Infos zum SpielKey of Heaven
Wertung
Grafik:
Sound:
Spielspaß:
Gameplay:
Positiv
negativ
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Key of Heaven SpieleberichtKey of HeavenKey of Heaven
Nachdem uns schon 'Tales of Eternia' für die PSP begeistern konnte und als erstes RPG die Zeit der Rollenspiele auf der PSP einleitete, geht es nun mit 'Key of Heaven' weiter. Entwickelt wurde das Spiel von Climax und steht unter der Sonys Publishing. Mit einer hinreißenden Story und vielen Möglichkeiten im Kampf will 'Key of Heaven' den Spieler in den siebten Himmel befördern. Ob dieses Vorhaben utopisch ist oder doch gelingt, lest ihr im nachfolgenden Test. Viel Spaß!
Die Story ist sehr leicht zu erklären, da sie leider doch ein wenig fad ist und wenig Wendungen oder Höhepunkte bietet. Es geht um den jungen Kämpfer Shinbu, der aus dem Seiryu-Clan rausgeworfen wurde, weil er seinem Meister etwas abfälliges gesagt hat ( ein recht banaler Grund, aber im Spiel ausschlaggebend für den Rauswurf ). Er lebt also in einer anderen Stadt und wurde in den Kampfkünsten bestens eingewiesen und gilt als einer der besten Kämpfer auf der Welt. Eines Tages erfährt er, dass seine Heimat und sein Heimatclan , der Seiryu-Clan, vollkommen ausgerottet wurde. Dies erfährt er durch die junge Kämpferin Sui Lin, einer Seiryu-Schülerin, die sich ihm anschließt, um sich an den Kirin zu rächen, weil diese für das Massaker verantwortlich sind. Wie schon erwähnt, beide wollen sich rächen und das gelingt am Ende natürlich. Schade nur, dass es kein dramatisches Ende gibt. Das war's eigentlich auch schon zur Story, also kommen wir nun zum Gameplay.< Spielen nach dem MinimumprinzipAn dieser Stelle müssen wir euch dann leider doch sagen, das Spiel ist kein klassisches RPG ist, wenn es überhaupt in diesen Bereich gesteckt werden kann, weil das Hauptaugenmerk doch sehr deutlich auf Action gelegt wurde. Auch das auf den ersten Blick so unübersichtlich wirkende Schriftrollen und Techniken-System entpuppt sich als gutes Gameplayelement und mit den so genannten 'Bugei' und den dazu gehörigen 'Kenpu' lernt ihr neue Techniken, die ihr im Kampf nutzen könnt. Das nette hierbei ist, dass ihr die Kenpu's ( die Techniken an sich ) auf die Bugei's ( steht für die gesamte Kombo ) verschieden anlegen könnt und somit vollkommen unterschiedliche Angriffe ausführen könnt. Zwar ist die Reihenfolge und die Art der Angriffe leider dann doch fest vorgeschrieben, aber dafür gibt es noch 'freies Bugei', welches euch dann wirklich eine totale Freiheit bietet. Euer Kampfstil wird dabei maßgeblich von den Elementen bestimmt und so gibt es folgende fünf Elemente im Spiel: Erde, Holz, Metall, Feuer und Wasser. Das nette hierbei ist, dass alle ihre Vor- und Nachteile haben und man die Wirksamkeit sehr gut mit dem 'Schere-Stein-Papier'-Prinzip vergleichen kann. Noch viel wichtiger im Spiel ist das so genannte 'Chi', welches dummerweise viel zu mächtig ist. Von dieser Chi-Power gibt es je Element drei Stufen, die ihr mittels häufiger Anwendung erreichen könnt. Der Vorteil davon ist, dass ihr mehrere Gegner gleichzeitig ins Oblivion schicken könnt, wenn ihr die dritte Stufe erreicht habt. Als wir in der Beschreibung schon gelesen haben, wozu 'Chi' im Stande ist, haben wir befürchtet, dass diese Angriffe vollkommen overpowered sein werden und ja, wir hatten leider auch recht, denn die simplen Schlagtechniken sind fast ein Witz gegen die Kraft der Chi. Euer Chi könnt ihr jederzeit mittels Viereck aufladen und über kurzen Druck auf selbige Taste ausführen, dann hält das Geschehen um euch herum an und Shinbu führt den vernichtenden Angriff aus und fügt den Gegnern sehr viel Schaden zu. Auch wenn die Combos und die Variationen der Angriffe richtig toll sind und durchaus motivieren können, so nutzlos wirken sie gegen die mächtigen Chi-Angriffe und das macht einfach die gesamte Kampfatmosphäre wieder kaputt. Wäre der Einsatz des Chis geringer bzw. schwerer auszuführen, würde man in 'Key of Heaven' ein richtig gutes und ausbalanciertes Gameplay geboten bekommen. Da es aber leider nicht so ist, haben auch wir schon des Öfteren die PSP ausgemacht, weil es uns einfach zu langweilig wurde. Der Lebensenergieverbrauch ist absolut gering und selbst die härtesten Endbosse waren nach wenigen Chi-Einsätzen geschafft. Zwar ist die Bugei- und Kenpu-Rollenhatz ganz amüsant und regt dazu an, mehr im Spiel zu machen, als nur Chi einzusetzen, aber da jeder Spieler eher faul ist ( auch wir ), benutzt man lieber Chi. Außerdem sind die Gegner alles andere als intelligent. Wir durften sehr oft erleben, dass die Gegner um uns herum standen und sage und schreibe nichts gemacht haben, rein gar nichts. Das ist nun wirklich ein Armutszeugnis einer KI, denn wir standen vollkommen ohne Deckung und warteten fast verzweifelt auf einen Angriff. OK, der kam irgendwann, auch wenn sich da nur einer von fünf Gegnern getraut hat. Als Konsequenz haben wir einfach Chi benutzt, um dem Trauerspiel ein Ende zu setzen. Da fielen uns die starken Endbosse schon eher auf, auch wenn die schon wieder fast zu stark sind. Angefangen bei der ellenlangen Lebensenergie, über vernichtende Angriffe bis hin zu einer viel zu übertrieben starken Verteidigung haben die Bosse einiges drauf. Für diese braucht man dann auch eine gewisse Taktik und die lautet wie folgt: Chi einsetzen, wegrennen, Chi auffüllen, zum Gegner hinrennen, eine kleine Combo ausführen und in der Combo Chi einsetzen und dann wieder dasselbe machen. So kann man jeden schweren Endboss locker plätten. Als weiteres Manko kann man festhalten, dass die Spielwelt sehr klein geraten ist, so auch die Spieldauer. Unsere Spielzeit für das erste Durchspielen betrug rund 17 Stunden, beim zweiten mal waren wir es in 12 Stunden durch. Zuletzt haben wir noch ein wenig etwas an der Steuerung zu nörgeln. Zwar ist die sehr eingängig und sehr einsteigerfreundlich, aber erfahrene Zocker ( sprich diejenigen, die schon die sechste oder siebte Spielstunde hinter sich haben ) werden sich nicht mehr so ganz anfreunden können. Denn immer mehr kommt der Wunsch zustande, man wolle zwei verschiedene Knöpfe zum Angreifen und Blocken haben, denn beide Aktionen funktionieren über die Kreistaste, was zu Verwirrung führen kann. Auch das Chi-Aufladen und -Entladen ( also den Chi-Angriff starten ) funktionieren über einen Button, nämlich Viereck. An sich eine sehr nette Idee, die aber im Nachhinein an der Praxis scheitert. Sehr ärgerlich ist aber die katastrophale Kamera, die nicht ungünstiger hätte sein können. Man kann nur erahnen, von wo aus die Gegner angreifen, wenn man sie nicht sieht. Noch viel schlimmer ist, dass man die Kamera gar nicht drehen kann. Schicke Optik - Grottige LokalisierungDie Grafik an sich ist sehr nett. Die Figuren erstrahlen allesamt in sehr schönen Polygon-Modellen und vor allem die wunderschönen Landschaften haben es uns angetan. Hier ein idyllischer Bach an einer wunderschönen Graslandschaft und da zahlreiche Menschen, die ihrem Alltag nachgehen. Auch die Effekte sehen sehr nett aus und erstrahlen in einem netten Pixel- und Partikelfeuer. Aber dann ist ja noch die sehr grausige Menü-Übersetzung, die uns nahezu jeden Spaß genommen hat. Als Vergleich haben wir die Sprache auf Englisch gestellt und haben bemerkt, dass die Hilfen auf Englisch deutlich besser waren als die deutschen. Warum ? Wir wissen es selbst nicht. Die deutschen Übersetzungen bei den Hilfen sind sehr knapp gefasst und lassen mehr Fragen aufkommen, als sie sie eigentlich beantworten sollen. Auch die Übersetzung der gesprochenen Texte ist teilweise sehr fehlerhaft, trifft aber oftmals den richtigen Wortlaut. Aber auch die englische Sprachausgabe klingt, gelinde gesagt, etwas lächerlich und daher finden wir es wirklich klasse, dass man die Wahl zwischen englischer und japanischer Sprachausgabe hat, weil letztere wirklich gut gelungen ist. Insgesamt ist die Technik an sich sehr gut und macht eine gute Rolle, auch wenn die deutsche Lokalisierung ein wenig vermurkst ist. Kommentar (AS) : Schade, nachdem ich schon erste Videos und Bilder zum Spiel gesehen habe, habe ich mich auf ein nettes RPG mit Actioneinlagen gefreut. Aber leider wird daraus doch nichts. Zwar ist die Grafik brilliant, aber Grafik ist bekannterweise nicht alles. Das 'Chi' ist leider viel zu mächtig und läßt alle anderen Angriffe einfach so verpuffen. Die Gegner sind auch viel zu blöd und machen einfach nichts, schade. Zwar sind die Endbosse recht stark, aber auch diese lassen sich immer mit derselben Taktik besiegen. Nichtsdestotrotz macht das Spiel Spaß, auch wenn man es aus der Wertung vielleicht nicht heraussieht, aber 71% bedeutet als Schulnote "gut -" und so kann man das Spiel auch einstufen. Es ist gut, hat aber einige Macken, die eine deutlich bessere Wertung verhindern. Die spaßige Itemhatz ist ganz nett gedacht und wird durch einen Ad-hoc-Modus komplettiert, mit dem man gegen einen Freund antreten kann ( wird aber in der Wertung nicht berücktsichtigt ).
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