das Wasser immer mehr staut. Irgendwann fließt das Wasser zum Feind und zerstört sowohl Gebäude als auch Einheiten – Kampf gewonnen. Sehr schön ist auch, dass sich die drei verschiedenen Völker komplett voneinander unterschieden. Zwar sind die Gebäudearten immer dieselben, aber die Einheiten und die Möglichkeiten sind verschieden. Die Kosmitron zum Beispiel beherrschen die Funktion, Gebäude sowie Einheiten jederzeit zu transformieren. Das bietet vor allem bei den Gebäuden den Vorteil, ihre Position immer wieder verschieben zu können, sofern sie ungünstig gelegen sind. Bei den Einheiten kann man dadurch einige stärkere Einheiten erhalten, die dann Vorteile haben, weil sie vielleicht schneller oder wendiger sind. Um aber die Einheiten zu transformieren, müsst ihr vorher einige Forschungen anstellen, die wie schon oben erwähnt nicht allzu schnell zu erhalten sind, weil sie das rare Material des Wassers benötigen. Die Forschungen können entweder in der Zentrale geforscht werden oder – was auch meistens mehr bringt – in der Forschungsanlage (Arsenal). Dadurch schaltet ihr stärkere Einheiten frei oder eure Helden bekommen die Fähigkeit, die Einheiten zu heilen. Apropos Helden, auch diese gibt es in Maelstrom. Die Jungs und Mädels (oder auch Aliens) sind extra stark und sammeln während der Kämpfe Erfahrung, die ihr dann in neue Fähigkeiten stecken könnt, die aber nach der Freischaltung für den Helden erforscht werden müssen. Im Kampf sind sie aber stellenweise unersätzlich. Khan, der Held der Kosmitron, zum Beispiel hat mächtige Elektrostöße oder kann einen mächtigen Strahl abfeuern, allerdings verbraucht er genau wie manch andere Fähigkeiten der Helden, Ressourcen, weswegen man die Angriffe mit Bedacht einsetzen sollte. Darüber hinaus kann man in einen 3rd-Person-Ansicht wechseln, um somit die Kontrolle des Helden zu übernehmen, allerdings ist diese Funktion ziemlich wert und nutzlos, weil man dadurch nicht mehr mitbekommt, was in der Basis abläuft. Das hätte man sich also sparen können. Nicht alles ist Gold, was glänzt Ebenso hätte man sich die Kamera sparen können, denn die ist ebenso für den Eimer und bedarf einer kompletten Generalüberholung. Immer und überall sind Hindernisse, die die Sicht behindern, wodurch man die Übersicht zu leicht verlieren kann. Zwar kann man komplett, ähnlich wie in Supreme Commander, ziemlich weit herauszoomen, allerdings hilft das nur bedingt, weil die Einheiten bisweilen zu klein wirken und man sie dadurch noch schwerer auswählen kann als ohnehin schon. Apropos Auswahl: Hier haben sich die Entwickler den größten Bock in der Videospielgeschichte geleistet. Warum zum Teufel kann ich nicht 20 oder 30 Einheiten gleichzeitig auswählen? Warum nur einen kleinen Truppenverband von bis zu maximal acht Leuten? Das ist doch lächerlich, wenn man schnell eine größere Armee zum Angriff schickt. Außerdem besitzen die Einheiten verschiedene Geschwindigkeiten, wodurch manche Einheiten zu schnell aufgerieben werden und nicht mehr als Puffer dienen können. Zuletzt gibt es die RTS-Krankheit schlechthin noch anzumerken: Wegfindungsprobleme. Das soll aber nur genannt und nicht weiter ausgeführt werden, weil ich es langsam wirklich leid bin. Zuletzt sei noch zu sagen, dass die Supereinheiten viel zu stark sind, da man sie fast gar nicht besiegen kann. Es braucht Unmengen an Soldaten und Panzer, um diese Teile zu zerstören, zumal sie gleichzeitig schießen sowie Raketen abfeuern und dadurch mehrere Ziele auf einmal in Angriff nehmen können. Technisch sauber Bei der Grafik kann man sich eigentlich fast nicht beklagen, denn diese ist durchweg stimmig gehalten und bietet zudem einen ständigen Tag-Nacht-Wechsel, welche in Echtzeit ablaufen, nur die Uhrzeit läuft selbstverständlich schneller ab als normal. Wird es dunkel, schalten die Einheiten die Lampen ein, was ziemlich cool und atmosphärisch wirkt. Aus der Nähe allerdings sieht man die etwas mager gestalteten Einheiten, dessen Bewegungen ziemlich hölzern und unbeholfen wirken, was vor allem in den Dialogen deutlich wird – das sieht stellenweise sehr unschön aus. Ansonsten aber macht der Titel einen durchweg guten Eindruck und kann zudem durch Wetterwechsel überzeugen. Vor allem beeindruckend ist, wenn ihr mit den Aliens einen Meteor aufschlagen lasst, der einen dicken Krater erschafft. Lasst ihr dann noch eine Wasserbombe platzen, habt ihr einen schönen See – genial! Beim Sound muss ich allerdings wieder ein wenig mehr Kritik ablassen, denn die Synchronisation der Aufrechten ist so ziemlich in die Hose gegangen. Die Soldaten haben eine so penetrante, laute und vor allem nervige Stimme, dass ich am liebsten direkt Mute drücken würde oder sie absichtlich vor die Hunde schicke, damit sie einfach nur die Klappe halten. Ansonsten aber sind die Synchronisanten ganz gut gewählt und klingen nicht zu langweilig (bei den Soldaten kann ich eher das Gegenteil behaupten). Die Hintergrundmusik wirkt duchgängig gut.
Kommentar (AS) : An sich bin ich sehr zufrieden mit diesem frischen Konzept und dem sehr guten Gameplay. Leider aber verhindern die vielen Fehler bei eigener KI, mangelhafter Truppenauswahl, schlechter Kamera sowie übermächtiger Supereinheiten, die fast unbesiegbar sind, eine deutlich höhere Wertung. Ebenso unnütz ist die Ego-Perspektive für die Helden, weil die schon ohnehin mangelhafte Übersicht darunter noch mehr leidet. Wer aber über diese Kritikpunkte hinwegsehen kann und mit dem deutlich besseren Supreme Commander nichts anfangen kann, der wird mit diesem Titel durchaus zufrieden sein. Eine Kaufempfehlung kann ich aber dennoch aussprechen, wenn man etwas frisches spielen möchte.
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