Infos zum Spiel


Hitman: Blood Money

Entwickler: IO Interactive
Publisher: Eidos GmbH
Erscheinungsdatum: 1. Quartal 2006
Genre: Action
Plattformen: PC Playstation

Wertung


Grafik: 83 %
Sound: 86 %
Spielspaß: 88 %
Gameplay: 85 %

Positiv


  • - Gelungene Präsentation
  • - Tolles und einseitiges Gameplay
  • - Enorme Entscheidungsfreiheit
  • - Überzeugender Sound
  • - Vielseitige Level

negativ


  • - Story kommt nicht in Fahrt
  • - Manchmal zu monoton
  • - Wiederholende, gleichaussehende Gegner

Hitman: Blood Money Spielebericht


Hitman: Blood Money

Hitman: Blood Money

Nach dem enormen Erfolg vom neuen Tomb Raider, will Eidos direkt mit einem neuen Titel, einer beliebten Serie anschließen. Die Rede ist von Hitman. Der vierte Teil der Serie erschien vor kurzem für PS2, Xbox, Xbox 360 und PC. Die Vorfreude war riesig, als ich endlich ein Exemplar bekommen habe, und es ungeduldig meiner geliebten Xbox 360 zum Fraß vorgeworfen habe. Was mich alles erwartet hat und ob Eidos wieder ein tolles Spiel abgelieferte, erfahrt ihr in unserem Test zur 360 Fassung.

Agent 47

Kaum läuft Hitman – Blood Money an, erscheint schon das Menü. Doch was sehen meine Augen da? Eine Beerdigung mit beklemmender Musik läuft im Hintergrund des Hauptmenüs. Agent 47 ist tot? Oh, wie konnte das passieren? Fragen über Fragen, die ich mir stellte. Man muss es den Entwicklern ja lassen, das Menü wirkt traurig und beklemmend. Jeder wird sich automatisch die Frage stellen, was geschehen ist und somit wird direkt Spannung aufgebaut. Im Spiel selbst steuert ihr den Hitman, also Agent 47 vor seinem Tod, um zu erfahren, wie es dazu gekommen ist. In zwölf völlig unterschiedlichen Level wird die Geschichte rund um den kaltblütigen Agenten erzählt. Eine wirklich tolle Idee, um so das Verlangen der Spieler nach dem Spiel aufrecht zu erhalten. Ihr dürft nach wie vor euer eigenes Ding durchziehen. Euch selbst ist überlassen, wie ihr in den jeweiligen Abschnitten vorgeht. Sei es lautlos, mit ständig neuen Verkleidungen, die ihr von zuvor erledigten Personen anzieht oder auf die brutale Weise vorgeht und nacheinander Personen erschießt. Letzteres ist natürlich nicht Sinn und Zweck von Hitman. Zudem macht es auch wesentlich mehr Spaß, durch geschickte Vorgänge und Ideen, ein Level zu meistern. Dabei sind die Abschnitte nicht aneinander gereiht, um eine nahtlose Storyline zu erzielen. Jedes Level erzählt seine eigene Geschichte, völlig unabhängig anderer. So kommt die Geschichte zwar nicht richtig in Fahrt, jedoch wird somit mehr Abwechslung geboten. Ihr findet euch in wunderschön animierten Gegenden wieder, die alle eine tolle Atmosphäre mit sich bringen. Agent 47 erledigt seine Aufträge auf einer Weingut getarnten Kokainfabrik, einem luxuriösen Opernhaus oder auf einem alten und verlassenen Jahrmarkt. Dies sind nur wenige Beispiele für die vielseitigen Gegenden, in denen ihr unterwegs seid. Des Weiteren gestalten sich die als enorm umfangreich. So habt ihr die komplette Kontrolle, wo ihr auch lang lauft. Es gibt keine Vorschriften oder sonst dergleichen. Alles wirkt lebensecht und weiträumig, um so mehr Spielraum für die Kreativität der Spieler zu schaffen. Das Spiel ist in seinem Gameplay her treu geblieben und hat sich nur minimal geändert.

Blood Money

Neu hinzugekommen ist allerdings eine Art Kopfgeld, in diesem Falle Blood Money, welches auch Namensgeber des Spiels ist. Seid ihr in eurem Auftrag erfolgreich gewesen, erscheint eine Tabelle, welche euch die Statistik zeigt. So wird aufgeführt, wie viele Menschen ihr ermordet habt, oder ob euch Zeugen und andere Personen beobachtet haben. Je nach Spielweise, ermittelt der Computer so einen Arbeitslohn, den ihr zur Bestechung von Zivilisten oder Polizeibeamten benutzen könnt. Zudem könnt ihr mit eurem verdienten Geld eure Waffen verbessern, in dem bessere Munition gekauft wird oder eure Pistolen mit einem Schalldämpfer bestückt. So wird eure Ausrüstung von Mission zur Mission aufgestockt, um noch gefährlicher sein. Nach Vollendung eines Levels gibt es reichlich Lesestoff. So bekommt ihr jedes Mal die Titelseite einer Zeitung serviert, in der die schlimmen Taten verfasst werden, die ihr zuvor begangen habt. Ein tolles Gimmick, das zudem die Spannung weiter erhöht.

Die Lizenz zum Töten

Das Spiel macht im Grunde alles richtig. Das Gameplay wurde nahezu perfekt angepasst und ist leicht zu erlernen. Agent 47 hat alle Techniken drauf, die ein Auftragskiller haben muss. Er kann Feinde gegen Wände drücken, diese entwaffnen, lautlos umbringen und schleichen. Der interessante Aspekt ist dabei, dass ihr völlige Entscheidungsfreiheiten habt, wie ihr eure Aufgaben meistert. Ihr könnt die Morde wie einen Unfall aussehen lassen oder diese heimlich hinter verschlossenen Türen erledigen. Da ihr mehrere Schwierigkeitsstufen auswählen könnt, wird jede Art von Spielern gut unterhalten. Auf der Anfänger-Stufe dürft ihr so oft zwischenspeichern wie ihr wollt und bekommt Anweisungen, was als nächstes zu tun ist. Diese Stufe ist wirklich nur für Anfänger und Gelegenheitsspieler gedacht, da man hier seine Vorgehensweise bestimmt bekommt. Auf der normalen Stufe sieht die Welt schon wieder anders aus. Ihr bekommt keine Informationen, was zu tu ist, sondern klügelt euch selbst eine Taktik aus, um im Kampf erfolgreich zu werden. Des Weiteren dürft ihr nur sieben Mal speichern. Auf der schwierigsten Stufe könnt ihr erst gar nicht speichern. Dies ist eine wirklich harte Herausforderung und sollte erst gemeistert werden, wenn ihr alle Level kennt. Das Speichersystem fiel mir dabei negativ auf. Man ist gezwungen eine Map komplett zu Ende zu spielen, um einen Fortschritt festzuhalten. Speichert ihr nämlich während einer Mission ab und schaltet dann die Konsole aus, müsst ihr beim nächsten Spielen von vorne anfangen. Das ist wahrlich keine tolle Lösung. So sollte man sich für ein Level also genug Zeit nehmen.

Gute Präsentation

Wenn man das neue Hitman betrachtet, macht es eine gelungene Figur. Die Grafik haut einem nicht vom Hocker, wirkt aber stimmig und erfüllt seinen Zweck. Die Bewegungen der einzelnen Personen zeigen sich realitätsnah. Schießt ihr jemanden ins Bein, so knickt dieser zusammen oder hält sich die Schusswunde zu. Die Level sind wunderschön gestaltet und bringen viel Abwechslung ins sonst eher sterile Spielgeschehen. Denn ihr dürft meist immer dasselbe machen. „Töte die und die Zielperson und verschwinde“ lautet meistens die Devise. Das zeugt zwar nicht grade von Einfallsreichtum seitens der Entwickler, wird aber durch das freie Gameplay verbessert. So kommt auch fast keine Langeweile auf. Kaum ein Spiel erlaubt euch so viel an Kreativität, wie dieses. Das Blood-Money System ist eine gute Sache, bringt aber kaum Schwung. Die Musik und die Synchronisationen können vollends überzeugen. Orchestrale Sounduntermalung und provokante Gespräche von vereinzelten Personen machen das Spiel rundum lebendiger. Hitman Blood Money ist komplett in Deutsch gehalten. Die gegnerische Intelligenz überzeugt zwar nicht, kann man aber auch nicht als schlecht bezeichnen. Man kann diese als durchschnittlich abstempeln. Im Großen und Ganzen hat mich der neue Teil der Serie überzeugt und meine Erwartungen erfüllt. In kaum einem anderen Spiel hatte ich soviel Entscheidungsfreiheit und Spaß. Es ist zur Zeit eines der besten Xbox 360 Spiele, das es zu erwerben gibt.

Kommentar (CK) :

Wow, was für ein Spiel. So viel Freiheit und so weiträumige und vielseitige Missionen sind eine Wonne. Agent 47 meldet sich gekonnt zurück und bringt ein hohes Suchtpotenzial mit sich. Die tollen deutschen Dialoge und die stimmungsvolle Musik, machen dieses Spiel zu einem Hit. Die fairen Schwierigkeitsgrade sind gut abgestimmt und fordern den Spieler. Mich haben die Entwickler mit ihrem neuesten Killer-Roman überzeugt.

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