Infos zum Spiel


Dawn of Magic

Entwickler:
Publisher: DeepSilver
Erscheinungsdatum: 27.04.2007
Genre: Rollenspiel
Plattformen: PC

Dawn of Magic Spielebericht


Dawn of Magic

Dawn of Magic

Russische Entwickler sollen ganz gut sein habe ich mir sagen lassen. Mit „Blood Magic“ konnte der russische Entwickler Sky Fallen schon einige Erfolge feiern. In Europa erscheint der Titel unter dem Namen „Dawn of Magic“ und eben dieser liegt uns seit ca. 1 Woche als Preview-Version vor. Warum wir einen noch etwas verhaltenen Eindruck vom Spiel haben, lest ihr in den folgenden Zeilen – viel Spaß!

Nach einem fulminanten Intro, welches in feinster Renderoptik daherkommt und leider nur auf russisch dargestellt wird (leider auch noch ohne Untertitel... unpraktisch?), darf man sich einen Charakter auswählen, der aus vier Klassen gewählt wird. Sehr bizarr: Die Auswahl habt ihr zwischen einer Backfrau (kein Scherz!), ein Zigeuner, ein Mönch und ein Student. Darüber hinaus bestimmt ihr die Gesinnung des Recken bzw. Reckin. Gut, Böse oder neutral? Das hat aber nur marginale Auswirkungen, weil ihr in manchen Quests andere Gegner zu Gesicht bekommt. Die Charaktere unterscheiden sich zudem in Stärke, Intelligenz und so weiter und so fort – etwas mehr Abwechslung und Individualität wäre hier vielleicht angebracht gewesen. Was aber noch sehr schick ist, ist die Wahl zwischen „sterblich“ und „unsterblich“. Gerade letzte Option dürfte Einsteigern das Leben deutlich erleichtern, weil man oft stirbt, verdammt oft – dazu aber später mehr.

Aller Anfang ist schwer
Vor allem ist der Anfang besonders dann schwer, wenn sich die Tastenbelegung gut und gerne nach dem Tutorial ändert und man alles wieder neu einstellen muss – unpraktisch, liebe Entwickler! Kommen wir aber zu etwas deutlich wichtigerem: Der Magie, denn nicht umsonst heißt der Titel „Dawn of Magic“. Anfangs bekommt ihr einige Skills zugewiesen, die ihr dann aus zwölf Klassen wählen könnt, die somit auch direkt eure Hauptklassen bilden. Im Laufe des Spiels werdet ihr diese dann verbessern können, wobei eine echte Charakterentwicklung verwehrt bleibt, weil die Zaubersprüche fest vorgeschrieben sind und auch im späteren Spiel zwangsweise vorgeschrieben werden. Der Einfluss auf die Entwicklung liegt somit bei gleich Null. Und trotzdem gibt es einen sehr coolen Nebeneffekt: Unserem Recken sind nach einiger Zeit Spinnenbeine gewachsen – skurril, aber immerhin etwas.

Vor allem die Spieler der bösen bösen Gesinnung werden es am Anfang deutlich schwerer haben, weil sie zehn Coyoten killen müssen, dabei aber von den Studenten der Akademie verfolgt werden, welche ihr aber um keinen Preis töten dürft – es geht auch gar nicht. Wenn man hingegen ein guter Mensch ist, muss man einen verletzten Studenten helfen. Allerdings stellte ich mir gleich zu Anfang die frage, warum ich als böser Spieler überhaupt in dieser Akademie anfangen darf, wenn ich 2 Meter davon entfernt gejagt werde wie der Staatsfeind Nummer 1?! Etwas schlimmer sind da einige Dungeons, bei denen deutlich auf Masse statt auf Klasse gesetzt wurde, denn die Menge an Gegnern ist schier endlos – ein Ableben ist da keine Seltenheit. Deswegen ist auch die Option „unsterblich“ deutlich besser, weil man hier mehrere Versuche hat und nicht direkt den Game Over-Bildschirm sieht. Weniger ist manchmal eben doch mehr – das sollten sich die Entwickler vielleicht zu Herzen nehmen.

Interessant hingegen ist die Möglichkeit, Zaubersprüche und/oder Fähigkeiten miteinander zu kombinieren. Unten in der Mitte auf dem Bildschirm seht ihr mehrere Slots, die nochmals in Zweier-Slots geteilt sind. Dort könnt ihr dann eure Fähigkeiten reinziehen (per Drag & Drop) und bringt euch in vielerlei Hinsicht Vorteile, weil Angriffe stärker werden. Kritisch wird es aber, wenn ihr gerade in einem hitzigen Kampf die ganzen Sachen ändern müsst – das geht nicht so einfach.

Technisch Optimal
Bei der Grafik kann man nur ein großes Lob aussprechen, denn die Umgebungen, Effekte und insgesamt alles sieht einfach fantastisch aus. Vor allem schön ist der dynamische Tag-Nacht-Wechsel im Spiel, der manche Gebiete richtig schön darstellt. Die Städte sind sehr belebt, wirken aber nie unübersichtlich. Für die Übersicht sorgt übrigens auch, dass störende Bäume oder Gegenstände direkt transparent werden, damit ihr die Gegner oder NPCs ohne weiteres anklicken könnt. Beim Sound können wir nur sagen: Passend, aber die russische Synchronisation hat uns doch immer wieder ein „?“ über den Köpfen erscheinen lassen. Gut, dass unsere Version englische Untertitel bietet. Bis zur Vollversion soll es aber da noch Änderungen geben.

Kommentar (AS) :

An sich haben wir es hier mit einem ganz normalen Hack `n Slay zu tun, welches aber leider nicht an die Größe von Diablo 2 oder Titan Quest reicht. Grafisch hingegen wird bei Dawn of Magic so einiges geboten, weswegen wir da noch das Urteil „sehr gut“ walten lassen. Beim Gameplay erhoffe ich mir aber doch noch ein wenig mehr Abwechslung und Fairness. Vor allem bin ich gespannt, was das Alchemy-Feature bringen wird, welches ich noch nicht allzu intensiv anspielen konnte.

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