Infos zum Spiel


international athletics olympiade peking beijing

Entwickler:
Publisher:
Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
Plattformen:

Wertung


Grafik: 54 %
Sound: 67 %
Gameplay: 67 %
Steuerung: 80 %
Multiplayer: 80 %

Positiv


  • + weitestgehend ordentliche Steuerung...
  • + Animationen meist realistisch
  • + nette Menümusik
  • + Medaillensammeln macht hier größtenteils Spaß

negativ


  • - ...die aber teilweise zu viel auf Button-Mashing setzt...
  • - ...wie z.B. beim unnötigen 1500m-Lauf
  • - keine Nationalhymnen
  • - Atmosphäre nicht dicht genug
  • - Multiplayermodus leicht suboptimal
  • - Ladezeiten zu lang und zu oft
  • - Präsentation etwas trocken
  • - nur 14 (nicht immer sehr unterschiedliche) Disziplinen

international athletics olympiade peking beijing Spielebericht


international athletics olympiade peking beijing

International Athletics

International Athletics

Olympische Spiele haben eine ellenlange Tradition. Auch auf sämtlichen Spielekisten dieser Erde. Vor allem die „Summer Games“ bzw. „Winter Games“ auf dem C64 konnten bereits in den Achtzigern die noch junge Spielergemeinde bewegen, wie wild ihre Joysticks zu würgen. Über 20 Jahre später – zu den olympischen Spielen in Peking – wird immer noch gern Button Mashing zwecks 500-Meter-Lauf oder Hammerwerfen betrieben. So auch in „International Athletics“ - exklusiv für die PSP und ohne offizielle „Peking-Lizenz“. Wir haben uns die tragbare Leichtathletik für die Playstation Portable einmal genauer angesehen.

Nach einiger Zeit des PSP-üblichen Wartens – dieses Mal allerdings lang vor einem schwarzen Bildschirm - ist man irgendwann im Hauptmenü des Spiels (vom lächerlichen, minimalistischen Athleten-Editor abgesehen). Dort kann man zwischen „Schnelle Disziplin“ (Einzeldisziplin spielen), „Zehnkampf“, „Turnier“, „Mehrspieler“, „Preise“ (gewonnene Medaillen ansehen) sowie den „Optionen“ wählen. Es werden insgesamt 14 Disziplinen geboten, allerdings unterscheiden sich einige natürlich nur marginal (100m, 400m und 1500m-Lauf beispielsweise, wobei letzterer wegen seiner Länge und des damit verbundenen Dauertastendrückens über Minuten irgendwann nervt). Die Auswahl ist allerdings vielseitig. Neben den drei oben genannten Disziplinen müsst ihr außerdem Fähigkeiten beim 110m-Hürdenlauf, Weitsprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwerfen, Hammerwerfen, Bogenschießen, an der Schnellfeuerpistole und bei der Laufenden Scheibe beweisen. Persönliche sowie Weltrekorde und auch Medaillen können in Einzeldisziplinen – quasi beim Üben – geholt werden. Die Turniere und der Zehnkampf winken mit zusätzlichen Trophäen. Das war es leider in puncto Umfang auch schon, die Turniere bieten beispielsweise keinerlei Anpassungsmöglichkeiten oder große Motivation, es muss nur der Schwierigkeitsgrad gewählt werden. Im Großen und Ganzen motiviert euch das Spiel nur dahingehend, in den arcadig gestalteten Disziplinen Medaillen zu sammeln und diese im Menüpunkt „Preise“ anzusehen, um nachvollziehen zu können, wo noch ein Blech im Schrank fehlt. Dabei gestaltet sich die Medaillenjagd in den unterschiedlichen Disziplinen vor allem deshalb häufig als Geduldsprobe, weil man system-typisch zwischen jeder einzelnen – noch so kurz vorher gespielten ähnlichen – Disziplin bis zu 15 Sekunden Ladezeiten abwarten muss. Klar, dass die Mobilität des Spiels darunter leidet.

International Athletics

Lasst die Spiele beginnnen!

Kommen wir aber nun zum Wichtigsten: Dem Spielablauf selbst. Eingebettet in eine recht schmucklose aber insgesamt ordentliche Präsentation mit euphorischer, passender Musik und einfach gestalteten Menüs sind diese 14 Disziplinen, welche alle nur die L- und R- sowie die X-Taste und einige wenige auch den Analog-Knubbel oder die untere Steuerkreuztaste benötigen. Die Umsetzung ist dabei eigentlich sehr gut gelungen, man bewegt sich zwischen Realismus und arcadigem Button-Mashing, wobei die Renndisziplinen – vom Hürdenlauf abgesehen – nur auf letzterem beruhen. Beim 100-Meter-Lauf noch ganz witzig, wird es beim 400-Meter- aber spätestens beim 1500-Meter-Lauf zu einer Qual für Spieler und die armen, sowieso schon klackerigen L- und R-Tasten der PSP. Diese ist auch für solche Spiele nicht unbedingt geeignet und ich würde ihr derartige Disziplinen nicht allzu oft zumuten wollen, stellt man doch die Verarbeitung des Handhelds hier ziemlich auf die Probe. Ansonsten ähneln sich die restlichen Disziplinen auch recht stark: Meist gilt es durch abwechselndes Drücken der Schultertasten Anlauf zu nehmen, dann im richtigen Moment den richtigen Sprung- oder Wurfwinkel per Druck auf die X-Taste festzulegen und je nach Disziplin noch die eine oder andere Sache zu beachten oder nochmals die X-Taste zu drücken. Der Schwierigkeitsgrad ist wählbar und daher für jeden Spielertyp passend.

 

International Athletics

 

Die technischen Disziplinen

Die Grafik ist in Ordnung, nicht mehr und nicht weniger. Man meckert nicht, da die nötige Atmosphäre erzeugt wird und ein paar Dinge am Rande immer zusätzlich zu finden sind. In Begeisterung wird man ob der hölzernen Figuren und der unspektakulären Zuschauermenge aber auch nicht verfallen. Der Sound stützt die Atmosphäre mit passenden Einspielungen, etwas kräftiger hätte er allerdings schon sein dürfen. Außerdem vermisse ich zum Beispiel Stadionsprecher im Hintergrund oder noch viel wichtiger: Nationalhymnen. Voll begeistern können also weder Steuerung, noch Präsentation, noch Atmosphäre. Der Multiplayermodus kann leider auch nicht hundertprozentig überzeugen, da entweder jeder Spieler das Spiel benötigt, oder nur auf einer PSP gespielt werden kann. Letzteres ist für ein kleines Duell natürlich ganz nett.

 


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