Infos zum SpielArchlord
Wertung
Grafik:
Sound:
Gameplay:
Spielspaß:
Preis/Leistung:
Positiv
negativ
Mindestvorraussetzung2 GHz CPU 1 GB RAM Grafikkarte mit 128 MB |
Archlord SpieleberichtArchlordArchLord
Das Angebot an MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Games) auf dem Spielemarkt nimmt stetig zu und wenn es darum geht, massig Zeit in der Massenspieler-Welt zu verbringen, stehen unsere Freunde aus Asien an oberster Stelle. So ist es kein Wunder, dass einige Spiele vom asiatischen Markt auch zu uns herüberschwappen. Zu Beginn des Spieles hat man die Möglichkeit, eine aus drei verfügbaren, weniger spektakulären Rassen zu spielen. Menschen, Orks und Mondelfen sind wirklich nichts atemberaubendes und erinnern stark an Spiele wie zum Beispiel World of Warcraft. Auch die dann zur Auswahl stehenden Klassen bergen keine wesentlichen Neuerungen und sind der Erwähnung kaum wert. Aber es geht bei den Rassen und Klassen ja auch nicht darum, Meilensteine zu setzen, sondern einen Funken Individualität darstellen zu können. Schade nur, dass die individuellen Anpassungen sich im Wesentlichen auf die Rassenwahl beschränken, da man nur noch die Wahl zwischen ein paar wenigen Gesichtszügen und diversen Frisuren hat. Okay, mit diesem Manko kann man vielleicht auch noch leben, vor allem, da ja angepriesen wird, dass man das Aussehen seines Charakters im Spiel noch verändern kann. Dazu gibt es dann in den Städten sogar Cyber-Stylisten, die gegen einen gewissen Goldbetrag diverse Veränderungen anbieten. Dass diese im Großen und Ganzen aber nur eine geringfügig größere Auswahl an Gesichtszügen und Frisuren darstellen, ist dann schon leicht ärmlich; da will hoffentlich niemand an Rechenleistung sparen. Massively Multiplayer??? In Europa stehen derzeit drei auswählbare Server zur Verfügung, von denen nur zwei offen bespielbar sind. Diese Server sind wohlgemerkt nicht nur auf Deutschland bezogen, sondern wirklich auf Europa! Wer sich nun auf multikulturelle Massenspektakel freut, der irrt. Multikulturell kann man vielleicht sagen, nur fehlt es leider an der Masse. Und ohne Masse bedeutet „multikulturell“ leider auch "Verständigungsprobleme" und "Einsamkeit". Leider laufen die Server nur halbwegs stabil. Die Mehrheit der Spielerschaft beklagte sich schon jetzt über Serverprobleme, was - durch gelegentliche Spielabstürze unterstützt - eher den Kopfschmerz- als den Spaßfaktor erhöht. BugLord Leider kann es vorkommen, dass andere Mitspieler durch Bugs manchmal die äußerliche Form von Gegnern (z.B. Fledermäusen) bekommen, etwas, an das man sich gewöhnen muss, wenn man nicht ständig versuchen möchte, andere Spieler zu attackieren. Die Quests in ArchLord sind kaum abwechslungsreich. Man läuft entweder von Punkt A zu Punkt B und dann über die Punkte C, D und E wieder zurück zu A oder muss so und so viele Monster töten. Dafür wird man mit Erfahrung, Gold und manchmal auch dem ein oder anderen Gegenstand belohnt. Zum Glück macht die KI noch manchmal Macken, sodass man mitten in einem Gegnerpulk stehen kann, ohne angegriffen zu werden, wobei es aber auch genau umgekehrt sein kann, auch wenn man gar nicht in der Nähe der Gegner ist. Eintönigkeit beschreibt die Kämpfe recht gut. Hauptsächlich geht es darum, genug Heiltränke bei sich zu haben, um nicht gnadenlos niedergemetzelt zu werden. Können, also Skill, benötigt man hier nicht. Sollte man dennoch sterben, verliert man 3% seiner Erfahrung, nicht aber einen Level. So bleibt man umso länger auf einem Level, was doch sehr frustriert... Noch mehr. Wenn schon kein Können nötig ist, um zu gewinnen, sondern nur die Menge an Tränken, dann könnte man doch wenigstens zügig weiter kommen, denn man kann ja insgesamt Level 100 erreichen. Schade, so leicht ist das nicht. Um einen höheren Level zu erreichen, muss man recht bald einige hundert Monster töten. Das Ziel des Spieles ist es, ArchLord zu werden. Der Herrscher der Spielwelt, der 3 Wochen lang uneingeschränkt regiert, eine eigene Burg hat, einen Drachen als Reittier besitzt und eine ganz besondere Rüstung erhält, kann unter anderem auch das Wetter in der Spielwelt kontrollieren. Dazu muss aber zumindest Level 60 erreicht werden. Zudem kommen einige Schlachtzüge, die man bestehen muss. Leider hat wohl noch niemand auf der Welt es geschafft, den Titel des ArchLord zu erringen, was bedeutet, dass dies nicht eindeutig nachweisbar ist. Denn das in Frage zu stellen ist bei ArchLord vollkommen in Ordnung, denn nicht mal die Emotes, die im Spiel oft genug angepriesen werden, funktionieren. Wenn der Gedanke auch interessant ist, ist das Prinzip dennoch nur für große Gilden gedacht, die starke Spieler haben, denn ein Otto-Normal-Spieler kann dieses Ziel noch weniger erreichen, als selbst die größten Dauerzocker. Zu guter letzt sollte noch erwähnt werden, dass auch die Übersetzung des Spieles mehr als nur fehlerhaft ist. „Requires translation“ liest man da sehr oft. Ohne zu wissen, worum es geht, ist das Spiel gleich ein wenig schwerer. Ob das Absicht ist? Kommentar (MP) : In meinen Augen ist dieses Spiel eine der größten Beleidigungen an die Gaming-Szene, die man ihr machen kann.
Für gut 50 Euro Kaufpreis und monatlich jeweils rund 13 Euro kann man wohl doch schon ein fertiges, gut laufendes und spannendes Spiel erwarten. Die Möglichkeit, im sogenannten „Chantra-Laden“ Items gegen Bares zu kaufen, bevorzugt zudem noch diejenigen, die es sich leisten können. Die musikalische Untermalung macht nach zunehmender Spielzeit nur noch aggressiv. Alles in allem kann man das Spiel maximal als in der Beta-Phase befindlich bezeichnen... Wer das Spiel kauft, ist selbst Schuld. 0 KommentareDein Kommentar: |
