Kengo Zero
Kengo Zero
Japanische Spiele auf einer amerikanischen Konsole sind rar gesät, da freut man sich doch regelrecht, wenn hin und wieder mal ein Spiel nach Deutschland kommt. So habe ich mich auch auf Kengo Zero gefreut, welche von Entwickler Genki entwickelt wurde und von Publisher Eidos vertrieben wird. Im Spiel selber geht es um insgesamt neun Samurai-Kämpfer, welche jeweils in einer persönlichen Geschichte Kämpfe austragen. In der Tat soll Kengo Zero ein Konkurrenzprodukt zu Ninja Gaiden sein, doch daraus wird absolut nichts. Warum Kengo Zero in die unterste Schublade gehört, erfahrt ihr im Kurztest.
Die Geschichte der Samurai
Wie schon im Intro erwähnt, dürft ihr euch einen von zahlreichen Kämpfern aussuchen, welche jeweils eine eigene Geschichte präsentieren. Wer des Englischen nicht mächtig ist, wird hier auf den Holzpfad geschickt. Das komplette Spiel kommt in japanischer Synchronisation daher und bietet lediglich englische Untertitel. Einzig und allein das Handbuch wurde in übersetzt. Nichtsdestotrotz muss man nicht unbedingt Englischkünstler sein, um das Spiel spielen zu können, denn richtige Geschichten bieten die Kämpfer nicht. Nur in einem Intro wird erwähnt, warum und weshalb dieser jemand kämpft. Ansonsten kann man sich direkt in den Kampf stürzen und seine Gegner erledigen, indem man sein Schwert zückt.
Kengo Zero ist kein typisches Beat em Up wie zum Beispiel Dead or Alive oder Tekken, sondern besinnt sich mehr an das Gameplay von Ninja Gaiden, indem es weitläufige Level zu erkunden gibt, und hin und wieder Gegner in Massen aufkreuzen. Schade nur, dass das Konzept hier nicht aufgeht, denn die Level sind ziemlich klein gehalten und bieten nicht einmal irgendwelche Interaktionsmöglichkeiten. So läuft man Level für Level rasch über die Wege und Pfade, um die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich zu erregen, um dann alle Bösewichte auszuschalten. Hat man dieses Ziel erreicht, kommt auch schon der Endgegner, den es zu besiegen gilt. Während eines ganzen Levels kann man nicht einmal seine Lebensenergie auffrischen, da solch eine Option komplett weggelassen worden ist. So muss man sehr darauf achten, schon zu Anfang so gut wie möglich nicht getroffen zu werden, um überhaupt eine Chance gegen den Endgegner zu haben.
Grafisch bieten die Level nicht allzu viel, da diese eher bieder daherkommen. Die Texturen wirken sehr matschig und wiederholen sich sehr schnell, so dass ihr euch nach wenigen Minuten an den wenigen Details satt gesehen habt. Dafür sind diese sehr Abwechslungsreich gestaltet und so wird man zum Beispiel in einem Wald, einem Park oder in einer kleinen Siedlung den Kampf gegen den Feind aufnehmen müssen. An Atmosphäre bekommt man leider nichts geboten, da ein halbwegs guter Soundtrack fehlt und man so, fast stumm durch die kleinen Areale laufen wird.
Absolviert man ein Level, darf der Charakter durch eingesammelte Punkte erweitert werden. So kann man seine Lebensenergie erweitern, die Angriffskraft verstärken und seine Kampfmanöver erweitern.
Flaches Spielniveau
Spielerisch bietet Kengo Zero absolut keine Innovation. Hier ist dumpfes Knopfdrücken auf unterstem Niveau angesagt. Kombos oder sinnvolle Verkettungen von Kampfmanövern wird man hier nicht finden. So kämpft man mit seinem Samurai-Schwert ununterbrochen per Knopfdruck auf den Y-Button. Hin und wieder muss man auch mal den gegnerischen Angriff blocken, um dann schnell mit einem Schwerthieb zu antworten. Wer Spiele wie God of War, Heavenly Sword oder Ninja Gaiden kennt, wird den Kopf schütteln, wie schlecht die Kämpfe in Kengo Zero von statten gehen. Darüber hinaus wirken die Animationen der Kämpfer sehr unbeholfen und eher hölzern, so dass diese eher witzig als ernst aussehen.
Neben der Hauptmission, gibt es Herausforderungen, bei denen man bestimmte Ziele erreichen muss, oder Abschnitte in einer vorgegebenen Zeit meistern soll. Hierbei kann man sich auch der Xbox-Live Tabelle bedienen, bei denen die besten Herausforderungen nachgespielt werden können, welche andere Spieler geschafft haben.
Zudem verfügt Kengo Zero über einen Combat-Modus bei dem es darum geht, so viele Punkte wie möglich zu erreichen bzw. solange wie möglich zu überleben. Aber auch hier gestaltet sich das Gameplay als sehr altbacken und flach, so dass bei keinen der unterschiedlichen Modi ein Hauch von Spielspaß aufkommen wird. Bei Japanern mag so ein Spielkonzept funktionierten, hier in Europa wird das Spiel eher ganz wenigen Spielern gefallen, so dass man nicht unbedingt von einem Erfolg außerhalb Nippons sprechen kann.
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Schade, schade, aber das war ein Satz mit X. Spielerisch zeigt Kengo Zero steil bergab, was wirklich schade ist. Die Idee, kleine weiträumige Level zu gestalten ist gut, aber man sollte das auch konsequent durchsetzen und sinnvoll designen, um einen möglichen Hauch an Spielspaß zu gewährleisten. Leider kommt die ganze Präsentation sehr falch daher. Der Soundtrack wirkt bieder, die Level detailarm, die Grafik altbacken und das Gameplay flach. So siedelt sich Kenge Zero mit in die unterste Schublade ein, weil ein Potenzial komplett ausgelassen wurde. Wie schon angesprochen. In Japan mag es funktionieren, hier leider nicht.
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einfache Steuerung |
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neun unterschiedliche Kämpfer |
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schwaches Spielkonzept |
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schlechte Animationen |
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keine Lokalisierung |
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langweilige Grafik |
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miserabler Soundtrack |
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zu einfach gestricktes Gameplay |
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| Spielspaß |
ausreichend |
Auszeichnungen |
| Gameplay |
ausreichend |
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| Grafik |
ausreichend |
| Sound |
mangelhaft |
| Umfang |
befriedigend |
| Multiplayer |
mangelhaft |
Gesamt
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