Infos zum Spiel


Das Eulemburg Experiment

Entwickler:
Publisher:
Erscheinungsdatum:
Genre: Unbekannt
Plattformen:

Wertung


Grafik: 66 %
Sound: 72 %
Spielspaß: 51 %
Gameplay: 53 %

Positiv


  • - Stimmige Musik
  • - Interessante Geschichte
  • - Gute 10 Stunden Spieldauer
  • - Teilweise gelungene Synchro

negativ


  • - Trostlose Level
  • - Unsympathischer Held
  • - Schlechtes Gameplay
  • - Nervige Anfangsphase
  • - Überflüssige Kommentare
  • - Oft uninteressante Dialoge

Das Eulemburg Experiment Spielebericht


Das Eulemburg Experiment

Das Eulemburg Experiment

Zur Zeit haben Adventure Fans ja allerhand zu tun. Dreamfall, Paradise und wie sie alle heißen. Im Moment braucht man sich wirklich nicht zu beklagen, wenn’s um klassische Adventures geht. Nun erschien vor kurzem ein neues Adventure namens „Das Eulemberg Experiment“, welches von Artematica Entertainment kommt. Schon vor wenigen Wochen mussten sich die Entwickler mit herber Kritik zu ihrem Point & Click Abenteuer auseinandersetzen. Nun durften wir selber Hand anlegen und uns ein eigenes Bild machen. Wie es uns ergangen ist, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Aller Anfang ist schwer…
Ein typisches Adventure braucht eine gute Story, um den Spieler beim Rätsel lösen und Suchen bei der Stange zu halten. Auch „Das Eulemberg Experiment“ hat den Anschein eine interessante und mysteriöse Geschichte zu erzählen. So spielt ihr den Professor Adam Quinn, der am frühen Morgen aus seinem Schlaf durch das Klingeln seines Handys geweckt wird. So erfahren wir, dass unser Kollege Dr. Eulemberg tot in seinem Haus aufgefunden worden ist. Ein geheimnisvoller Mord? Das gilt es herauszufinden. Denn der tote Mann hat interessante Forschungen angestellt, die das Leben der Menschheit ändern würde. Der Grundstein zu einer erzählerischen Geschichte ist gelegt, fällt aber nach wenigen Minuten sofort ins Wasser. Woran liegt es? Ganz einfach: Der Einstieg. Denn dieser ist so was von unnötig in die Länge gezogen und unmotivierend, dass man am liebsten nach kurzer Zeit das Spiel ausschaltet, um was spannenderes zu erleben. Um zum Inhalt zu kommen: Wie eben geschrieben, bekommt ihr am frühen Morgen einen Anruf und der werte Herr auf der anderen Seite der Leitung bittet euch zum Anwesen des Toten zu kommen. So liegt es nah, dass ihr euch anzieht, einige wichtige Dinge mitnehmt und losfahrt. Doch so einfach ist es nicht. Das Auto ist in der Werkstatt, der Schlüssel zum Kleiderschrank nicht da. Tja, und so beginnt die Adventure-Typische Sucherei nach Lösungen, die nicht schlechter gemacht werden können, wie es hier der Fall ist. Von Unlogik gar zu schweigen. Wie in diesem Fall mit dem Kleiderschrank, muss der Schlüssel erst geholt werden. Diesen hat euer Diener und langjähriger Freund, der mit im Haus wohnt. Warum um Himmelswillen habt ihr als Hausherr den Schlüssel nicht? Warum rückt euer Freund diesen nicht nach Aufforderung raus? Hier zeigt sich schon mal die amüsante und merkwürdige Logik, die einer verstehen soll. Doch damit ist es nicht getan. Schokolade ist heutzutage in Parfümbehälter über dem Kühlschrank versteckt. Was sich die Entwickler dabei gedacht haben, werden wir wohl nicht erfahren. Im weiteren Verlauf werdet ihr noch mit mehr solcher Situationen konfrontiert, die bei mir ein wenig Gelächter ausgelöst haben. Das sind nur kleine Beispiele für den Spielablauf der Rätsel und Kombinationen.

Doch wo sind wir stehen geblieben? Genau, wir wollten zum Tatort. Doch so leicht kommen wir nicht aus dem Haus raus. Erstmal mehr als kompliziert die Werkstatt anrufen, um sich um den kaputten Wagen zu kümmern und sich noch komplizierter Kleidung durch den, wie schon erwähnt, verschlossenen Schrank, zu bekommen. Dabei nimmt das Spiel eine Menge Zeit in Anspruch, die die Anfangsphase so uninteressant wie ein Handtuch macht. Denn ein weiteres Problem ist das Gameplay. Wie man es bei Adventures gewohnt ist, sucht man mit seiner Maustaste einen verwendbaren Gegenstand, um mit diesem interagieren zu können. Üblicherweise verändert sich dabei der Cursor und signalisiert, dass ein diverses Objekt verwendbar ist. Dies garantiert einen recht schnellen Spielablauf, um sich mehr auf die Rätsel und Storyline zu konzentrieren. Doch nicht so in diesem Fall. Im „Eulemberg Experiment", kann nahezu jeder Gegenstand angeklickt werden. Doch ob er verwendbar ist, wird nicht angezeigt. Und so beginnt ein reines und nerviges Geduldsspiel, das wohl die meisten abschreckt. Man ist quasi gezwungen jedes Objekt per Rechtsklick anzuklicken, um herauszufinden ob es relevant ist. Ist es ein Gegenstand nicht, wie es meistens der Fall ist, bekommt ihr einen sehr langen Dialog vorgetischt, der sich ohne Synchro präsentiert. Das Problem liegt, darin, dass sich diese Dialoge nicht abbrechen lassen und so unnötig, langweilig und uninteressant sind, dass der Spielfluss enorm darunter leidet. Denn wen interessiert es schon, woher die Vase im Regal herkommt und wer sie vorher hatte?

Schwächen in der Präsentation
Auch grafisch sollte man nicht allzu viel erwarten. Die Charaktere zeigen sich zwar nicht mehr so hölzern, wie es sonst der Fall ist, aber dabei kommt die 2D Umgebung an Klassiker wie Syberia nicht ran. Zu wenig Details, wie herumfliegen Insekten oder Vögel stören das Gesamtbild. Dadurch wirken die Locations leblos und einsam. Da erledigen andere Spiele einen besseren Job. Positiv anmerken sollte man den Soundtrack. Denn dieser wirkt professionell und orchestral zugleich. Auch die Synchronisation bei Gesprächen hört sich im Großen und Ganzen professionell an, weist aber auch viele Fehler auf. So gestalten sich manche Gespräche als unmotiviert und langweilig dahingeredet. Hier schwankt es enorm zwischen gut und böse. Die Unterhaltungen finden nach Multiple-Choice Art statt. Ihr klickt ihr euch von Frage zu Frage, um irgendwelche nützliche Informationen zu erhalten. Zudem finde ich es schade, dass der Spieler sich kaum mit Adam Quinn identifiziert, da er unsympathisch rüberkommt. Die Steuerung geht hingegen gut von der Hand. Direkt und präzise führt man seinen Charakter durch die Räumlichkeiten und Areale. Auch ein wenig Abwechslung, nach dem sehr langen Einstieg im eigenen Haus, wird geboten. So besucht ihr die Villa des toten Professors Eulemberg, alte Ruinen und verwitterte Räume mit vielen Überraschungen. Auch die Geschichte kommt nach der schwierigen und eintönigen Anfangsphase in Pfad und wird doch noch interessant, um dem Spiel eine Chance zu geben, durchgespielt zu werden.

Nach rund 10 bis 12 Stunden solltet ihr den Abspann des Spiels sehn, falls ihr soweit kommt, versteht sich. Manche Rätsel sind einfach sehr schwer, wegen fehlender Logik. Aber auch leichtere Rätsel sind teilweise vertreten. So schwankt die Waage sehr zwischen hart und easy. Bei vielen Spielern wird Furst aufkommen, andere wiederum kämpfen sich hartnäckig durch das Spiel, auch wenn es rein gar nichts besonderes bietet.

Kommentar (CK) :

Schade, schade, das Experiment ist leider nicht geglückt. Es fehlte mir einfach der Pepp, dieses Etwas, das den Spieler fesseln lässt. Den größten Fehler den die Entwickler machen, war die zu lange und eintönige Anfangsphase im eigenen Haus. Hier werden mit Sicherheit viele Spieler ungeduldig. Zudem war mir der Hauptcharakter Adam Quinn einfach zu unsympathisch, als das ich mich mit ihm anfreunden konnte, um seine Handlungen zu verstehen. Auch das ständige Anklicken irgendwelcher Objekte nervte mich tierisch, sodass ich mich wirklich zusammenreißen musste. Positiv viel mir hingegen der orchestrale Soundtrack auf, der eine gute Stimmung bietet. Auch die deutschsprachige Synchronisation konnte größtenteils überzeugen. Dies war auch der Grund, warum die Wertung nicht komplett in den Keller gerutscht ist.

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