E3 2006
E3 2006 - Spiele, Bilder, Previews
Die drei großen der Branche haben sich am 8. Mai und am 9. Mai keine Blöße gegeben und ihre Programme für das jetzige und kommende Jahr gezeigt. Sony hat einige große Überraschungen gezeigt, Nintendo brillierte vor allem durch eine sehr ausgereifte Technik und Microsoft stützt sich auf bekanntes. In unserem ausführlichen Special rund um die Konferenzen lest ihr alles wissenswerte zu den drei Konsolen, viel Spaß!Sony – „The Empire strikes back?“Am 8. Mai, bei uns war es schon der 9. Mai, versammelten sich hunderte von Pressemanagern, um der Konferenz von Sony beizuwohnen. Kaz Hirai, Phil Harrison und viele weitere zeigten die Zukunft der PlayStation-Marke und in einem kleinem Overview möchten wir euch drei der gezeigten Spiele näher bringen. Fangen wir alphabetisch an:
Gran Turismo HDWir können euch momentan noch nicht sagen, ob Gran Turismo HD wirklich ein Spiel für die PlayStation 3 wird, zumal man uns beteuerte, dass es lediglich dazu diente, die Power der PlayStation 3 zu beweisen, weil viele (eigentlich alle) daran gezweifelt haben, dass die PS3 1080p darstellen kann. GT HD hat das eindeutige Gegenteil bewiesen und das auch mit Bravour. Die Grafik dabei sah einfach nur gestochen scharf und wunderschön aus – selten zuvor habe ich so detaillierte Fahrzeugmodelle, Zuschauer, Hintergründe und Strecken gesehen, wie in GT HD, alles in einer optimalen Auflösung von 1920*1080p.
Die Demo, die auf der E3 spielbar war, enthielt vier Strecken mit einigen Autos, bei denen man übrigens zwischen Oldtimern, F1-Wagen, Rallye und so weiter wählen konnte. Von einem Schadenssystem war in der Demo übrigens noch nicht viel zu sehen, außerdem haben die Barrieren – sichtbar und unsichtbar – das Erlebnis ein wenig getrübt. Außerdem gab es weder Lichteffekte noch irgendwelchen aufgewirbelten Staub zu sehen, eine etwas magere Präsentation, wenn man es von der Effektseite her betrachtet. Wir denken aber, dass sich diese kleinen Makel bis zur finalen Version von Gran Turismo auf der PlayStation 3 sicherlich behoben worden sind und sollte dieses Spiel nur annähernd so gut aussehen, wie das gezeigt Material, dann dürfte es die gesamte Konkurrenz sehr blass aussehen lassen, vorausgesetzt man hat einen HDTV, der diese Auflösung auch unterstützt, ansonsten wird die sehr ansehnlich Grafik nicht ganz so gut rüberkommen.
Resistance: Fall of ManAls Launch- und Exklusivtitel der PS3 angekündigt, will „Resistance: Fall of Man“ mit einer grandiosen Präsentation und riesigen Levels überzeugen. Gemacht von den Jungs aus dem Hause Insomniac Games (bekannt durch „Ratchet & Clank“), werdet ihr als Spieler in eine alternative Welt im 20. Jahrhundert geworfen und müsst euch gegen eine unbekannte Spezies im Kampf stellen. Briten und Amerikaner sind in diesen „Krieg“ verwickelt, ihr seid einer davon. Im Nachhinein wird sich herausstellen, dass diese „Monster“ durch einen Virus zu dem geworden sind, was sie nun darstellen – sprich: Auch sie waren einmal Menschen.
Die Kämpfe werden gewaltig und der gezeigten Präsentation sah man auch schon eine gewaltige Menge an Soldaten an, die sich einer noch viel Größeren Anzahl an Gegnern gestellt haben. Massenschlachten von bis zu 100 Gegnern dürften dabei sogar die unterste Grenze darstellen. Neben den vielen verschiedenen Gegnerarten, soll es auch – laut Entwickler – zahlreiche Waffen geben, wobei in der ersten Preview-Version nur eine Art Maschinengewehr, eine Shotgun und eine Laserkanone benutzbar gewesen sind. Von den „riesigen Levels“ haben wir noch nicht viel gesehen, was wohl auch daran liegen mag, dass das gezeigte Level eine große Stadt mit zahlreichen Ruinen war, die zudem noch Beschränkungen in dem freien Laufweg stellte.
Grafisch gesehen sieht der Titel schon jetzt klasse aus und ist somit ein Anwärter auf die beste Grafik für den Launch der PlayStation 3. Wir freuen uns schon auf die Games Convention, wenn wir hier auch selbst Hand anlegen dürfen.
WarhawkAls Remake des PSone-Klassikers soll „Warhawk“ nun auch auf der PlayStation 3 zum Launch das zeigen, was die Spieler sehen wollen: Action pur und das werden sie auch kriegen. Als Spieler sitzt ihr hinterm Steuer eines modernen Kampfjets oder spielt aus der Ego-Perspektive einige Ego-Shooter-Passagen, von denen auf der E3 aber noch nichts zu sehen gewesen ist.
Momentan ist der Titel auch das einzige Spiel der PS3, welches die Möglichkeiten des neuen Controllers ausnutzt und so braucht ihr nicht mit den beiden Analog-Sticks rumzuspielen, sondern könnt ganz bequem den Controller neigen, wie ihr wollt, der Kampfflieger wird euch gehorchen, wobei ein wenig Training sicherlich von Nöten sein wird. Ein Online-Modus mit bis zu 32 Spielern ist geplant und dieser dürfte sicherlich sehr spannend und vor allem lustig werden, wenn alle mit der neuen Funktion des Controllers spielen, zudem entwickelt sich so auch ein ganz neues Erlebnis.
Grafisch gesehen kann „Warhawk“ vollends überzeugen und lief trotz etlicher Kreuzer, Flugzeuge, Einheiten, Explosionen und Effekte locker mit 60fps und geriet auch nie ins Stocken. Von daher sollte man sich den Titel sowohl spielerisch, als auch technisch genauestens im Auge behalten, wir werden es auf jeden Fall tun!
Nintendo – „Die Rückkehr der Innovation“?Metroid Prime 3: CorruptionEigentlich sollte der dritte Teil der beliebten Serie um Samus für den Nintendo Gamecube erscheinen, doch Nintendo hat sich entschieden, den Titel doch noch für den Wii zu veröffentlichen. Natürlich macht auch dieses Spiel exzessiv Gebrauch vom neuen Controller und gespielt wird, ähnlich wie in „Red Steel“, mit dem Remote- und Nunchuk-Controller – gleichzeitig.
Auf diversen Trips zu den unterschiedlichsten Planeten wird der Sektor Zero von Weltraumpiraten bedroht und Samus‘ Aufgabe ist es, einen Generator wieder zu aktivieren, damit die Verteidigungssysteme voll einsatzfähig sind, um die Feinde in die Flucht zu schlagen. Doch, wie sollte es anders kommen, das wird wohl nicht klappen und es erwartet uns eine Überraschung, da war der Trailer aber auch schon zu Ende. War es „Dark Samus“? Wir wissen es nicht und gänzlich ausschließen wollen wir diese Theorie nicht. Wir bleiben am Ball und berichten euch sofort, wenn wir neues wissen.
Durch den Analogstick auf dem Nunchuk-Controller bewegt ihr Samus durch die Gegend, mit dem Remote-Controller könnt ihr dann auch schießen. Ein ganz besonderes Feature des Spiels wird sein, dass ihr durch Bewegen des Nunchuk-Controllers Samus‘ Hand ausstecken könnt, was neue Gameplayfeatures ermöglicht.
Die Grafik des Spiels ist, im Anbetracht des 1,1 Ghz-Prozessors des Wii, doch eher sehr lasch und ragt definitiv nicht über gehobene Gamecube-Verhältnisse hinaus. Kantige und teils sehr unscharfe Texturen trüben das Bild doch sehr, zudem kommen bislang noch stark verpixelte Effekte vor. Wollen wir hoffen, dass es bis zum Release besser wird, denn bis dahin sind es noch rund 6 Monate.
Red SteelUbisoft hat sowohl auf der Pressekonferenz von Nintendo, als auch auf ihrem Stand eine erste spielbare Demo zu Red Steel gezeigt, welche aber leider nur ein Level präsentiert. Sei’s drum, denn auch dieses eine Level reicht aus, um zu sehen, dass „Red Steel“ schon jetzt viel Potential hat, um eines der besten Shooter zu werden. Gespielt wird mit dem Remote- und Nunchuk-Controller – gleichzeitig versteht sich.
Laufen tut ihr mit dem Nunchuk-Controller und geschossen wird mit dem Remote-Controller, an sich geht das ziemlich einfach, bedarf aber einiger Einspielzeit, ansonsten fuchtelt man unbehelligt mit den beiden Controllern durch die Gegend, was eher weniger produktiv ist. Wenn ihr durch eine Tür gehen wollt, reicht ein leichtes Schütteln des Nunchuk-Controllers aus, um diese geschmeidig zu öffnen. Wenn ihr Leitern hochklettern wollt, müsst ihr nur nach oben schauen und den Analog-Stick am Nunchuk nach vorne bewegen. Ein sehr cooles Feature ist folgendes: Habt ihr die Pistole gerade in der Hand und dreht den Remote-Controller um seine eigene Achse, wird sich auch die Pistole so weit drehen, wie es der Arm des Helden zuläßt, sprich man kann richtig schick aussehende Positionen damit einnehmen.
Die Kämpfe laufen an sich recht flott ab und büßen keineswegs an Tempo gegenüber zahlreichen anderen Pedanten aus dem Ego-Shooter-Genre ein. Geschossen wird dabei mit dem Z1-Knopf auf der unteren Seite des Remote-Controllers. Durch eine spezielle Technik, wir wissen noch nicht genau wie es funktioniert, könnt ihr die Zeit kurz anhalten und dann mehrere Gegner anvisieren, die dann vom Computer selbst angeschossen werden. In dieser kurzen „Verschnaufpause“ müsst ihr flott einige Körperteile der Gegner anvisieren, die ihr treffen wollt.
Neben euren normalen Handfeuerwaffen, habt ihr auch noch ein Katana bei euch, das ihr jederzeit benutzen könnt. Dieses wird mittels des Remote-Controllers geführt und je nach Richtung eures Angriffs, wird sich auch das Schwert im Spiel so bewegen. Das ist klasse gemacht, weil es hierbei keine vorgefertigten Animationen gibt und der Charaktere sich so verhält, wie ihr es ihm per Remote-Controller befehlt.
Grafisch gesehen bewegt sich das Spiel auf einem, für Wii-Verhältnisse, sehr hohem Niveau. Wenn man den Blick über den Tellerrand wagt und sich im Vergleich dazu einige 360- oder PS3-Spiele anschaut, muss sich Red Steel wahrlich nicht verstecken, auch wenn manche Texturen sehr unscharf wirken und die an sich protzigen Bump-Maps, Specular Lights und so weiter fehlen. Nichtsdestotrotz, grafisch ist das Spiel definitiv ein echter Hingucker.
Tony Hawk's Downhill JamAuch Kollege Tony Hawk wird auf der Wii sein Debüt feiern. Im neusten Ableger „Tony Hawk's Downhill Jam“ werdet ihr, ähnlich wie in SSX, eine Piste bergab rasen mit dem einzigen Ziel, erster zu werden. Mehr ist bislang wohl nicht im Spiel drin. Der Unterschied zur SSX-Reihe von EA ist, dass ihr hier mit einem Skateboard fahrt und nicht mit Skiern oder Snowboards. Wenn ihr wollt, könnt ihr auf eurem Weg nach unten einige Tricks machen, aber das wird nicht von euch verlangt.
Das Video, welches uns gezeigt wurde, präsentierte ein bislang sehr unfertiges Spiel, zumal auch die Grafik in den alten PSone- bzw. N64-Zeiten zurückgeblieben ist und nur so vor schwammigen Texturen strotzt – da hat selbst der Gamecube deutlich bessere Zeiten hinter sich. Gespielt wurde nur mit dem Remote-Controller, was auch etwas eigenwillig erschien, zumal es nur einen einzigen Knopf gab, um Tricks zu machen. Durch Neigen des Controllers werden die Richtungen bestimmt, in die ihr fahrt oder fliegt. Hier muss also noch einiges nachgebessert werden.
Microsoft – „Der Linie treu“Dead RisingDer Freelancer-Fotograf Frank West möchte ein mal in seinem Leben das Foto seines Lebens schießen, es soll einzigartig, noch nie gesehen und absolut erstklassig werden. Im Laufe des Spiels werdet sowohl ihr, also auch Frank mehr als nur eine Gelegenheit dazu bekommen, denn als er in eine angeblich verlassene Stadt kommt, begrüßen ihn direkt einige Zombies. Mit Mühe und Not kann er sich in ein Einkaufszentrum retten (das Einkaufszentrum dürfte sicherlich aus zahlreichen Bildern bekannt sein), doch auch da erwarten ihn schon die blutrünstigen Viecher und wollen ihm an den Kragen. Was nun? Frank muss jetzt um sein Überleben kämpfen und zwar richtig hart – Gewalt wird hier groß geschrieben und wer nicht allzu viel Blut sehen kann, sollte dieses Spiel besser nicht in die DVD-Lade der 360 tun.
Mit dem guten Frank steuert ihr also fröhlich durch das Einkaufszentrum und bedient euch an zahlreichen Waffen, um den bösen Zombies den Gar auszumachen, wobei die Wahl der Waffe ins Unendliche geht. Äxte, Beile, Stöcke, Gitarren und so weiter. Das und noch viel mehr könnt ihr als Waffe benutzen, sogar den Schinken aus der Tiefkühltruhe, wenn ihr den gefräßigen Zombies was zum Futtern geben wollt. Natürlich dürfen die üblichen Schusswaffen nicht fehlen, aber wer will schon in Anbetracht dieser Vielfalt an anderen, viel cooleren Waffen, noch zur Shotgun oder Pistole greifen? Wenn wir schon bei den Möglichkeiten sind, wie man die Zombies abschlachten kann, wollen wir euch hier gleich nochmals deutlich machen, dass dieses Spiel kein Blatt vor den Mund nimmt und das Blut nur so spritzt, es würde uns nicht wundern, wenn man sogar Köpfe oder andere Gliedmaßen rumfliegen sähe. Eine deutsche Lokalisierung bzw. ein Release in Deutschland erscheint aufgrund dieser fast überzogenen Gewaltdarstellung als absolut unwahrscheinlich, leider. Da wird dann wohl der Import-Händler von Nebenan wohl helfen müssen.
Im Verlauf des Spiels, so die Entwickler, werdet ihr auf einige wirkliche Menschen treffen, die eure Hilfe brauchen und euch sogar im Kampf mit den Zombies bestehen. Weitere Details hat man aber nicht genannt. Des Weiteren solltet ihr versuchen so viele Bilder wie möglich zu machen, um – wie es die Entwickler sagten – „Den Horror auf Erden festzuhalten“. Außerdem gibt es auch nette Boni, wenn ihr viele spektakuläre Bilder macht.
Grafisch gesehen beweist Capcom auch bei diesem Titel mal wieder, was sie drauf haben. Die Zombies sehen sehr gut aus, die Umgebung gleich noch viel besser. Bei „Dead Rising“ wird auf eine düstere, dunkle Umgebung verzichtet und alles wirkt sehr farbenfroh, realistisch, auch wenn die Darstellung der Tötung mancher Zombies eher unrealistisch wird, aber sei’s drum. Zum Sound können wir leider noch nicht viel sagen, da wir nicht vor Ort gewesen sind (und selbst wenn, es wäre zu laut).
Lost PlanetDer Konflikt zwischen Mensch und Aliens, eine Art Prinzip und Storyerzählung, die fast jedes dritte Spiel aufweisen kann, steht hier im Vordergrund. Dennoch ist diese Thematik bis heute nicht ausgelutscht und erfreut sich mal wieder einem neuen Pedanten, Lost Planet. Im Kampf auf einem nahezu vereisten Planeten gilt es sich thermische Energien zu sichern, die sich die Aliens bevollmächtigen wollen. Ihr spielt dabei Wayne, einen starken Krieger, der aber seine Erinnerung verloren hat und sie erst langsam zurück bekommt. Diese wird er auch brauchen, um allen Problemen und Ursachen im Spiel auf den Grund zu gehen, so erlebt auch ihr die Storyline des Spiels.
Die uns präsentierte Version des Spiels (Video) machte schon einen sehr gute Eindruck und ließ sich, wenn man es einen Laien spielen läßt, sehr gut steuern. Auch die Action kam definitiv nicht zu kurz in dem gezeigten Stück. Die Levels sind groß, die Gegneranzahl, mit denen ihr euch gleichzeitig messen müsst, erscheint angemessen, sticht aber nicht besonders hervor (manchmal 4, ein mal auch 10). Dies liegt aber auch daran, dass Capcom eher auf Klasse, statt auf Masse setzt und die Gegner so plaziert, dass sie euch mit viel Intelligenz entgegenkommen werden. Taktisches Denken ist definitiv nötig, um die großen Viecher zu Boden zu bringen.
Gespielt wird aus der 3rd-Person-Ansicht, wobei man im Spiel auch in eine große Maschine steigen und die Eiswüste unsicher machen kann. Euer dickes Gefährt kann dabei Raketen mühelos widerstehen und eignet sich somit perfekt für den Kampf gegen größere Monster, die mit diesen auch angreifen. Nur gegen Laser hat es das klobige Ding nicht so leicht. Neben der ausgefeilten Singleplayerkampagne soll „Lost Planet“ auch einen großen Multiplayer-Modus haben, eine Spielerzahl ist aber noch nicht bekannt, wird aber wohl in Kürze bekannt gegeben.
Die Grafik des Spiels kann sich sehr gut sehen lassen und bietet eine Technik, die definitiv auf dem neusten Stand ist. Wunderschöne Landschaften (auch wenn es „nur“ Eis ist) werden mit viel Action kombiniert, wodurch ein richtig gutes Feeling entsteht. Die kalte und durchwegs düstere Atmosphäre wird durch den recht hellen Farbton und die Schneestürme intensiviert.
Too HumanHinter diesem Namen versteckt sich ein 3rd-Person-Shooter, der zunächst für den Nintendo Gamecube angekündigt worden ist, aber nach der Ankündigung der Xbox 360 für diese entwickelt wurde und immer noch entwickelt wird. Außerdem ist bereits bekannt, dass „Too Human“ der Auftakt einer Trilogie werden wird. Wir haben einen genauen Blick auf das Spiel geworfen:
Im Spiel selbst seid ihr ein Gott mit Namen „Balder“. Es gilt Monstermaschinen aufzuhalten, die die Erde belagern und die Menschheit ausrotten wollen. Diese Viecher könnt ihr wahlweise mit einigen schicken Laserwaffen oder einer Art „Laserschwert“ (sieht aber anders aus als in Star Wars) zur Strecke bringen. Ganz logische Sache dabei ist: Die Knarre hilft euch dabei, die Gegner erstmal von euch fernzuhalten und das Schwert sollte man, wie immer, im Nahkampf nutzen. Das Schwert bietet zusätzlich den dicken Vorteil, dass ihr damit mehrere Gegner gleichzeitig treffen könnt, was mit den Laserwaffen natürlich nicht geht, es sei denn ihr könnt eine Bazooka benutzen. Bei diesem Spiel gilt wieder das typische Next-Gen.-Motto: „Masse statt Klasse“, jedenfalls ist das unser erster Eindruck, weil die Gegner einen noch nicht allzu hellen Eindruck machen, wobei sich das vielleicht ändern wird.
Ferner gibt es noch eine Art „Special“-Attacke, die ihr nach entsprechender Füllung einer Leiste mit eurem Schwert ausführen könnt. Eine große Druckwelle wird ausgelöst und schleudert bzw. tötet alle Gegner in eurer nahen Umgebung. Nebenbei sei noch erwähnt, dass es sowohl einen Singleplayer-Modus, als auch einen Multiplayer-Modus geben wird, in dem ihr euch austoben könnt.
Auch bei diesem Spiel kann sich die Grafik wirklich sehen lassen. Klasse Animationen, grandiose und vor allem imposante Schauplätze lassen das Spiel, welches in einem leicht dunklen blau und grün-ton gehalten ist, sehr real und atmosphärisch wirken. Außerdem ist uns aufgefallen, dass der Charakter im Vergleich zur Umgebung sehr klein ausgefallen ist und ihr euch ständig vor riesigen Bauten wiederfindet. Solch eine tolle Grafik hätten wir gerne bei jedem Spiel! Unser Tipp: Wer dieses Spiel nicht verfolgt, ist selbst schuld!
Kommentar/Fazit (AS) :
Fangen wir mit dem etwas längeren Kommentar bzw. Fazit an. Sonys Pressekonferenz war eher wenig ergiebig, wobei der neue Controller wirklich gut gemacht ist, wenn auch leider die Rumble-Funktion ein Requisat in Pace (R.i.P.) erleben muss. Die Idee alleine reicht nicht, um einen guten Controller zu machen, dafür aber dürfte spätestens „Warhawk“ sorgen, welches die Fähigkeiten des Controllers nutzt. Resistance: Fall of Man kann grafisch ebenfalls vollends überzeugen und muss sich nicht vor den Shootern auf dem PC und der 360 verstecken (CrySis lassen wir mal weg, weil dieses Spiel sowieso grafisch ungeschlagen bleibt). Summa Summarum ist Sonys Konferenz ziemlich spaßig ausgefallen, endlich hat man In-Game-Bilder und –Videos zu spielen gesehen, wobei uns der Eindruck von unfertigen Spielen immer noch nicht ganz losläßt. Es sind ja auch noch schließlich genau 6 Monate, bis die Konsole in den hiesigen Gefilden erscheint.
Nintendo hat es offensichtlich geschafft ein neues Publikum zu gewinnen, nämlich Fans von Innovationen. Deren Konferenz war eigentlich nur auf den „Wii“ fixiert und kleine Abstecher zum DS waren eher die Seltenheit. Leider, so muss man sagen, versagen alle Spiele grafisch total, dafür aber sind sie spielerisch um so besser. Red Steel könnte zu einem der besten Titel für den Wii werden, wobei man natürlich nicht „The Legend of Zelda: Twilight Princess“ und „Super Mario Galaxy“ vergessen darf. Wir, und ich auch natürlich, sind schon alle gespannt, was Nintendo in den kommenden Monaten an Neuigkeiten rund um den Wii bringen wird, zumal wir einen Releasetermin und einen ersten Preis immer noch vermissen.
Von Microsoft hatte man nicht viel erwartet, alle dachten sich „Da kommt nichts besonderes“ und dann macht es boom, Microsoft kündigt erstmal einige dicke Blockbuster an. Fable 2, Halo 3, Forza Motorsport 2 und so weiter und sofort werden für heiß laufende DVD-Ladeschalen in der 360 sorgen. Die drei Spiele, die wir in unserem Special ein wenig beleuchtet haben, sind auch allesamt erste Sahne und gehören schon auf die ersten Wunschzettel für das kommende Jahr. Der einzige Kritikpunkt an dieser Konferenz ist, dass Microsoft keinen Launchtermin und keinen Preis für das externe HD-DVD-Laufwerk genannt hat. Dafür hingegen ist bekannt, dass dieses Laufwerk nur für Videos zu gebrauchen ist, Spiele werden nicht darüber laufen.
Alles in Allem: Einen Gewinner muss jeder für sich selbst ausmachen, denn alle drei Konferenzen hatten ihre Tops und Flops. Festhalten kann man, dass die nächste Generation erst Ende 2006 beginnt, wenn alle drei großen der Branche dabei sind und wir innovative Titel oder richtige Blockbuster spielen dürfen. Erst dann wird man von Next-Generation reden können, momentan läuft lediglich eine Vorbereitungsphase, die von Microsoft geführt wird. Wer weiß? Vielleicht bleibt Microsoft sogar Marktführer, wenn die übernächste Generation anfängt? Das werden wir dann aber wohl erst in 8 Jahren sagen können, wenn es wieder heißt „Next Generation“.