Killzone 2
Killzone 2 Vorschau
Wir haben uns die Beta-Version von Killzones 2 Mehrspieler-Modus geschnappt und diesen mal in aller Ruhe und vor allem Ausführlichkeit angezockt. Was wir dabei alles erlebt haben, lest ihr nun in unserer ausführlichen Vorschau.
Wenn Killzone 2 im kommenden Jahr erscheint, dann muss der Titel auch einschlagen wie eine Bombe. Seitdem Sony den „Target-Trailer“ auf der E3 vorgeführt hat, den kein Mensch außer Sony selbst ernst genommen hat, hat sich so einiges getan bei Guerilla. In den Mehrspieler-Modi, die wir spielen durften, welche auf den Karten des Singleplayer-Modus basieren, muss man schon jetzt eines sagen: Killzone 2 wird ein Fest für Grafikfetischisten.
Gute Auswahl
Kommen wir doch auch gleich zur Sache, denn Killzone 2 ist nicht nur sehr gut aufgebaut, sondern auch übersichtlich. Über den Menüpunkt „Warzone“ geht es direkt ab in den Mehrspieler-Bereich des Titels, wo ihr wahlweise den EU- oder US-Server auswählt. Nach einer kurzen Log-In-Phase (wie immer abhängig von eurer Leitung) geht es auch schon direkt über in das übliche Mehrspieler-Klimbim.
Wofür der Punkt Kommunikation steht, dürfte sich ja durchaus von selbst erklären. Hierbei ist es nicht nur möglich mit Clankollegen und Freunden zu chatten, sondern auch, um alle Jungs aus der eigenen Friendslist des PSN und Killzone 2 zu browsen, sie zu Matches einzuladen und vielem mehr. Über verschiedene Tabs wechselt ihr dabei von Clan zu PSN- oder zu Killzone-2-Freunden. Einzig schade ist, dass man bei den Freunden keine Filter einstellen kann. Zwar werden die Spieler, die gerade online sind, an oberster Stelle gelistet, aber hier und da einige Such- und Namensfilter wären nicht schlecht, wenn die Liste bei weit über 50 Kontakten ist.
Für viele Spieler ist eine Clan-Funktion das A und O in Online-Shootern. Auch in Killzone 2 gibt es eine Funktion für die Erstellung von Clans, die sogar direkt beigesteuert wird. Allerdings muss man dafür den Rang eines Sergeants erreicht haben, ansonsten ist es nicht möglich, einen Clan zu eröffnen. Diesen Rang erreicht ihr nach ca. fünf bis sechs Stunden als totaler Anfänger oder binnen einiger weniger Stunden als geübter Shooterspezi. Sehr interessant sind vor allem die Turniere und das „Universe“, in denen es möglich ist, ganze Ligaspiele abzuhalten. Das könnte, wenn Sony es richtig umsetzt, eine hauseigene Konkurrenz, wenn nicht gar eine Teilablösung der PlayStation Liga sein (ja, die gibt es immer noch).
Ist hier dann alles auch mal abgegrast, geht es auch direkt schon zur Auswahl der Map und des Modus‘. Uns standen drei verschiedene Gebiete – Salamun Market, Radec Academy und Blood Gracht – zur Verfügung, die nicht nur unheimlich abwechslungsreich aussehen, sondern auch extrem viele taktische Finessen wie Hinterhalte oder perfekte Sniperpositionen beinhalten. In Sachen Modi gibt es die üblichen Verdächtigen: TDM, Suchen und sichern, Position übernehmen und halten, Suchen und Zerstören und so weiter und so fort. Für genug Abwechslung ist nicht nur für eine kurze Runde zwischendurch gesorgt, sondern auch für ausgiebige Schlachten im Ranking oder auch bei Turnieren.
Das reinste Actionspektakel
Killzone 2 macht im Mehrspieler-Modus unheimlich viel Spaß. Es ist nicht kompliziert, die Steuerung des Shooters geht schnell von der Hand und gibt sich jederzeit sehr präzise. Ich hatte während den gut neun Stunden, die ich mit dem Titel verbrachte habe nie das Gefühl, die Steuerung hege einen Groll gegen mich. Auch sonst weiß der Titel durch einige nette Spielereien zu gefallen: Die Umgebung lässt sich nämlich bis zu einem gewissen Gran zerstören, wodurch vermeintliche Stellungen ganz schön schnell zum Verhängnis werden. Der Rest bedarf eigentlich keiner Erklärung, haben wir es hierbei schließlich mit einem schnörkellosen und verdammt gutaussehenden Shooter zu tun, dessen Servercode in der Beta extrem gut funktionierte – keinerlei Lags, keine Killverzögerungen, alles passte.
Kommen wir nun zum vielleicht wichtigsten Punkt für so manche Spieler, die Grafik. Auch wenn so mancher Redmond-Fanboy unbedingt sein Gears of War 2 und die Konsorten verteidigen will – es klappt nicht und es wird nicht klappen. Was Killzone 2 auf den Bildschirm zaubert, ist unglaublich. Die erzeugte Atmosphäre im Mehrspieler-Modus durch die brachialen Explosionen, die fetzige Musik und die bombastischen Waffensounds ist beklemmend und packend zugleich. Die Texturen sind sehr hoch aufgelöst, die Effekte sehr cool anzusehen und generell muss man Guerrilla Games eines lassen: Das „Target“ wurde getroffen.