Infos zum SpielAvencast: Rise of the Mage
|
Avencast: Rise of the Mage SpieleberichtAvencast: Rise of the MageAvencast: Rise of the Mage
Avencast betitelt sich selbst als ein ganz anderes Rollenspiel, denn hier soll nichts so sein, wie man es gewohnt ist. Als Blut- und Seelenmagier soll die Welt gerettet werden. Na dann wollen wir uns doch mal ins Abenteuer stürzen. Die Story erscheint irgendwie etwas belanglos und fängt recht bieder an. Als eine Art „Antiheld“ in Form eines lern-unwilligen Schülers wird man recht unsanft aus dem Schlaf während des Unterrichts gerissen und sofort zur Abschlussprüfungsvorbereitungen geschickt. Naja, okay. Als dann irgendwann böse Dämonen und fiese Kreaturen über Avencast einbrechen, muss der junge Held sein Können unter Beweis stellen und die Welt retten. Sendet Boten aus So oder so ähnlich lassen sich die ersten zwei bis drei Spielstunden des Spiels beschreiben, denn was anderes wird man zunächst nicht tun. Holt Objekt A aus Stadt B und bringt es eurem Meister Malvarens, der erfolgreiche Quests mit Geld und Erfahrungspunkten belohnt. Ab und an darf es auch ein Item sein, wie uns das Tutorial, welches durchaus passabel ist, lehrt. Während der Missionen wird man trotzdem auf den einen oder anderen Stolperstein stoßen, denn Rätsel stehen an der Tagesordnung und so gilt es beispielsweise einen See einzufrieren, damit man diesen überqueren kann. Spätestens da wird man die erste Bekanntschaft mit der Eismagie machen. Sehr schön ist jedoch, dass viele Quests Folgequests besitzen, durch die die Story schön ausgebaut wird. Apropos Story. Diese wird mit ... naja, sagen wir mal schwachen gezeichneten Bildern dargestellt, die zwar ganz nett vertont worden sind, aber grafisch genau das widerspiegeln, was die Grafik im Nachhinein zeigt: Nichts. Die Optik des Spiels ist auf einem Niveau, das man vielleicht im Jahre 2002 als „Gut“ empfunden hätte, anno 2007 lacht man drüber und verweist auf die PS2, die das auch noch kann. Lediglich die Schatteneffekte sind wirklich schön anzusehen, mehr aber auch wieder nicht. Verirren? Keine Chance! Sehr löblich ist, dass euer Weg immer automatisch aufgezeichnet wird und man dadurch immer nachverfolgen kann, von wo man gerade gekommen ist. Und weil die Areale allesamt absolut unterschiedlich aussehen und man kein Déja-vù-Erlebnis haben wird, ist solch eine Funktion Gold wert. Selbst in den verzweigten, aus mehreren Ebenen bestehenden Höhlen wird man immer einen Weg hinaus finden, denn die Aufzeichnungen sind eindeutig – sowas sollten sich andere Entwickler abschauen! Ebenfalls finde ich es sehr cool, dass man immer und wirklich überall einen Händler rufen kann, der dann Tränke gegen Geld oder andere Waren gegen Bares mit euch tauscht. Sobald ihr ein neues Ausrüstungsstück erworben und angezogen habt, verändert sich das Aussehen des Helden – schicke Sache, aber das bietet so ziemlich jedes Rollenspiel. Auch beim Interface wird man sich nicht so wirklich verirren können, obgleich es wirklich abschreckend altmodisch wirkt. Wer auf sehr – eigentlich hätte ich das mit Capslock schreiben müssen – sporadisch aussehende Interfaces steht, die gerade das nötigste wiedergeben, der kann zufrieden sein. So viele Hotkeys wie bei WoW und Konsorten sucht man leider vergebens, denn mit einer Hand voll Slots wird man nicht wirklich viel anfangen können. Ernüchternde Charakterentwicklung Nach wenigen Minuten wird auch schon der erste Levelanstieg anstehen und spätestens dann wird sich die größte Ernüchterung im gesamten Spiel breit machen, denn wirklich viel tun kann man hier nicht. Ihr bekommt eine gewisse Anzahl an Skillpunkten und verteilt diese gerade mal auf Mana, Leben und die beiden Zauberarten Seelen- und Blutmagie, welche jeweils einen Skilltree extra besitzen, bei denen man neue Zauber erlernen kann. Was ist der Unterschied zwischen Blut- und Seelenmagie? Nun, das ist ganz einfach. Blutmagier sind die Männer fürs Grobe und agieren aus der Nähe, wobei sie die Kunst des Feuers ihr Eigen nennen. Seelenmagier lassen sich Zeit, greifen aus der Entfernung an und beschwören mächtige Blitzangriffe. Klingt ernüchternd? Ja, das ist es irgendwie schon. Immerhin: Je weiter man kommt und je mehr man sich für eine Richtung entscheidet und nur darauf skillt, desto cooler wird’s, weil die Effekte immer brachialer, immer besser werden. Abschließend noch einige Worte zu den Gegnern und deren KI. Wirklich einfallsreiche Feinde werdet ihr nicht zu Gesicht bekommen. Den Entwicklern schien es zu reichen, riesige und kleine Spinnen, einige Fledermäuse, Gargoyls und dergleichen zu integrieren. Selbst die Bosse strotzen nur vor Ideenlosigkeit, sind aber deutlich schwerer zu besiegen als die kleinen Mobs. Ärgerlicher ist aber, dass die Mobs sowie Bosse grundsätzlich immer dasselbe fallen lassen, einem billigen 08/15-Skript sei Dank. Genau so nach Skript arbeitet auch die KI, denn ab einem gewissen Energierest versuchen alle Feinde abzuhauen, was ihr mit euren Fähigkeiten der Magie aber ganz schnell verhindern könnt. So testen wir!
0 KommentareDein Kommentar: |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
