Infos zum Spiel


Das letzte Ritual - In Memoriam 2

Entwickler:
Publisher:
Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
Plattformen:

Wertung


Spielspaß: 75 %
Sound: 80 %
Gameplay: 72 %
Grafik: 75 %

Positiv


  • - Interessante Idee
  • - gute Einbingung mit dem Internet
  • - toller Sound
  • - gelungene Atmosphäre
  • - real gedrehte Filme

negativ


  • - zu eintönig
  • - weniger schöne Benutzeroberfläche
  • - E-Mails werden nach einiger Zeit lästig
  • - teils zu schwer

Das letzte Ritual - In Memoriam 2 Spielebericht


Das letzte Ritual - In Memoriam 2

Das letzte Ritual - In Memoriam 2

Nach dem skurrilen ersten Teil von In Memoriam, welches noch von UbiSoft vertrieben wurde, erschien nun vor kurzem der zweite Teil der voll gepackten Rätsel und Knobelserie über Frogster Interactive. Eine merkwürdige Spielidee, die mit düsteren Videos, packenden Rätseln und einer dichten Atmosphäre daher kommt. Die Jagd auf den Phoenix ist wieder mal eröffnet.

Fiktion oder Realität?
Der Phoenix ist zurück. Noch gewalttätiger als je zuvor. Mit noch mehr Rätsel und Knobelspielchen fordert er den Spieler erneut. Eure Aufgabe besteht darin, als Ermittler den Serienkiller zu enthüllen und alle Fragen zu den skurrilen und absurden Morden zu beantworten. Was ist sein Motiv? Wie tötet er? Und warum eigentlich? Der Phoenix ist dabei ziemlich intelligent und verspricht die alten und grauen Gehirnzellen ordentlich in Schwung zu bringen.

In Memoriam 2 ist kein gewöhnliches Adventure mit vielen Rätseln. Denn hier geht es nicht um malerische Landschaften oder einem fiktiven Charakter, den ihr durch irgendwelche Level steuert. Nein, In Memoriam ist interaktive Unterhaltung, die man so in etwa beschreiben könnte. So bekommt ihr auf der interaktiven CD-Rom immer neue Aufgaben gestellt. Zwischendurch warten brisante und sehr atmosphärische Videos auf euch, die die Geschichte vorantreiben. Das tolle daran ist, dass die Videos real gedreht wurden und somit wie ein Film wirken, anstatt wie ein übliches Spiel. Das hebt In Memoriam auf jedenfall gegenüber anderen Adventures ab.

Bevor ihr euch zum ersten Mal ins Spiel stürzt, müsst ihr euch nach der Installation registrieren. Hierfür ist auf jeden Fall eine aktuelle E-Mail Adresse erforderlich, denn darüber erfahrt ihr neue Infos über das Spiel und den Killer. So bekommt ihr nette Mails vom Killer oder von der Spurensicherung. So erfahrt ihr allerhand über den Phoenix und sein vorgehen, um seine Rätsel besser entschlüsseln zu können. Des Weiteren gibt es diverse Internetseiten, die euch weiterhelfen können. Jeweils die des Serienmörders und die der Spurensicherung, bzw. Polizei. Natürlich ist alles gestellt, aber dennoch ist die Idee mit den Mails und den Internetseiten lobenswert und bringt so eine gewisse Realität rüber. Schade nur, dass die elektronischen Nachrichten nach einiger Zeit eher den Briefkasten ein wenig zuspammen, als euch wirklich eine Hilfestellung zu geben. Aber so kommt die Beziehung zwischen Realität und Spiel ein wenig näher und es lässt den Spieler auch am Ende als echter Ermittler dastehen.

Des Weiteren gibt es ein Internetportal, indem man sich mit anderen Spielern aus aller Welt zusammentun kann. So wird euch gezeigt, welcher Spieler welches Rätsel soeben gelöst hat. Ihr könnt euch mit demjenigen in Verbindung setzten, falls ihr zum Beispiel am Rätsel scheitert. Nach und nach werden so die Kombinationen auf der Spiele-CD enthüllt, um wieder einen Schritt weiter zu gelangen.

Abstrakt und Kurios
Das sind wohl die ersten Wörter, die ich gedacht habe, als ich das Spiel zu ersten Mal startete. Naja ob es nun wirklich ein Spiel ist, das muss wohl jeder für sich selbst in Erfahrung bringen. Für mich gilt es als interaktive Rätselkost, mit einer sehr dichten Atmosphäre. Besonders durch die schon erwähnten real gedrehten Videos kam das Gefühl auf, einen echten Thriller serviert zu bekommen, der zwischen einem Blair Witch Project und Sieben pendelt. Die wackelige Kameraführung mit den sehr dichten Aufnahmen der Charaktere kommt dabei sehr authentisch rüber, wie es halt der Kultfilm Blair Witch zeigt. Gespickt mit abartigen Morden, die gleichzeitig faszinierend und mysteriös wirken, wie es der Spielfilm Sieben vormacht, scheint die Mischung nahezu perfekt zu sein.

Natürlich sollte man auch die wenigen Negativpunkte erwähnen. Viele Rätsel und Denkmanöver bringen zwar viel Reiz mit sich, dennoch wird es nach einiger Zeit zu eintönig. Der immer schwarze Hintergrund des Spiels wirkt nach einiger Zeit nur noch nervig und weniger erfrischend. Auch die Rätsel nehmen immer mehr an Reiz ab, was aber weniger schlimm ist, da echte Adventure-Fans nie genug bekommen können. Teilweise gestalten sich die Rätsel als Bockschwer, so dass Leien wohl eher das Handtuch voller Frust schmeißen. Bei diversen Rätseln gehen die Entwickler sogar soweit, das man Google in Erwägung ziehen muss, um das Puzzle mühsam Stück für Stück zu lösen. Ein Besuch auf ausländischen Websites ist dabei keine Seltenheit und so kann es passieren, dass man sich in den Tiefen des World Wide Web verlieren kann. Hier hätte die Beanspruchung meines Erachtens ein weniger runtergeschraubt werden können. Zumal dabei auch noch ein wenig Latinum gefragt wurde, mit dem ja wohl nicht jeder etwas anfangen kann, auch wenn man genug Anlaufstellen im Internet dazu finden mag.

Soundtechnisch wird viel geboten. Eine dichte Sounduntermalung sorgt für eine enorme Spannung, so dass es manchmal unheimlich wirkt. Auch die deutsche Synchronisation kann sich durchaus anhören lassen. Sie klingt professionell und lebendig. Auch hier sollten sich andere Spiele eine Scheibe von abschneiden.

Kommentar (CK) :

Ich, für meinen Teil, war begeistert. Das Spiel zwischen Real Life und Fiktion kommt gut rüber und bringt eine gewisse neue Spielerfahrung mit sich. Auch die interessanten Websites tun ihr übriges, um In Memoriam 2 realistischer darstellen zu lassen. Wer von Rätseln nie genug bekommt und eine tolle Inszenierung erwartet, der ist mit In Memoriam 2 genau richtig bedient. Das Spiel glänzt durch die Atmosphäre und abscheuliche Geschichte und bietet einen umfangreichen Denk-Marathon, der teilweise aber zu schwer daherkommt.


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