Infos zum Spiel


Import Tuner Challenge

Entwickler:
Publisher:
Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
Plattformen:

Wertung


Grafik: 65 %
Sound: 54 %
Spielspaß: 60 %
Gameplay: 63 %

Positiv


  • - viele Tuningmöglichkeiten
  • - flüssige Grafik
  • - schöne Wagenmodelle

negativ


  • - magere Streckenoptik
  • - nervender Soundtrack
  • - zu wenig Umfang
  • - nur japanische Autos

Import Tuner Challenge Spielebericht


Import Tuner Challenge

Import Tuner Challenge

Die Need for Speed-Reihe hat es irgendwie leicht. Denn es gibt kaum Konkurrenz, wenn’s um Tuning und illegale Straßenrennen gilt. Doch damit soll nun Schluss sein. Mit Import Tuner Challenge aus dem Hause Genki veröffentlicht UbiSoft ein Rennspiel, das es mit der Underground-Reihe von NfS aufnehmen soll. Wer kommt als erstes ins Ziel?

Eine Nacht in Tokio
Ihr seid ein unbekanntes Licht auf den Straßen in der riesigen Metropole Tokio. Verschafft euch Respekt und Anerkennung, um euch einen Namen bei den diversen Gangs zu machen und werdet der König der beleuchteten Schnellstraßen. So und nicht anders kann man Import Tuner Challenge beschreiben. Der weniger interessante Menübildschirm zeigt sich eher konservativ als Mittel zum Zweck. Hier fallen direkt die Modi auf. So gibt es einen Quest Mode, der quasi eine Karriere ist, den Free Run, in dem ihr ohne jeglichen Stress durch die Nacht heizen könnt und den typischen Time Attack Modus.

Der Blickpunkt des Ganzen ist natürlich der Karrieremodus. Hier entscheidet ihr euch zu Anfang für ein Preiswertes Gefährt, welches eurem mageren Budget gerecht wird. Hierbei könnt ihr euch zum Beispiel schon für einen Mazda RX-8 entscheiden. Habt ihr noch etwas Geld übrig, investiert doch in einen neuen Motor oder Auspuff. Aber um natürlich genug Geld zu scheffeln, müsst ihr auf die Piste und Gegner für Gegner besiegen.

Die Rennen laufen dabei wie folgt ab. Zuerst sucht ihr euch eine Strecke bei Nacht, Mitternacht oder Morgengrauen aus und dann beginnt das eigentliche Spiel schon. Ihr fahrt also solange auf dem Highway, bis ihr einen potentiellen Renngegner findet. Per Lichthupe signalisiert ihr, dass ein Rennen stattfinden soll. Danach geht’s auch direkt los. Ihr startet auf gleicher Höhe mit eurem Kontrahenten und müsst versuchen, soweit wie möglich ihm vorweg zu fahren. Das Spielprinzip hat ein wenig Ähnlichkeit mit einem gewöhnlichen Beat’em Up. Ihr und euer Gegner verfügt über einer Statusleiste, die geht rapide Runter, wenn ihr weit hinten liegt. Ist die Leiste komplett auf dem Nullpunkt angekommen, habt ihr verloren. Seid ihr aber schneller und fahrt größtenteils davon, gewinnt ihr natürlich. Zudem verringert sich die Leiste bei Kollisionen mit Wänden und anderen Autos. Die Idee ist interessant und bringt merklich frischen Wind ins Rennspiel, doch leider wird der nette Gedanke nicht konsequent fortgesetzt. So gibt es kaum Verkehr auf den Straßen und Tokio bei Nacht sieht auch nicht berauschend aus. Im Grunde denkt man andauernd, dass man jedes Mal dieselbe Strecke fährt, da diese durchweg Trist und grau dargestellt werden. Ein wenig mehr Abwechslung im Streckendesign wäre von Vorteil.

Nach und nach klappert ihr alle generischen Fahrzeuge ab, um euer Konto zu füllen und Respekt zu erfahren. Habt ihr gegen jedes Auto ein Rennen auf einem Streckenabschnitt gewonnen, könnt ihr euch auf einer neuen Strecke erneut versuchten. Die Renn gestalten sich als positiv spannend und fordernd. Des Öfteren kann es passieren, dass ihr minutenlange Kopf an Kopfrennen fahrt.

Tuningspaß
Neben den Rennen steht auch das Tuning der vereinzelten Autos im Mittelpunkt. Hier hat das Spiel seinem Konkurrenten sogar was voraus. Man kann teils mehr tunen, besonders wenn’s um Kleinigkeiten geht. So könnt ihr euch für neue Sportsitze entscheiden oder baut doch einfach neue Instrumente aufs Armaturenbrett. Mit sehr viel liebe zum Detail wurden die Wagen modelliert und sehen fantastisch aus.

Des Weiteren könnt ihr allerhand an der Karosserie verändern. Ob neue Kotflügel, Schweller oder sportlichen Heckspoiler. Es gibt genug Auswahl, mit der man seinen Untersatz einzigartig machen kann. Zudem könnt ihr euren eigenen Lack erstellen und entscheiden, welche Tribals und Aufkleber er tragen soll. Hierbei bestimmt ihr die Größe und den Platz, an den die Tribals bzw. Aufkleber angebracht werden. Es lassen sich mehrere Schichten auftragen und somit sind keine Grenzen für Individualität gesetzt.

Aber nicht nur auf das optische Tuning sollte geachtet werden. Auch Motor, Auspuff, Bremsen und Getriebe muss man verbessern, um bei den Rennen eine Chance zu haben. Hierbei gestaltet sich das rumwerkeln als ziemlich umfangreich. Man kann zahlreiche Einstellungen vornehmen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Eher konservative Präsentation
Import Tuner Challenge ist ein zweischneidiges Schwer, wenn es um die Grafik geht. Die Wagenmodelle stehen ihren Vorbildern in nichts nach und sehen einfach super aus. Zudem läuft das komplette Spiel konstant flüssig und jegliche Ruckler. Doch die Performance geht leider auf Kosten der Streckengrafik drauf. So sehen die Strecken keineswegs spektakulär aus. Größtenteils erwarten euch triste Randmauern der Highways und eine durchweg blasse, detailarme Welt, die in  kleinster Weise überzeugt. Den ohnehin schon viel zu wenigen Strecken hätten mehr Abwechslung durchaus gut getan. Ein weiterer Minuspunkt sind die leblosen Highways. Hier sind kaum Autos unterwegs.

Kommen wir zum Soundtrack. Hier stellt man sich eher die Frage, ob man es wirklich Soundtrack nennen kann, denn durchgehend dudeln elektronische Beats durch die Lautsprecher, die nach kurzer Zeit wirklich nervenaufreibend werden können. Wieso bekommt man keine knackigen Rocksongs serviert, die die Motivation beim Rennen steigern können, sowie es auch andere Rennspiele beinhalten? Das bleibt wohl eine offene Frage und somit müsst ihr euch mit dämlichen elektronischen Sounds begnügen.

Eine weitere Schwäche ist der Fuhrpark. Die ohnehin schon wenigen Fahrzeuge kommen nämlich nur aus Japan. Subaru, Toyota, Nissan oder Mitsubishi sind zwar allesamt vertreten und haben in der Tuningszene einen enormen Wert, aber dennoch sollte auch hier ein wenig mehr Abwechslung vorhanden sein. Wo bleibt ein Golf oder Audi aus Deutschland? Oder ein paar Amischlitten? Schade, dass der Umfang keineswegs überzeugen kann. Ob Strecken oder Wagen, insgesamt bekommt man zu wenig für das Geld.

Kommentar (CK) :

Schade, schade, dass Import Tuner Challenge sein Potential keineswegs ausnutzt. Die spannenden Rennen, die zudem konstant flüssig laufen, werden durch öde und lahme Grafik überrollt, sodass das Ergebnis nur unterer Durchschnitt ist. Die Wagenmodelle sehen toll aus, der Tuningbereich ist enorm, aber dennoch fehlt es dem Spiel an Reiz. Viel zu wenig Strecken, viel zu wenig Fahrzeuge, viel zu wenig Atmosphäre und Grafik, mit Ausnahme der Wagenmodelle. Im Grunde ist Import Tuner Challenge von UbiSoft nur magere Kost für verwöhnte Xbox 360 Spieler, die mit PGR3, Test Drive und dem kommenden Forza 2 besser bedient sind bzw. sein werden.


0 Kommentare


Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Dein Kommentar: