Infos zum SpielDarkstar One
Wertung
Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Positiv
negativ
MindestvorraussetzungProzessor mit 1,6 GHz 512 MB RAM DirectX 9.0 kompatible Grafikkarte mit 128 MB RAM Windows 98/ME/2000/XP |
Darkstar One SpieleberichtDarkstar OneDarkstar One
Weltraumspiele sind in letzter Zeit wieder beliebter geworden. Man erwähne da nur Star Wars: Empire at War oder X³: Reunion. Nun kommt aus dem Hause Ascaron und Ubisoft der nächste Weltraumtitel, der sehr viel verspricht und noch viel mehr einhält. Warum Darkstar One ein durchweg sehr gutes Spiel ist und warum es bislang das beste Weltraumspiel des Jahres ist, lest ihr in unserem ausführlichen Test. Viel Spaß!Ihr spielt Kayron, einen Jungspund der Weltraumfahrten, der seinen Vater auf mysteriöse Art und Weise verloren hat. Im späteren Verlauf des Spiels findet er die Wahrheit über den Tod seines Vaters heraus: Er wurde durch eine Art Maulwurf verraten, einem ehemaligen Mitglied der interstellaren Koalition, die in diesem System „Hu“ herrscht. Als Kayron den Namen des Verräters erfährt, wird er natürlich sehr sauer, aber der gute Junge (also eigentlich der Spieler) ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht stark genug, um sich ihm zu stellen, weil Kayron gerade eben erst die Ausbildung vollendet hat und seine Karriere startet. Insgesamt ist die Story sehr spannend aufgebaut und wirkt nur wegen der teilweise klischeehaften und leicht überladenen Einsetzung von Aliens, Schmugglern und Piraten etwas überladen – Weltraumspiele wären ja fast langweilig ohne diese Typen – und von daher werdet ihr auch mit diesen unfreundlichen Jungs Bekanntschaft machen. Eine böse Rasse von humanoiden Wesen verursacht zudem Chaos im Weltraum. Die Ingredienzen für eine klasse Story sind gegeben, werden wunderbar umgesetzt und der Spieler kann sich über eine sehr gut dargestellte Story freuen. Ein bisschen RPG muss sein Euer Schiff ist die „Darkstar One“ und das wird sie auch bis zum Ende des Spiels sein. Auch wenn das jetzt sehr monoton und langweilig klingt, weil man „nur mit einem Schiff“ spielen kann, doch dem ist absolut nicht so! Denn dieses Schiff hat den ungemeinen Vorteil, dass es sich upgraden läßt und zwar über ein Rollenspielartiges System, das von den Meisterhänden Square Enix stammen könnte. So verbessert ihr durch aufgesammelte Artefakte einen bestimmten Aspekt an eurem Schiff und ihr habt die Auswahl dabei, was die ganze Sache natürlich sehr vielschichtig macht. Dadurch könnt ihr euch auf einen der folgenden Bereiche spezialisieren: Rumpf, Flügel und Triebwerke. Diese Artefakte sind aber immer sehr gut versteckt und wenn ihr sie findet, steigt ihr automatisch eine Stufe und könnt dann einige Boni für die neue Stufe abstauben. Alles hat Vor- und Nachteile in diesem „Erfahrungssystem“ und das macht die Sache etwas ausbalanciert. Angenommen ihr verbessert eure Rumpffertigkeiten, dann könnt ihr bessere Schilde nutzen und euer Schiff wird allgemein mehr aushalten können. Entscheidet ihr euch für die Flügel, könnt ihr noch mehr Waffensysteme mit euch rumschleppen, was euch aber langsamer macht. Entwickelt ihr die Triebwerke weiter, könnt ihr euch besser im Weltall bewegen, könnt weitere Energiegeneratoren benutzen und so weiter. Komplettiert wird die Sache mit einer sehr starken Spezialfähigkeit am Ende, welche den Sammeltrieb nochmals deutlich erhöht. Das Hauptspiel bietet zahlreiche Missionen, die sich meistens noch in Untermissionen gliedern und somit alles sehr verknüpft wirkt, was es auch tatsächlich ist, wodurch nie der Eindruck entsteht, etwas wäre einfach nur billig und zusammenhanglos aneinander gereiht. „Darkstar One“ bietet rund 300 (!) verschiedene Galaxien, in denen ihr alles mögliche machen könnt, von Kopfgeldaufträgen, über Schmuggeln bis hin zum wirtschaftlich genauem Handeln (mehr dazu weiter unten). Die Missionen verlaufen immer sehr spannend ab und es passieren Dinge, die man vorher nicht erwartet hätte. So gilt es in einer Missionen eine sehr instabile Frachtung zu einem neuen System zu bringen – hört sich leichter an, als es ist. Dabei müsst ihr aber durch ein Asteroidenfeld fliegen und kurz vor Schluss passiert dann doch noch das unerwartete: Räuber wollen euch an den Kragen und die Fracht stehlen. Es bieten sich euch zwei Möglichkeiten: Ihr kämpft, was natürlich besser ist, weil ihr dadurch mehr Geld bekommt (Kopfgeld auf die Piraten) oder ihr flieht, was aber bedeutet, dass ihr trotzdem wieder zurück müsst, aber dann besser gerüstet. Fliehen könnt ihr über das praktische Navigationssystem im Spiel, welches nicht komfortabler sein könnte. Mit Leichtigkeit plaziert ihr auf der Karte euer gewünschtes Zielsystem und vollführt nach Tastendruck sofort den Sprung in den Hyperraum, der euch rettet – Anmerkung: Eure Technik muss auch im Stande sein mehrere Lichtjahre weit zu fliegen. Das System ist genial, weil man sich dadurch die elenden Leerlaufphasen erspart, die sonst jedes Weltraumspiel langweilig machen. Seid ihr in einem System, könnt ihr einen Zeitraffer einstellen, der auch innerhalb des Systems dafür sorgt, dass keine unnötigen, langweiligen Leerlaufphasen entstehen. Zusätzlich zu den schon zahlreich vorhandenen Hauptmissionen gibt es auch noch unzählig viele Nebenmissionen, bei denen ihr euch ein sehr gutes Nebeneinkommen verdienen könnt. Diese könnt ihr euch auf den verschiedenen Handelsstationen in den Systemen abholen und dann alleine oder mit Geleitschutz absolvieren. Bei den Missionen könnt ihr zwischen Schmuggeln, Eskortieren, Spionieren, Befreiung (ein mal sogar die Befreiung eines ganzen Systems, was an sich extrem schwer ist, aber sehr viel Geld und Boni mit sich bringt), Kopfgeldauftrag und so weiter – die Abwechslung ist riesig. Ferner ist es teilweise sogar möglich, dass die Nebenmissionen eine Folgemission nach sich ziehen, die dann in eine eigene, kleine Nebenstory mündet, um das Geschehen noch authentischer zu machen. Viele der Missionen nehmen ungeahnte Wendungen und bei einer simplen Eskorte werdet ihr urplötzlich von fiesen Piraten angegriffen und werdet in spannende Dogfights verwickelt. Entdecke die Möglichkeiten Es ist kaum möglich alle Features des Spiels in einen Test zu packen, weil es einfach so viel gibt – daher werden auch nur die wichtigsten genannt. Ebenfalls sehr nennenswert ist das grandiose Wirtschaftssystem, das im Hintergrund des Spiels abläuft. Wenn ihr nämlich in den Handelsstationen des jeweiligen Systems seid und dort ein wenig verweilt, hört ihr eine Lautsprecherstimme sagen, was es so neues gibt und manchmal bekommt ihr Hinweise auf fehlende Rohstoffe, die dann auch zu einem hohen Preis von euch gekauft werden. Das erweist sich im Nachhinein natürlich als wahre Goldgrube, die es natürlich auszuschöpfen gilt. Der Weg, den ihr letztendlich einschlagt – ob Händler, Schmuggler, Kopfgeldjäger, etc. – ist euch vollkommen selbst unterlassen, es gibt keinerlei Einschränkung im Spiel. Nebenbei sei noch erwähnt, dass ihr auch während des Spiels für einen anderen Zweig entscheiden könnt und dann nur die dafür vorgesehenen Konditionen erfüllen müsst, ein sehr flexibles und gut ausgearbeitetes System. Die Kämpfe, um auch diese mal zu erwähnen, sind ziemlich spannend gemacht, zumal alle Gegenerarten ihre eigene Kampfart besitzen und sich anders verhalten. Gesteuert wird mit der Maus und der Tastatur. Wenn ihr mit der Maus außerhalb des Zielsystems kommt, bewegt sich euer Schiff in eine bestimmte Richtung, wodurch sich alles sehr realistisch und echt anfühlt. Mit der Tastatur könnt ihr euch seitlich bewegen, aber auch über einige Hotkeys die Karte aufrufen oder andere Sachen im Spiel tätigen. Hier aber auch eine kleine Kritik: Warum muss ich immer erst die Leertaste drücken, um die äußeren Interfaces zu nutzen? Das Spiel läuft nebenbei nämlich noch weiter und mit Pech knallt man auch noch voll in so einen dicken Asteroiden oder sonstige Unannehmlichkeiten rein, was nicht gerade sehr feierlich ist. Auch der gesamte Rest der Menüführung verdient definitiv kein Lob. In der Werft gibt es beispielsweise keine Vergleichsmöglichkeit zwischen den Waffensystemen oder anderen Dingen (wie in „World of Warcraft) und man ist gezwungen immer zwischen dem Händler und dem eigenen Schiff zu switchen. Ferner ist das Balancing bei den Missionen nicht ganz so optimal gelungen, weil die erste Mission zwar noch total einfach sein kann, die Folgemission aber schon so schwer, dass man sie aufgeben muss. Hier hätte man sicherlich einen etwas leichteren Sprung der Schwierigkeit einbauen müssen, weil dadurch viele Frustmomente verhindert werden könnten. Zuletzt sei noch erwähnt, dass es keinen Multiplayer gibt (leider) und Entwickler Ascaron sich an zahlreichen anderen Pedanten aus dem Genre orientiert hat, beispielsweise „Freelancer“ oder „Elite“. Das ist zwar nicht gerade sehr toll, weil dadurch eigene Ideen etwas fehlen, aber das Gesamtpaket ist sehr stimmig gemacht, wodurch man die fehlenden Innovationen verschmerzen kann. Effekthascherei der Extraklasse Schon gleich bei der Introsequenz wird deutlich: „Darkstar One“ bietet eine Grafik, die sich wirklich sehen lassen kann. Auch wenn man dann ins Spiel kommt, bleibt der „Wow“-Effekt nicht aus und wird permanent gesteigert. Die vielen kleinen Kometenbrocken, die sich im Weltraum befinden, das grandiose Geschwindigkeitsgefühl (verdeutlicht durch die netten Partikel, die an euch vorbeiziehen), klasse Effekte und die Planetendarstellung lassen ein wunderbares Bild bei der Grafik aufkommen. Auch die Texturen der einzelnen Objekte sind bis in kleinste Detail mit viel Liebe gestaltet – herrlich. Komplettiert wird das tolle Bild der Grafik mit wunderschönen Licht-, Schatten und Spiegelungseffekten, die man bislang in nur sehr wenigen Weltraumspielen erleben durfte. Einzig und allein das Innere der Handelsstation wirkt ein wenig steril, mehr gibt es an der Grafik nicht auszusetzen. Auch der Sound ist einfach nur klasse. Die professionellen Synchronsprecher hauchen den Charakteren ein authentisches Leben ein und lassen sie wirklich sehr real wirken. Durch die wunderschönen Soundtracks, die von idyllisch zu dramatisch (in den Kämpfen) nahtlos wechseln, wird eine grandiose Atmosphäre kreiert, die ihresgleichen sucht. Alles ist sehr authentisch im Spiel gemacht und insgesamt ist die gesamte Technik des Spiels mehr als sehr gut.
Kommentar (AS) : Ich bin schwer beeindruckt, was Entwickler Ascaron da auf die Beine gestellt hat. Die toll eingesetzten RPG-Elemente, die Ausbaumöglichkeit des Schiffes, die gigantische Galaxie mit den 300 verschiedenen Systemen, die wunderschöne Optik und der grandiose Sound lassen „Darkstar One“ keineswegs zu einem dunklen Spiel werden. Die Story ist sehr spannend erzählt und die Missionen sind sehr abwechslungsreich, auch wenn am Ende ein leicht monotones Verhalten aufkommt, weil sich die Stationen (im Inneren) ähnlich sind. Leider ist auch dieses Spiel nicht von irgendwelchen Schönheitsfehlern sicher und so müsst ihr mit einer etwas sehr umständlichen Menüführung, stark schwankender Missionsschwierigkeit und etwas hakeliger Steuerung abfinden. Nichtsdestotrotz: Das Spiel ist ein Pflichtkauf für alle, die auch nur im geringsten etwas für Weltraumspiele, gepaart mit ordentlichen Actioneinlagen, übrig haben. Fans solcher Spiele können sowieso bedenkenlos zugreifen. „Darkstar One“ ist ein durchweg sehr gutes Spiel.
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