Infos zum Spiel


FaceBreaker: K.O. Party

Entwickler: EA Sports
Publisher: Electronic Arts GmbH
Erscheinungsdatum: 13.11.2008
Genre: Beat'em up
Plattformen: Wii

Wertung


Grafik: 80 %
Sound: 67 %
Gameplay: 47 %
Steuerung: 60 %
Multiplayer: 60 %

Positiv


  • Stimmiger und witziger Grafikstil
  • Lustige Charaktere
  • Tolle Angriffe
  • Guter Multiplayer

negativ


  • Harter Schwierigkeitsgrad
  • Extrem hohes Tempo
  • Geringer Umfang
  • Weniger Features

FaceBreaker: K.O. Party Spielebericht


FaceBreaker: K.O. Party

FaceBreaker: K.O. Party

Ein Boxspiel für die Wii? Na, das klingt doch nach Action!
FaceBreaker hat schon die PS3 und die XBox 360 unsicher gemacht, jetzt versucht EA auch, den Wii-Spielern eins auf’s Auge zu drücken!


Weniger Schnickschnack

Die altbekannten 14 Spielfiguren kloppen sich nun auf der Wii. Leider aber auch nur die, denn der Charaktereditor, mit dem man sich auf der PS3 bzw. 360 noch selbst Boxer basteln konnte, hat es nicht mit auf Nintendos Fuchtelstation geschafft. Wie ein waschechtes Arcade Game eben so ist, liegt in der Kürze wohl die Würze. Auswählen und losboxen heißt die Devise. Die beiden Spielmodi Arcade und „Schlag dich durch“, wie der Karrieremodus genannt wird, kennen wir schon von den Next-Gen-Konsolen. Hier hat sich auch im (geringen) Umfang leider nicht viel getan.

Die Multiplayermodi sollten dabei wohl eher was für eine Prügelparty sein; wirklich spektakulär ist allerdings nur der „Kampf-O-Mat“, bei dem der Zufall entscheidet, welche Spieler auf welcher Arena antreten, beziehungsweise welche Aufgaben dabei noch zu beachten sind. So kann es sein, dass nur bestimmte Angriffe überhaupt Schaden anrichten oder man sich vor frostigen Schneeflöckchen in Acht nehmen muss, um nicht zu erstarren.
Das „T.K.O.“ ist da schon weniger abgefahren. Bis zu vier Spieler wählen jeweils drei Charaktere aus, die dann zufällig gegeneinander antreten müssen. Wer als letzter steht, hat gewonnen.

Fuchtelprinzip und Frustfaktor

Das Spielprinzip ist für die Wii natürlich wie gemacht. Der witzige Comic-Look wirkt motivierend und spornt zu Höchstleistungen an, die abgefahrenen Beats im Hintergrund tun ihr Eigenes dazu bei. Sicher kann die Grafik im Detailgehalt nicht mit einer PS3 oder 360 mithalten, dennoch ist die Präsentation für die Wii in sich stimmig und spaßig, kitzelt dabei eine Menge aus der kleinen Schachtel heraus.
Die Steuerung ist allerdings das absolute Hauptaugenmerk. Was vorher nur mit ein paar Knöpfchen gemacht werden konnte, verlangt hier richtigen Körpereinsatz!

Die Auswahl an Jabs, Schlägen, Blocks oder Ausweichmanövern ist dabei nicht allzu groß, insgesamt aber doch noch fast zu umfangreich, denn die Kämpfe sind (leider) so rasant, dass es meist doch nur beim wilden Gefuchtel bleibt. Zumindest, so lange das eben möglich ist, denn der schon früher oft kritisierte, extrem harte Schwierigkeitsgrad wurde übernommen.
Da passiert es leider häufig, dass man als Spieler zu Boden geht. Neu ist hiernach aber ein Minispiel, bei dem man die um seinen Kopf schwirrenden Vögelchen abschießen muss, um auf diese Weise Energie für den weiteren Verlauf zu sammeln. Das ist eine witzige Idee, die auflockert. Muss man die Viecher allerdings zu oft abschießen, baut auch das nur zusätzlichen Frust auf.

Eben durch das große Frustpotential ist von Langzeitmotivation hier keine Rede. Die Stärken und Schwächen der einzelnen Chars können zwar noch ausgenutzt werden, allerdings gibt auch das nur einen Tropfen auf den heißen Stein. Für Zwischendurch mit Freunden ist es allerdings doch spaßig und hält die Stimmung für kurze Zeit oben. Eben so lange, bis alle Mitspieler keuchend auf der Matte landen.


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