Infos zum SpielLOST: Das Spiel
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LOST: Das Spiel SpieleberichtLOST: Das SpielLost: Das Spiel
Serien werden immer beliebter im deutschen Free-TV. Auch wenn sogenannte Soaps, wie GZSZ oder wie sie alles heißen, immer noch gerne geschaut werden, sind besonders die amerikanischen Serien sehr beliebt. Feiern diese in Amerika Erfolge, werden sie auf den deutschen Markt gebracht, um auch hier hohe Einschaltquoten für die jeweiligen Sender zu kassieren. Da gibt es natürlich Serienhits wie Sex and the City, Grey’s Anatomy oder Dr. House, welche sehr beliebt sind. Besonders erfolgreich hingegen ist die Serie der verunglückten Passagiere des Oceanic Fluges 815. Die Rede ist natürlich von Lost, der bis dato erfolgreichsten US-Serie. Passend zum Ende der dritten Staffel hier in den deutschen Gefilden serviert uns UbiSoft die Versoftung des Spiels, welches Fans der Serie und Adventure-Freaks ansprechen soll. Kann das Spiel (PC, 360 und PS3) genauso überzeugen wie die Folgen im TV? Können die Erwartungen übertroffen werden, oder haben sich die Jungs von UbiSoft ein wenig übernommen? Aufklärung bietet der Test!
Ja, Spiele zu erfolgreichen Filmen haben es nicht leicht und das wissen wir alle. Da sich diese sehr an den harten Lizenzen der Kinovorlage halten müssen, können das Gameplay und die Spieltiefe sehr zu Lasten des eigentlichen Spiels fallen. Das ist natürlich sehr schade, aber heutzutage kaum verwunderlich, zumal die meisten Publisher nur reinen Profit sehen wollen, welchen sie durch die Fans recht gut reinholen können. Aber wo bleiben wirkliche Spieleperlen, die auch nach einer Filmvorlage überzeugen können und auch uns Redakteuren Spaß machen? Nur wenige Spiele konnten in diesem Genre überzeugen. Erinnern wir uns nur an das Action-Spiel King Kong, oder dem Rare Klassiker Golden Eye, auf dem Nintendo 64, welche sehr gute Wertungen einheimsen konnten. Leider entsprechen diese Games wirklich der Seltenheit, und so müssen wir uns größtenteils mit Durchschnittskost abgeben. Ist Lost vielleicht wieder ein Lichtblick in Film- und Serienversoftungen? Erzähle uns, wer du wirklich bist! Ja, ich gehöre zur Lost-Fraktion der ersten Stunde. Schon nach dem fulminanten Pilot-Film 2005 wusste ich, dass ich von dieser mysteriösen Serie nicht mehr wegkommen werde. Die Charaktere, die Flashbacks und die zahlreichen Fragen motivieren mich immer und immer wieder, jeden Montagabend den Fernseher einzuschalten, um Kate, Sawyer und Jack bei ihren Abenteuern zu beobachten. Somit habe ich mich selbstverständlich sehr auf das Spiel zur Serie gefreut, welches die ersten drei Episoden zusammenfasst. In Amerika lief vor kurzem die vierte Staffel an, wir müssen aber noch ein paar Monate auf diese warten, somit sollte uns das Spiel die lange Zeit etwas versüßen. Doch worum geht es eigentlich im Spiel? Ihr übernehmt die Rolle von Elliot, einem Paparazzi, der mit seinem Fotoapparat alles vor die Linse bekommt, was er will. Dafür geht er auch weiter, als im manchmal lieb ist. Mehr wird aber nicht verraten. Denn wie in der Serie, stürzt dieser mit dem Flug Oceanic 815 ab und ist einer der wenigen Überlebenden. Die Geschichte des Spiels spiegelt die ersten drei Staffeln der Serie wieder und lässt nochmals die schlüssigsten Events Revue passieren. Ob die erste Begegnung mit den Anderen, oder die Öffnung der mysteriösen Luke der „Schwan-Station“. Lost hält sich sehr nah an die eigentliche Serie, was auch gut so ist! Der Spieler wird zu Anfang ins kalte Wasser geschmissen. Denn wer Elliot überhaupt ist, und warum er im Flugzeug saß, erfahrt ihr erst nach und nach durch die Rückblicke, die sogenannten Flashbacks, welche besonders die Serie so einzigartig machten. Mit an Bord sind natürlich auch die bekannten Charaktere der Lost-Staffeln. So führt ihr Dialoge mit Kate Austin, holt euch Informationen bei John Locke, sprecht mit Jack und Hurley und tauscht gefundene Gegenstände bei Sawyer gegen andere Utensilien, wie Pistolen oder Fackeln ein.Die Insel spricht mit uns Kommen wir zum eigentlichen Spielgeschehen auf der Insel. Diese wurde streng nach der Vorlage der Serie konzipiert und wartet mit zahlreichen Gegenden auf, die Fans auch in den einzelnen Staffeln zu Gesicht bekamen. So erkundet ihr den eigentlichen Strand, welcher mit zahlreichen Wrackteilen versehen ist, bahnt euch einen Weg durch den dichtbewachsenden Dschungel, durchsucht das alte Schiffswrack und kämpft euch durch alte Einrichtungen der Dharma-Initiative. Somit sollten Fans voll auf ihre Kosten kommen, denn die Umgebungen wurden den Originalen sehr detailverliebt nachempfunden. Im Grunde hatte ich die Befürchtung, dass Lost zu sehr seine eigenen Wege geht, und somit nicht mehr den eigentlichen Lost-Flair wiedergibt. Das ist glücklicherweise aber nicht der Fall. Denn Lost spielt sich genauso, wie auch die Serie anzuschauen ist. Das aus dem TV-Event ein Adventure gemacht wurde, gefällt mir diesbezüglich sehr gut. So müssen diverse Rätsel gelöst werden, auf die ich später aber noch eingehen werde. Aber auch zahlreiche Dialoge mit den vertrauten Charakteren sollten geführt werden, um so mehr und mehr über die Insel und die einzelnen Personen zu erfahren. Die Hauptaufgabe besteht darin, durch Elliots Rückblicke seine Vergangenheit wiederzufinden, die er anscheinend im seinem Gedächtnis verloren hat. Diese Erzählweise ergänzt sich sehr gut zum eigentlichen Spiel, da diese so auch in den TV-Filmen wiedergegeben werden. Ich muss den Entwicklern ja ein Lob aussprechen, dass diese das Konzept beibehalten haben und somit das Flair sehr gut rüberkommt. Dennoch ist es schade, dass man nicht mehr über die Geheimnisse rund um die Insel erfährt, oder offene Fragen aus der jeweiligen Staffel beantwortet werden. Das wirkt etwas unbefriedigend und hätte vielleicht besser gelöst werden können, wenn man zum Beispiel ein paar kleinere Lösungen parat hätte, welche ein paar Fragen beantwortet hätten, zumal das Spiel sehr auf die Lost-Fans ausgerichtet ist. Action?! Ne! Gedächtnis auffrischen! Wie ihr aus unserem bisherigen Text vielleicht schon entnehmen konntet, erwartet einen in Lost nicht gerade die pure Ballerei und große Schlachten gegen Soldaten, wie man es bei Sonys Titel Uncharted: The Drakes Schicksal gewohnt war. Warum dieser Vergleich? Lost spielt die meiste Zeit im Dschungel ab und da bietet sich dieser Vergleich – zumindest präsentativ – recht gut an. Und man muss sagen, dass sich Lost nicht unbedingt verstecken muss, die Gesichter und Kleidungen sind detailliert, die Flashbacks recht gut in Szene gesetzt und die Umgebung ist abwechslungsreich. Doch eins macht Lost ganz besonders und ruft einfach zu jedem Zeitpunkt das pure Gänsehautfeeling hervor – und zwar wenn der schwarze Rauch einem auf den Fersen ist. Für Leute, die Lost das erste Mal spielen bzw. noch keine Folge gesehen haben und sich fragen: „Was ist eigentlich der schwarze Rauch?“; denen können wir sagen, ihr wisst genauso viel, wie die Leute, die alle drei Staffeln sich komplett angeschaut haben. Es ist einfach eine Kreatur, die durch den Dschungel streift und der man nicht begegnet sollte. Sobald man im Wald von ihr verfolgt wird, sollte man schnellstmöglich Bambusbäume aufsuchen, denn diese bieten euch den Schutz, den ihr braucht. Einen besonders Aspekt hat Lost aber noch übrig. Dieser ist zwar für Nichtkenner der Serie uninteressant, aber für Kenner der Serie durchaus relevant und zwar haben alle Personen aus der Lost-Serie ihre originalen Synchronsprecher gestellt gekriegt, löblich!Doch Lost hat noch mehr zu bieten. Um die Flashbacks zu erhalten, müsst ihr euch Stück für Stück vortasten und Erinnerungsstücke finden. Da wäre zum Beispiel euer Laptop und eure Kamera, die ihr verloren habt. Beide Utensilien befinden sich allerdings – wie ihr nach einiger Zeit erfahrt – im Vorderteil des Flugzeugs, welches im Dschungel ist. Blöderweise sind beide Sachen in einem Schrank versperrt, der mit einem System versehen ist, welches wirklich Laune macht. Und zwar, euer Ziel ist es den Stromkreislauf so zu gestalten, dass sich die Voltanzahl am Ende des Geräts im grünen Bereich befindet. Dafür habt ihr verschiedene Relais, die euch bestimmten lassen wie viel Volt und in welche Richtung ihr die Spannung weiterleiten lassen wollt, klingt einfach, ist es auch. Trotzdem macht es eine Menge Spaß! Um im Spiel euch einen gewissen Vorteil zu verschaffen müsst ihr ab und an auch immer einmal wieder Gegenstände tauschen. Auf der Insel liegen Früchte und andere diverse Gegenstände herum, die ihr dann gegen andere Dinge wie Flaken oder beispielsweise Relais tauschen könnt. Ein weiteres Gameplayelement, was den Hauptteil des Spiels über euch begleiten wird, ist das Schießen von Fotos. Ihr werdet an gewissen Stellen des Spiels einfach in Flashbacks geworfen, in denen ihr dann versuchen müsst die Person, an die ihr euch erinnern wollt, so zu fotografieren, dass es auch wirklich klappt. Dafür muss Schärfe und Ausschnitt stimmen. Klingt leicht, ist es aber überhaupt nicht! Hier muss man wirklich experimentierfreudig sein, um schnell das richtige Foto zu schießen, ansonsten kann man schon mal eine halbe Stunde an der Konsole sitzen, um das passende Bild zu knipsen. Das Gameplay ist also auch für Nichtkenner der Serie durchaus abwechslungsreich gestaltet und bringt nette Elemente mit sich.
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