Infos zum SpielAdvance Wars: Dark Conflict
|
Advance Wars: Dark Conflict SpieleberichtAdvance Wars: Dark ConflictAdvance Wars: Dark Conflict
Es ist wieder Krieg. Zum Glück nur auf dem Nintendo DS, doch da gewaltig. Raus aus bunten Kitsch-Kinderschuhen, die sicher auch ihren Reiz hatten, präsentiert sich das beliebte Advance Wars nun im düsteren Gewand, wobei Manga-Stil und Spielprinzip erhalten bleiben; jedoch handelt die Story von nichts anderem als dem Ende der Welt. Wir sind für euch in die Schlacht gezogen, um den Rest der Menschheit zu retten. Ob wir das lieber hätten lassen sollen oder ob das eine weise Entscheidung war, soll der Test zeigen. Feuer frei und auf ein Neues! Und falls ihr denkt, ich hätte wegen meines stressigen Studiums meine innovativen Einleitungsreime ad acta gelegt, muss ich euch leider enttäuschen: Hier nun präsentieren wir: Advance Wars, Runde vier!In zwei Titeln auf dem Game Boy Advance und sowie in „Dual Strike“ auf dem Nintendo DS durften wir bisher bereits in den kunterbunten Comic-Krieg ziehen. Nun wird es ernst: Der Spieler übernimmt in „Dark Conflict“ das Kommando über eine Truppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die übrig gebliebenen Menschen vom Kriegführen abzuhalten. Da nämlich ein Meteorit, wie er das letzte Mal in der Vergangenheit die Saurier vernichtete, die Erde getroffen und 90 % ihrer Bevölkerung ausgelöscht hat, haben die übrig gebliebenen 10 % nichts besseres zu tun, als sich zu bekriegen, zu plündern und täglich um ihre persönliche Bereicherung zu kämpfen. Ein paar Helden, oder solche, die es werden wollen, versuchen nun, dies zu verhindern und die Düsternis unter der dicken Ascheschicht, welche nicht einmal Sonnenstrahlen durchlässt, zu überwinden. Ironischerweise geht das nicht ohne Kriegsführung, da die meisten Gestalten, denen ihr begegnet, sich nicht zu friedlichen, gemeinschaftlichen Aufbaumaßnahmen überreden lassen. Dieter Nuhr würde vermutlich sagen: „So ist der Mensch“. Die Story wird dabei „nur“ mit gezeichneten Bildern und Figuren erzählt, wobei, wie schon erwähnt, der bunte Stil der Thematik zum Opfer gefallen ist, was manche freuen, andere vielleicht verärgern wird. Was aber feststeht, ist, dass die Story mich irgendwie ungewöhnlich stark gefesselt hat, da sie trotz fehlender Sprachausgabe doch recht spannend erzählt wird und auch einen guten und vor allem gut nachvollziehbaren roten Faden aufweist. Nach und nach gibt es spannende Wendungen, die natürlich häufig in weiteren Schlachten enden. Advance…was? Ihr habt bisher den Handheldkrieg verpasst und wollt wissen, wie Advance Wars funktioniert? Dann sei dieser Abschnitt an euch gerichtet. Advance Wars ist ein rundenbasiertes Kriegs-Strategiespiel, in welchem ihr in die Rolle eines Kommandeurs schlüpft und aus einer 2D-Draufsicht kluge Züge machen, Einheiten herstellen und geschickt vorgehen müsst, um entweder alle Streitmächte des Gegners zu zerstören oder sein Hauptquartier einzunehmen, was beides den Sieg bedeutet. Dabei spielen Stärken und Schwächen der einzelnen Einheiten genau so eine Rolle wie die Beschaffenheit des Terrains. Wer zum Beispiel Bazooka-Träger in ein dichtes Waldgebiet schickt, sollte sich vielleicht nächstes Mal vorher überlegen, was das Leben eines Menschen wert ist…Wichtig ist es außerdem, Städte und am besten Fabriken einzunehmen, um für Nachschub an Gesundheit und neuen Einheiten zu sorgen. Aufgrund des genial-einfachen rundenbasierten Prinzips sowie der ebenfalls simplen Grafik, jedoch des hohen Anspruchs, könnte man Advance Wars als „Schach der Neuzeit“ bezeichnen. Der Hauptmodus… …bildet den Kern des Spiels, da hier nicht nur die Story erzählt, sondern auch langsam im Schwierigkeitsgrad ansteigende Missionen gespielt und das Prinzip mittels Ingame-Tutorial erlernt werden kann. Zwar wird der Schwierigkeitsgrad später ziemlich knackig und manche mögen ihn im weiteren Verlauf als unfair empfinden, ich bin jedoch der Auffassung, dass genug Tipps am Anfang gegeben werden, um das Spiel intelligent zu lösen und außerdem im Menüpunkt „Strategieraum“ immer gute Missionsbezogene Tipps gegeben werden. Den vielerorts geübten Kritikpunkt, die Steigung der Schwierigkeitskurve sei zu groß, sprich das Niveau zu plötzlich zu hoch, kann ich nicht unterstützen. Wohl gemerkt: Das sagt jemand, der Strategiespiele eigentlich nicht leiden kann. Ich glaube aber seit Advance Wars, dass sich diese Abneigung nur aufs nicht-rundenbasierte, also auf das RTS-Genre bezieht. Kollege Mathias Preuß weiß zum Beispiel von unserer einen oder anderen gemeinsamen Magickarten-Runde: Ich überdenke meine Züge gern mal ein wenig länger… Allen Neueinsteigern sei also gesagt, dass Dark Conflict nicht der Horror für alle Neulinge der Reihe ist, insofern man sich mit Krieg in Runden anfreunden kann und später auch bereit ist, die eine oder andere Mission noch mal zu überdenken und neu zu versuchen (sonst wäre das Spiel auch keine Herausforderung). Neu ist: In späteren Missionen könnt ihr die Figuren der Story, also die Kommandeure selber in eigene Vehikel stecken, wobei jeder siegreiche Kampf eine Leiste ansteigen lässt, deren vollständige Anfüllung Sonderfähigkeiten des jeweiligen Kommandeurs wie weitere Sicht etc. freigibt, was den „Helden“ und entsprechenden Vehikeln eine Schlüsselrolle verleiht bzw. verleihen kann. Die Kunst des Kriegführens… …kann in unterschiedlichen Modi praktiziert werden. Neben der Geschichte (also dem Hauptmodus) gibt es auch noch das freie Spiel, wie es in Strategiespielen üblich ist. Auch ein Multiplayer sowie ein Karteneditor sind vorhanden, was natürlich besonders löblich, seit Dual Strike aber nichts neues mehr ist. Diese beiden Features vergrößern aber natürlich den Langzeitmotivationswert wieder einmal. Während diese zwar gewohnte Qualität bieten, gibt es trotzdem ein Manko im Vergleich zum Vorgänger: Das gegeneinander Antreten mit nur einem Spiel ist nicht mehr möglich. Welch unnötige und falsche Wegrationalisierung, die leider auch Punkte kostet! Umfangreichere und aufwendigere Titel haben auf dem DS in letzter Zeit zu Genüge bewiesen, wie es geht. Wer also zwei DS zu Hause hat und gegeneinander Krieg führen will, sollte sich folglich überlegen, eventuell doch den Vorgänger „Dual Strike“ zu kaufen. Grafik, Sound, Steuerung und Präsentation Technisch gibt es die Neuerungen nur im Detail, da haben sie allerdings auch allesamt nur Gutes mit sich gebracht. Die Grafik ist zwar nur geringfügig feiner und wegen der dunklen (aber eben auch noch teilweise bunten) Karten abwechslungsreicher geworden. Der Sound jedoch besticht zwar DS-typisch nicht durch CD-Qualität, aber immerhin durch japanischen Manga-Metal, wie ich ihn mal nennen möchte. Dabei sind die Kompositionen nicht nur passend und gut, sondern auch abwechslungsreich und schön implementiert worden. Die Präsentation beschränkt sich, wie bei rundenbasierten Spielen üblich, aufs Nötigste, wobei die Kämpfe im einzigartigen Grafikstil Action, Spannung und krachige Explosionen hervorbringen, wozu ebenfalls der gute Sound beiträgt. Die Steuerung ist gewohnt gut und stellt dem Spieler frei, Touchpen oder Steuerkreuz zu nutzen. Beides führt wunderbar zum Ziel, wobei vor allem die Handhabung per Touchscreen optimiert und sinnvoll vereinfacht erscheint. So testen wir!
0 KommentareDein Kommentar: |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
