Infos zum SpielJuiced 2: Hot Import Nights
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Juiced 2: Hot Import Nights SpieleberichtJuiced 2: Hot Import NightsJuiced 2: Hot Import Nights
In letzter Zeit wurde der Markt mal wieder mit Rennspielen zugeschüttet, was sich an Spielen wie Forza Motorsport 2, Sega Rally, Moto GP 07 und Colin McRae Dirt feststellen lässt. Nun wagt sich auch THQ in die Gebiete des Rennsports und versucht mit Juiced 2: Hot Import Nights einige neue Ideen in das langweilige Rennleben der Spieler zu bringen und altbewährtes zu verbessern. Heiße Frauen, heiße Schlitten, der brennende Asphalt und gut umgesetzte neue Ideen?
Man muss von vorn herein sagen, dass Juiced 2: Hot Import Nights nicht die Revolution des Rennsports ist, jedoch mit einigen guten und neuen Ideen den anderen Entwicklern mal zeigt, dass man sich vielleicht auch mal an etwas Neuem probieren sollte. Zumindest machen die Entwickler von Juiced Games gleich etwas richtig, was bis dato nur sehr wenige gemacht haben und zwar geben sie dem Spieler ein richtiges Profil. Ihr habt am Anfang eurer Karriere die Möglichkeit euch komplett so aussehen zu lassen, wie ihr möchtet. Okay, ihr habt vielleicht kein Kleidungsangebot eines Thomas Gottschalk, aber mit einigen persönlichen Abstrichen dürfte dann für jeden doch etwas dabei sein. Zur Auswahl stehen euch also Oberteile, Hosen und Hüte, welche in Kombination mit eurem Gesicht dann eine gewisse Kombination ergeben dürfte. Was man bei der Bekleidung vielleicht verschlafen hat, hat man beim Gesicht wieder wettgemacht, denn hier hat man wirklich große Möglichkeiten, indem man jede Gesichtspartie so bearbeiten kann, dass es einem gefällt. Habt ihr euren Fahrer dann zu eurer Zufriedenheit erstellt und euch nicht allzu warm angezogen, dürftet ihr für die heißen Nächte von Juiced gerüstet sein. Vom Anfänger zum King in der HIN-Szene Man kann Juiced 2 in dieser Richtung gar keinen Vorwurf machen, denn irgendwie handeln so ziemlich alle Arcade-Racer davon, dass man vom Neuling in der Szene zum besten Fahrer aufsteigen muss. Auch in Juiced 2 ist dies der Fall, doch der Weg ist lang und beschwerlich und bevor ihr wirklich ganz oben mitfahren dürft, müsst ihr euch erst einmal durch zehn Ligen schlagen, welche ganz verschiedene Aufgaben für euch parat haben. Bevor ihr aber loslegt, müsst ihr erst einmal einen Einstufungstest absolvieren, damit ihr erst einmal in der Anfängerklasse fahren dürft. Dies dürfte kein Problem darstellen und ihr könnt euch nach getaner Arbeit euer erstes Auto aussuchen. Somit erhaltet ihr gleich eure Fahrzeugpapiere, auf denen alles wissenswerte über eure Karriere steht. Doch wenn ihr wirklich etwas über euch erfahren wollt, dann beobachtet ihr einfach euer DNA-System, welches sich ständig verändert. Am Anfang eurer Karriere wird euch eure freundliche Begleiterin darauf hinweisen, dass eure DNA entweder kochend heiß, kühl oder ausgeglichen sein kann, was in ungefähr dann euer Gemüt beschreiben soll. Also wenn ihr andauernd eure Gegner rammt, keinen Zweikampf aus dem Weg geht und sie zu Fehlern zwingt, werdet ihr als aggressiver Fahrer eingestuft. Seid ihr eher einer, der sich fair und erfolgreich durch die Rennen kämpft, werdet ihr als cool und gelassen eingestuft. In exakt eine Schublade kann man sich da kaum stecken, da die DNA erst einige Zeit braucht, bis sie wirklich aussagekräftig ist und euch anzeigen kann, welche Art von Fahrer ihr nun seid. Wirklich etwas bewirken tut die DNA aber leider nicht. Anhand der DNA könnt ihr eure Gegner ungefähr einschätzen und seht welche Stilrichtung eure Kontrahenten fahren. Wirklich bemerkbar macht sich die DNA aber auch bei den Gegnern nicht und man kann nur schwer einschätzen, ob der Fahrer nun wirklich so fährt, wie es die DNA anzeigt. Natürlich könnt ihr letztendlich mit jedem Fahrer ein heißes Duell ausfechten, aber man sollte immer an seinen Geldbeutel denken. Und da wären wir auch schon bei der zweiten Neuerung in Juiced 2 und zwar die Wetten, die ihr bei fast jedem Rennen bringen könnt. Euch reicht das Geld zum Auftunen eures Schlittens nicht mehr? Dann setzt einfach mal 5000$ gegen einen eurer Gegner und versucht ordentlich abzukassieren. Schade ist, dass euer Gegenüber eigentlich immer die Möglichkeit hat ein niedrigeres oder höheres Gebot einzugehen, welches euch dann nur noch die Option lässt, dass ihr aussteigt – was euch ein gewisses Strafgeld kostet – oder dass ihr mitzieht. Hier wäre es vielleicht wünschenswert gewesen, wenn man die Fahrer mittels eines Dialogs vielleicht noch etwas aus der Reserve hätte locken können und man die Möglichkeit gehabt hätte sie zu provozieren. Neben den normalen Wetten, gibt es dann noch die Zuschauerwetten, bei denen ihr nicht selbst das Rennen fährt, sondern auf andere Fahrer wettet, die alle vom Computer gesteuert werden. Ihr könnt eure Wetten vor dem Rennen und bis zu einem gewissen Zeitpunkt im Rennen platzieren, bis der Countdown auf dem Bildschirm erscheint und abgelaufen ist, dann müssen alle Wetten abgegeben sein. Die KI der anderen Fahrer zieht sich leider wie ein roter Faden durch das Spiel. Zwar werden sie von Liga zu Liga besser, jedoch verändert sich der Fahrstil kaum und meistens sind sie genauso leicht zu schlagen, wie am Anfang eurer Karriere. Blabla was? Es ist so laut, ich kann dich nicht hören? Eins der Probleme von Juiced 2 ist, dass man bei dem ganzen Gejubel und Getöse im Hintergrund absolut nichts versteht, was die Fahrer eigentlich vor sich hinreden. Habt ihr nämlich eine Wette abgeschlossen, kriegt ihr meistens noch einen Kommentar reingedrückt, der allerdings häufig kaum zu verstehen ist. Auch eure Begleiterin und Helferin versteht man ab und an nicht und man muss sich manche Teile zusammenreimen, jedoch ist es hier nicht so schlimm, wie bei den Gegnern. Doch was man als Kontrapunkt anführen kann, kann man auch als Propunkt anführen, denn dadurch, dass die Rennen in Juiced 2 nicht illegal sind, sind die Gebiete abgeriegelt und am Rand befinden sich unheimlich viele Zuschauer, die einen ordentlich Radau veranstalten, was eine klasse Atmosphäre schafft. Auch der Sound der Fahrzeuge kann sich durchaus hören lassen, bietet aber nichts Neues und berauschendes, was man vielleicht von einem Gran Turismo erwarten darf. Grafisch gesehen ist Juiced 2 sehr schwer zu beurteilen, da durch die vielen Licht- und Nachteffekte das Ganze etwas unübersichtlich wirkt. An sich kann das Spiel aber nicht überzeugen und sieht fast aus, wie ein hochskaliertes Need for Speed Underground 2 mit etwas schärferen Texturen und etwas kräftigeren Farben. Auch vor dem Start des Rennens sieht man, dass das Spiel das Kantenflimmern nicht in den Griff kriegt, wovon man im Renngeschehen zum Glück verschont bleibt. An sich sieht eine Strecke aber doch aus wie die andere, zwischendurch mal etwas andere Kurven oder irgendwelche Tunnel aber eine wirklich große Vielfalt an individuellen Rennstrecken gibt es nicht. Habt ihr eure ersten Rennen erfolgreich abgeschlossen und euren ersten Gewinn nicht gleich rausgeblasen, habt ihr die Möglichkeit euer Auto zu tunen. Auch hier werdet ihr nicht wirklich etwas Neues entdecken, da jeder Tuningmodus in jedem Rennspiel einfach dem anderen gleicht. Jedoch muss man die Vielzahl an Tuningmöglichkeiten loben, die einem geboten werden. Auch sehr nett anzusehen ist, dass das Auto transparent dargestellt wird und dann angezeigt wird, wo welches Teil entfernt oder eingebaut wird - so lernt man wenigstens noch etwas von der Materie. Kommen wir nun zu den Renntypen, die euch zur Verfügung stehen. Auch hier wird man einige bekannte Rennmodi zu Gesicht bekommen, welche sich in Rundstrecken-Rennen, in der Rundstrecken-Elimination, in Driftrennen und in der Drift-Elimination zusammenfassen lassen. Neu hingegen ist der Last Man Standing, der euch einiges abverlangt. Und zwar müsst ihr eine Strecke, ohne dabei auf ein Hindernis zu treffen, absolvieren. Zwar könnt ihr die Wagen der anderen Fahrer rammen aber wenn diese es auf euch abgesehen haben, solltet ihr recht schnell versuchen euch aus dem Staub zu machen, denn fahrt ihr einmal gegen die Bande seid ihr raus aus dem Rennen. Neben den normalen Rennmodi, gibt es zusätzlich noch die besonderen Events, welche sich auf Extrem Nitro, Prototyp-, Supersportwagen- und Mucle-Car-Rennen begrenzen. Bei Juiced 2 gibt es Muscle-Cars und Supersportwagen, welche ihr beim Autohändler erwerben könnt. Die Autos sind meistens mit drei verschiedenen Zeichen versehen, entweder mit dem „Good Drift Car“-Symbol, welches zeigt, dass dieses Auto sehr gut zum Driften geeignet ist, das „Muscle-Car“-Symbol, welches andeutet, dass das Auto einen großen und kräftigen Motor besitzt und das „Supersportwagen“-Symbol, welches anzeigt, dass das Auto Spitzengeschwindigkeiten erreichen kann. Um im Rennen erfolgreich zu sein, habt ihr verschiedene Möglichkeiten eure Fahrstrategien einzusetzen. Bedrängt ihr eure Gegner von hinten, füllt sich über deren Auto eine Leiste. Ist diese gefüllt, wird der Gegner einen Fehler machen, dadurch dass ihr ihn bedrängt habt. Dann steht euch natürlich noch das Nitro zur Verfügung, welches sich durch Drifts auflädt und dann mittels der Y-Taste eingesetzt werden kann. Insgesamt muss man sagen, dass Juiced 2 ein gewöhnungsbedürftiges Drift-System hat, denn wenn ihr in eine Kurve einlenkt, kann es schon mal vorkommen, dass euer Wagen komplett von der Strecke abkommt und in die Bande rauscht. Beherrscht ihr das Driften allerdings einmal und seid schon einige Drift-Events gefahren, macht es wirklich Spaß, wobei man betonen muss, dass man den Arcade-Faktor wirklich mögen muss, denn realistisches Fahrverhalten ist bei Juiced 2: Hot Import Nights absolut Tabu. Kommen wir nun zum letzten Pluspunkt und zwar der Online-Modus. Dieser verläuft ungefähr genauso ab, wie der Offline-Modus, nur, dass ihr in der Karriere gegen menschliche und gleichgesinnte Fahrer antretet und somit der Schwierigkeitsgrad aber auch der Kick enorm steigt. Auch habt ihr die Möglichkeit eure getuntes Autos gegen Bares zu verkaufen und dann das verdiente Geld wieder anders zu investieren. Juiced 2 bietet quasi Online alles, was einem auch Offline geboten wird.
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